KOF-Frühjahrsprognose: Schweiz profitiert von Belebung der Weltwirtschaft

Die KOF erwartet dieses Jahr ein Wachstum des BIP von 1.4%. Zum Jahresende gewinnt die Wirtschaft an Dynamik, wegen der Erholung der Weltwirtschaft. Die Arbeitslosenquote wird dieses Jahr 3,2% betragen. Der private Konsum steigt 2013 deutlich (1,9%).

Internationale Konjunkturentwicklung

Die Wirtschaftsleistung in den wichtigsten Exportdestinationen der Schweiz fiel Ende 2012 etwas schwächer aus als von der KOF prognostiziert. Über die Wintermonate ist die Schulden- und Vertrauenskrise im Euroraum allerdings in den Hintergrund getreten – auch wenn die Situation in Zypern nun wieder für Unruhe gesorgt hat. Verschiedene Stimmungsindikatoren signalisieren, dass der Abschwung der Weltwirtschaft zu Ende gehen sollte.

Schweizer Konjunkturentwicklung

In der Schweiz schlug sich Ende 2012 die schwache internationale Entwicklung in rückläufigen Warenexporten nieder. Die Dienstleistungsexporte entwickelten sich über das vergangene Jahr ebenfalls schwach. Die etwas entschärfte Wechselkurssituation und die leicht bessere Stimmung im Ausland führen dagegen 2013 zu einer Erholung der Ausfuhren (2,9%). Die Importe waren 2012 zwar ebenfalls eher schwach (3,4%), aber etwas kräftiger als die Exporte (1,2%). Da die Schweizer Binnenkonjunktur in diesem Jahr solide sein wird, gewinnen die Wareneinfuhren an Dynamik. Für die Gesamtimporte geht die KOF in diesem Jahr von einer Zunahme von 2,3% aus.

Die stabile Binnenwirtschaft zeigt sich 2013 im Anstieg des privaten Konsums von 1,9%. Der Boom der Bauwirtschaft hat hingegen seinen Zenit erreicht: Die Bauinvestitionen nehmen nur noch leicht zu (0.5%). Die Wohnbautätigkeit stabilisiert sich auf hohem Niveau. Die Ausrüstungsinvestitionen der Unternehmen dürften vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2013 zunehmen und damit trotz eines verhaltenen Jahresbeginns um 2,0% wachsen.

Arbeitslosigkeit im internationalen Vergleich tief

Die Beschäftigung hat im vergangenen Jahr weiter zugelegt (1,6%). Gleichzeitig ist beim eher schwachen Wirtschaftswachstum (1,0%) die Arbeitsproduktivität statistisch etwas zurückgegangen. Das Beschäftigungswachstum dürfte sich in der nächsten Zeit abgeschwächt fortsetzen (2013: 0,8%). Dadurch wird die Arbeitslosigkeit mit 3,2% in der Schweiz im internationalen Vergleich auf tiefem Niveau bleiben. Die negative Teuerung scheint allmählich auszulaufen; die Preise dürften in den kommenden Monaten wieder moderat steigen.
Insgesamt erwartet die KOF vor diesem Hintergrund einen langsamen, aber stetigen Anstieg der Wachstumsraten des Schweizer Bruttoinlandprodukts (BIP), der sich auch im kommenden Jahr fortsetzt. In diesem Jahr erreicht das BIP demzufolge eine Zunahme von 1,4%.

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