Führung

So redet man kreativ über Führung

Wie kann man das Engagement am Arbeitsplatz fördern? Zum Beispiel durch Führungszirkel. Peter Affentranger, HR-Chef von Mobility, erklärt im Videointerview, wie das in seiner Firma funktioniert.

Die KMU Business World führte ein Webinar durch zum Thema «Mehr Inspiration und Engagement am Arbeitsplatz». Am Gespräch beteiligten sich Sunnie Groeneveld, Gründerin der Beratungsfirma «Inspire 925» und Buchautorin von «Inspired at Work», sowie Peter Affentranger, HR-Chef von Mobility.

Affentranger und Groeneveld debattierten über die sogenannten Führungszirkel bei Mobility. Damit hat die Schweizer Carsharing-Genossenschaft eine Struktur intern eingeführt, in der die Kaderleute über Personalführung diskutieren.

Es gibt diverse solcher Führungszirkel bei Mobility, die sich mindestens zweimal jährlich treffen. Bei diesen Gruppenanlässen werden möglichst konkrete Führungssituationen in der Firma eingebracht und diskutiert.

 

Ein Jahr hier, 299 Jahre da

«Wir sind etwa 30 Führungskräfte, und wenn man das zusammenrechnet, haben wir hier über einige hundert Jahre Führungserfahrung», so Peter Affentranger am Webinar. «Andrerseits haben einzelne Führungskräfte nur ein Jahr Erfahrung – also sollen sie von den anderen 199 oder 299 Jahren auch profitieren.»

Die verschiedenen Zirkel sind selbstorganisierend, es gibt lediglich einen Moderator, der die Treffen einberuft. Allerdings braucht es ein paar Regeln, damit dieser Austausch der Mobility-Führungskräfte auch klappt:

  • Gute Durchmischung: An einem Führungszirkel nehmen Kaderleute aus allen Bereichen und Hierarchiestufen teil.
  • Keine Direktunterstellung: Wenn eine Führungskraft direkt einer anderen unterstellt ist, sollen sie sich nicht im gleichen Zirkel treffen.
  • Absolute Vertraulichkeit: Was im Führungszirkel besprochen wird, bleibt im Führungszirkel.

An den einzelnen Veranstaltungen agiert eine Führungskraft  als ein so genannter «Fallgeber», in dem er eine konkrete Situation schildert, durch die er in seiner Alltagserfahrung herausgefordert wird oder wurde – möglichst anonym. Anschliessend diskutieren die Anwesenden dieses Beispiel.

 

Reden über das, was man täglich tut

«Es braucht einen Raum, damit man auch einmal über die Führung an sich redet», erklärte Peter Affentranger: «Man macht es zwar jeden Tag, aber hat kaum Zeit, um es zu überdenken.»

Zugleich erfahren die Führungskräfte, dass die Kollegen nebendran oft dieselben Probleme haben. «Wir hatten viele Situationen, die dank dem Austausch im Führungszirkel zu einer guten Lösung geführt werden konnten», berichtet Peter Affentranger. 

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