Hochschulmarketing: Auch für KMU ein Thema

Viele KMU glauben, sie seien zu klein für Hochschulmarketing und nutzen es deshalb nur selten. Ein neues IT-Tool hilft, den optimalen Instrumentenmix für ein effizientes Hochschulmarketing zu finden.

Kleine und mittlere Unternehmen sehen sich oft machtlos dem Problem des Fachkräftemangels ausgesetzt und fühlen sich chancenlos gegenüber den Grossunternehmen im Kampf um die Talente, insbesondere bei technischen Berufen. Doch diese Ohnmacht muss nicht sein. Die enge Kooperation mit regionalen und überregionalen Hochschulen, insbesondere den Fachhochschulen kann neue Möglichkeiten für einen frühen und intensiven Kontakt zu potenzielle Bewerbern ermöglichen. Dabei muss keine regelmässige und zeitintensive Beziehungspflege betrieben werden oder gleiche eine ganze Schar von Studierenden im Haus beschäftigt werden.

Viele Wege führen zu den Talenten

Die Bandbreite ist gross und reicht von der informellen Kontaktpflege zu Hochschulvertretern, z.B. Professoren aus relevanten Fachbereichen über gemeinsame F&E-Projekte, Aushänge von Stellenangeboten an den schwarzen Brettern der Hochschulen oder Gastreferate bis hin zur Betreuung von Bachelor- und Masterarbeiten. So können die Unternehmen in unterschiedlicher Intensität und zu unterschiedlichen Zeitpunkten mit den Studierenden in losen oder auch sehr engen Kontakt treten und bereits lange vor einer möglichen Bewerbung die Kandidaten kennenlernen und sich als Arbeitgeber positiv darstellen.

Praxis-Tool unterstützt KMU

An zwei Instituten der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur – Schweizerisches Insitut für Entrepreneurship (SIFE) und Forschungsstelle für Wirtschaftspolitik (FoW) – wurde ein neuartiges Excel-Tool entwickelt, das KMU nun dabei hilft, die für ihre Belange am besten geeigneten Instrumente zu identifizieren. In drei Schritten werden die aktuellen Bemühungen des KMU im Hochschulmarketing analysiert, die allgemeinen Zielsetzungen (z.B. Bekanntheitsgrad steigern, Anzahl der Bewerber erhöhen) formuliert und die konkreten Anforderungen (z.B. zeitliche Wirkung, Spezialisierungsgrad der Bewerber) an die eingesetzten Instrumente ermittelt. Daraufhin formuliert das Tool eine Empfehlung für einen Instrumentenmix, der in der Summe alle Ziele und Anforderungen angemessen berücksichtigt. 

Mit diesem Tool sollte es also auch KMU ohne eine Hochschulmarketingabteilung gelingen, die Talente zu finden, die für die Erreichung der gesteckten Wachstumsziele erforderlich sind. Begleitend zum Excel-Tool kann unter folgender URL auch ein Handbuch für das Hochschulmarketing in KMU kostenfrei heruntergeladen werden.

Das Hochschulmarketing-Tool wurde in Zusammenarbeit mit Unternehmern aus dem Alpenrheintal entwickelt und baut auf den Ergebnissen einer Online-Befragung auf. Der Bericht zu dieser Studie steht interessierten Unternehmern ebenfalls kostenlos zum Download zur Verfügung:

Bericht herunterladen (PDF)

 

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