StartUp Challenge

Die Finalisten sind gekürt

Nun stehen die zehn Start-ups fest, die bei der Swisscom StartUp Challenge ins Finale gelangen. Sie stehen auch für das vielseitige Schaffen hiesiger Jungunternehmer.

Über 150 Bewerbungen gingen bei der diesjährigen Swisscom StartUp Challenge ein. Das zuständige Gremium hatte die schwierige Aufgabe, daraus die Finalisten zu küren. Diese zehn Start-ups haben es geschafft und werden am 14. August gegeneinander antreten.

Deutsch- und Westschweiz sind bei den Finalisten praktisch gleich vertreten, und etwa die Hälfte der Start-ups entstammen dem Umfeld von ETH Zürich und EPFL.

Die Finalisten zeigen auch, in welcher Bandbreite von Bereichen heute digitale Technologien eingesetzt werden können. So reichen die Tätigkeitsgebiete von der Geburtenplanung über Bezahlsysteme bis hin zu Branchenlösungen im Medizinalbereich und für die Landwirtschaft.

 

42matters, Zürich

Der von 42matters entwickelte Algorithmus analysiert die Apps, die ein Nutzer auf seinem mobilen Gerät installiert hat und errechnet daraus dessen demographischen Daten und Interessen. Dank diesem anonymisierten Nutzerprofil lernen Werber und Entwickler ihre Zielgruppe besser kennen und können diese gezielter mit angepasster Werbung oder Inhalten ansprechen. 42matters Mobile Audience wird bereits von Smartphone-OEMs und Werbenetzwerken weltweit genutzt und verarbeitet täglich bis zu 30 Millionen Profile.

 

Archilogic, Zürich

Archilogic wurde im März 2014 als Spin-off der ETH von vier Architekten gegründet. Das Start-up gibt seinen Nutzern wie Immobilienportalen oder Privatkunden die Möglichkeit, anhand von 2D-Plänen ganz einfach 3D-Modelle von Wohnungen, Räumen und Häusern zu generieren. Die browserbasierten und interaktiven 3D-Modelle erlauben es, Objekte online zu durchschreiten sowie einzurichten und können als Link via E-Mail und Social Media-Kanäle geteilt oder auf Webseiten und in Präsentationen integriert werden.

 

Ava, Zürich

Nichts Geringerem als der Revolution der Empfängnis und der pränatalen Gesundheit hat sich das Start-up Ava verschrieben. Basierend auf einem fundierten Verständnis der Physiologie des Menschen, der Fortpflanzungsmedizin, Sensortechnologien und Big Data Analysen entwickelt Ava ein Wearable, das Paaren dabei hilft, schwanger zu werden und ein gesundes und glückliches Kind auf die Welt zu bringen.

 

BestMile, Lausanne

BestMile ist ein Spin-off der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL), das eine Fleet Management-Lösung für einzelne Fahrzeuge bietet. Die dazu von BestMile entwickelte Cloud-basierte Fleet Management-Software, ermöglicht es, einzelne Fahrzeuge zusammenhängend zu steuern, sodass sie gemeinsam als öffentliches Transportsystem operieren können. Der Fokus des Unternehmens liegt auf der so genannten «Last Mile», dem Weg zwischen dem zu Hause und dem nächsten Anschluss an den öffentlichen Verkehr. Dazu zählen auch private Gelände wie Bildungsstäten, Büros oder Industriegebäude.

 

Gamaya, Lausanne

Um der rasch ansteigenden Nachfrage nach Nahrungsmitteln nachzukommen, wird die Landwirtschaftsindustrie zunehmend effizienter und präziser. Dies erfordert eine sehr genaue Diagnostik von Pflanzen und der Erde. Das Start-up Gamaya aus Lausanne entspricht diesem Bedürfnis mit der Entwicklung einer weitreichenden, hyperspektralen Foto- und Analyse-Lösung, die erkennen kann, was das menschliche Auge nicht sieht. Anhand der Analyse der von dieser Lösung gelieferten Daten, wird ersichtlich, wenn es einer Pflanze oder der Erde an Wasser oder Nährstoffen mangelt. Dank diesen Erkenntnissen können Chemikalien gezielt eingesetzt, Krankheiten erkennt und Ernten erhöht werden.

 

Gimalon, Zürich

Die vom Start-up Gimalon entwickelte Crowd App assistiert beim Organisieren der Freizeit. Ein Treffen mit Freunden oder das Planen einer Party gelingt dank der App ganz einfach. Denn diese ermöglicht Gruppen, sich auszutauschen sowie über Aktivität, Treffpunkt und -zeit abzustimmen. Ein weiteres Plus der App: Sie dient zugleich auch als Veranstaltungskalender und als persönliche Agenda.

 

Monetas, Zug

Das Start-up Monetas entwickelt ein dezentral aufgebautes System, das jede Art von finanziellen und rechtlichen Transaktionen weltweit unter höchsten Sicherheitsstandards durchführen lässt. Auf einfachste Art können Institutionen, Privat- und Geschäftskunden in allen nationalen und digitalen Währungen sowie jede Art von Wertschriften sowohl in geschlossenen als auch in beliebig skalierbaren offenen Netzwerken handeln. Monetas verbindet auf innovative Weise die (Bitcoin-) Blockchain-Technologie für die sichere Hinterlegung der Werte mit einem kryptografisch gesicherten P2P-Netzwerk für extrem schnelle und kostengünstige Transaktionen rund um die Welt.

 

Muume, Cham

Mit der App des Start-ups MUUME shoppt, bestellt und bezahlt der Konsument schnell und in einem Zug immer über denselben Checkout-Knopf – egal, ob im Geschäft, im Restaurant, unterwegs oder zu Hause. Dem Händler bietet MUUME schnelle Liquidität und eine einfachere Buchhaltung. Als Commerce & Multichannel Checkin/Checkout Lösung arbeitet MUUME mit der neuesten Verschlüsselungstechnologie und zertifizierten Servern, die den Schutz der Daten jederzeit sicherstellen.

 

Privately, Lausanne

Mit Privately erhalten die Nutzer sozialer Medien eine bessere Kontrolle über ihr Leben im digitalen Raum: Ihre Kommunikation bleibt nicht nur sicher und vertraulich, sondern kann auch gelöscht werden. Die Produktpalette von Privately umfasst Anwendungen, mit denen Privatanwender ihre Daten überwachen und teilen können, ebenso wie Lösungen für Telekommunikationsanbieter, Handyhersteller und andere Unternehmen, die für Datenschutz in der Online-Welt sorgen. Diese Lösungen basieren auf der DPOD-Plattform (Digital Privacy on Demand); dabei kommt Schweizer Spitzentechnologie für maschinelles Lernen und Verschlüsselung zum Einsatz.

 

SimplicityBio, Monthey

Das Bioinformatik-Start-up SimplicityBio sucht für Pharma- und Diagnostikfirmen nach multiplen Biomarker-Panels. Die Software des Unternehmens analysiert umfangreiche Mengen vielfältiger, komplexer Biodaten aus unterschiedlichsten Quellen. Ziel ist dabei die Entdeckung multipler Biomarker-Signaturen. Dadurch können beispielsweise präzisere Diagnostiktests entwickelt werden; es lässt sich aber auch beurteilen, welcher Personenkreis auf ein bestimmtes Medikament besser anspricht.

 

 

 

 

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