Start-up-Förderung

StartUp Challenge 2016: Finalisten mit Zukunftspotenzial

Die zehn Start-ups, die es in die Endauswahl der Swisscom StartUp Challenge 2016 geschafft haben, beschäftigen sich mit zukunftsträchtigen Themen. Fintech und Big Data sind ebenso vertreten wie eine Anwendung aus dem Feld des Internets der Dinge.

Daten werden in immer neuen Geschäftsbereichen entscheidend. Daten bestätigen Finanztransaktionen, identifizieren Menschen und Gegenstände. Die Analyse grosser Datenmengen identifiziert Personen und Gegenstände auf digitalen Fotos. Big Data wird zum Modeberater.

Mit diesen zukunftsweisenden Themen beschäftigen sich die zehn Start-ups, die es aus den über 200 Bewerbern der Swisscom StartUp Challenge ins Finale geschafft haben. Und sie repräsentieren eine breite Auswahl an Tätigkeitsgebieten. Mit Fintech-Anwendungen, biometrischen Sensoren und der Vernetzung von physischen Gegenständen sowie der Analyse grosser Datenmengen sind alle gegenwärtigen Trendbereiche der Informatik vertreten.

Die zehn Finalisten im Überblick:

 

Advanon (Fintech)

Das von drei Ex-Googlern gegründete Start-up ermöglicht es KMU, offene Rechnungen einfach und transparent zu begleichen und so Liquiditätsenpässe zu vermeiden. Die Online-Plattform von Advanon bringt Investoren und KMU zusammen.

 

Biowatch (Biometrie)

Die biometrische Uhr des Walliser Jungunternehmens Biowatch erkennt ihren Träger anhand seines Venenmusters und ermöglicht dadurch eine eindeutige und sichere Authentifizierung. Mittels Bluetooth und NFC können User mit der Uhr somit Onlinezahlungen vornehmen, ihr Auto entriegeln, sich automatisch in ihre Konten einloggen oder sich Zugang zu Gebäuden verschaffen. Das mühselige Merken und Eingeben von PIN-Codes und Passwörtern entfällt somit.

 

CatchEye (Bilderkennung)

Das Start-up CatchEye entwickelte ein Videotelefonie Add-on, welches die Bildqualität von Videochats erhöht, und es den Gesprächspartnern ermöglicht, Augenkontakt herzustellen. Dies geschieht mithilfe einer Software, welche das Bild in Echtzeit optimiert und so das Gespräch persönlicher macht und die Kommunikation verbessert.

 

Fashwell (Bilderkennung)

Täglich klickt man sich auf Instagram durch Tausende von Bildern, auf denen Models Kleider tragen, die man auch gerne tragen würde. Mit der Vision, Fashionprodukte im Internet dem User zugänglich zu machen und ihm die Möglichkeit zu bieten, diese zu kaufen, haben drei ETH-Absolventen Fashwell entwickelt: eine App, die einen bevorzugte Fashionprodukte online finden und kaufen lässt, ermöglicht durch einen Algorithmus zur Bildanalyse, der auf maschinellem Lernen basiert.

 

Lykke (Fintech)

Lykke möchte einen globalen Marktplatz entwickeln, auf welchem Finanzinstrumente jeglicher Anlageklasse und jeglicher Transaktionshöhe gehandelt werden können. Basieren soll der Onlinemarktplatz auf der Blockchain-Technologie, welche dezentral aufgebaut ist und die zeitgleiche Lieferung und Abrechnung von Transaktionen ermöglicht sowie die Transaktionskosten massiv senkt.

 

Nanolive (3D-Bildtechnologie für die Forschung)

Wissenschaftler arbeiten für Wissenschaftler – unter diesem Motto ist das am Innovationspark der ETH Lausanne entstandene Start-up Nanolive geboren. Nanolive ist eine neuartige Technologie, welche die dreidimensionale Erforschung lebender Zellen mithilfe eines Mikroskops ermöglicht, ohne diese zu beschädigen. Damit lassen sich insbesondere Fortschritte in der medizinischen Forschung erzielen, indem beispielsweise die Wirkung von Medikamenten an lebenden Zellen getestet werden kann.

 

Qipp (Internet of Things)

Digitalisierung der Immobilienbranche – das ist das Ziel des Basler ETH-Spin-offs qipp. Entstanden ist Allthings, eine App, die es Immobilienmanagern und Eigentümern erlaubt, digitale Services zu bündeln und die Beziehungen zwischen Eigentümern, Managern und Mietern zu verbessern. Allthings integriert eine ganze Reihe von digitalen Services wie zum Beipiel Zügelservice, Smart-Home-Lösungen oder Marktplätze für Mieter.

 

Qumram (Big Data und Analytics)

Qumram ist eine Big-Data Plattform, auf der jegliche Onlineinformationen lückenlos und rechtssicher aufgezeichnet und später zu einem beliebigen Zeitpunkt abgerufen werden können. Dadurch können Unternehmen ihre gesetzliche Nachweispflicht erfüllen, Betrug aufdecken durch die Analyse von Kundeninteraktionen und das Kundenerlebnis optimieren.

 

Xorlab (IT-Sicherheit)

Xorlab ist ein ETH-Spin-off, das eine Software zur frühzeitigen Aufdeckung und Verhinderung von Client-seitigen Angriffen entwickelt hat. Darunter fallen unter anderem Spear-Phishing und Drive-by-Infektionen, welche den Angreifern Zugang zur IT-Infrastruktur von Unternehmen verschaffen und oft zu einer Reihe weiterer gezielter krimineller Aktivitäten führen. Xorlab scannt Dateien und macht ausfindig, ob sie unbekannte Software-Schwachstellen ausnutzen oder nicht, bevor die Angriffe durchgeführt werden können.

 

Xsensio (Nanotechnologie)

Das an der ETH Lausanne entstandene Start-up Xsensio hat ein Wearable entwickelt, welches die biochemischen Informationen an unserer Hautoberfläche nutzt, um non-invasiv und in Echtzeit Informationen über unseren Gesundheitszustand und unser Wohlbefinden zu liefern. Anders als herkömmliche Wearables basiert Xsensio auf Nanotechnologie, welche sich Informationen von Proteinen, Molekülen und Elektrolyten an der Hautoberfläche zunutze macht.

 

Die Endausmarchung findet am 16. August 2016 an der EPFL in Lausanne statt. Dort werden die zehn Finalisten um die fünf Plätze der Reise ins Silicon Valley pitchen.

Weitere Informationen und ein Interview mit Penny Schiffer, Leiterin Startup Engagement, finden Sie im ICT Blog.

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