Markenschutz

Damit keiner Ihren guten Ruf klaut

Ab wann soll ich meine Marke schützen und eintragen lassen? Wie tue ich das? Und was kostet es?

Ein Name, ein Logo: Damit beginnt fast jedes Unternehmen. Der Name und das Bild werden mit der Zeit bekannt, sie werden zum Begriff – und folglich zum Brand. Diese Marke hat einen Wert. Und so droht bald die Gefahr, dass sie von anderen Firmen gekapert wird.

Das Markenrecht hilft, das zu vermeiden: Sie können Ihre Marke eintragen – als Wort, als Bild, als Logo oder alles in Kombination. Damit wird anderen Firmen untersagt, verwechselbare Angebote zu vertreiben.

Das Problem beginnt aber, bevor man überhaupt angefangen hat. Denn ganz früh stellt sich die Frage: Gibt es bereits Marken, mit denen ich in Konflikt kommen könnte? Da die Schweiz kein zentrales Markenregister kennt, beanspruchen Recherchen etwas Zeit, vielleicht sogar Geld. Erste Tipps dazu gibt das Institut für Geistiges Eigentum.

Ob Sie Ihre Marke eher früh eintragen lassen, hängt letztlich davon ab, wie wichtig Ihnen ein ruhiger Schlaf ist. Doch es gibt auch objektive Fragen dazu:

  • Wie wichtig ist die Marke für den Erfolg meines Unternehmens?
  • Wie gross sind die Gefahren, dass jemand ein verwechselbaren Brand aufbauen will?
  • Wie gross ist andererseits die Chance, dass ich die Marke selber wieder ändern und anpassen werde?

Ein Faktor bei der Entscheidung sind die Kosten. Die Eintragung samt zehnjährigem Schutz kostet derzeit 550 Franken. Hinzu kommen nochmals ähnlich hohe Beträge bei einer internationalen Registrierung. Die Details können der Gebührenliste des Instituts für Geistiges Eigentum entnommen werden.

Für den Markenschutz gibt es zudem einige Bedingungen, nämlich:

  • Ist Ihre Marke unterscheidungskräftig? Trägt sie also dazu bei, Ihr Unternehmen oder Ihr Produkt von anderen abzuheben? Bei allgemein beschreibenden Bezeichnungen („Softdrink“) ist das nicht der Fall.
  • Ist ihre Marke rein anpreisend? Das darf nicht sein. Ein Brand namens „Neu“, „Super“, „Perfekt“ würde nicht akzeptiert.
  • Ist Ihre Marke täuschend? Verstösst sie gegen die guten Sitten? Auch das darf nicht sein. Ein Beispiel wäre zum Beispiel das Attribut „Swiss“ für ein Produkt, das andernorts hergestellt wird.

Grundlageninformationen:

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