Zeichen der Erholung in der Maschinenindustrie

Nachdem die Entwicklung in der Schweizer Maschinen?, Elektro? und Metallindustrie (MEM) anderthalb Jahre lang eher negativ verlief, ist nun ein Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Die Auftragseingänge stiegen im vierten Quartal 2012 innert Jahresfrist um 9,8%, wie Swissmem mitteilte.

Diese positive Entwicklung reichte jedoch nicht aus, um den in den ersten drei Quartalen entstandenen Rückstand aufzuholen: Auf das Gesamtjahr 2012 bezogen, verringerten sich die Auftragseingänge um 3,8%. Das Ergebnis: Die Kapazitätsauslastung sank im vierten Quartal auf 83,6%, im Vergleich zu 86,7% im Vorjahresquartal.

Der Ende 2012 erfolgte Anstieg der Auftragseingänge wurde von einem Umsatzplus in Höhe von 6,5% begleitet. Diese Entwicklung ist vor allem auf den guten Zustand der Grossunternehmen zurückzuführen, wohingegen die KMU sehr unterschiedliche Ergebnisse aufwiesen. Darüber hinaus konnten die Firmen dank der gestiegenen Exportpreise (+0,9%) ihre Wettbewerbsfähigkeit kurzfristig erhöhen.

Die Güterexporte konnten von dem Wiederaufschwung der Aufträge im vierten Quartal 2012 noch nicht profitieren, wie Swissmem deutlich macht. Für das Gesamtjahr 2012 verbuchte die MEM-Industrie einen Exportrückgang um 5,8% auf CHF 64,6 Milliarden. Alle Exportzweige mit Ausnahme der Präzisionsinstrumente erlitten 2012 ein Minus bei den Auslandsumsätzen. Besonders stark betroffen waren der Maschinenbau (?12,3%) und der Metallbau (?7,8%).

Laut der Umfrage von Swissmem blicken die Unternehmen jetzt optimistischer in die Zukunft: 40,1% von ihnen rechnen für die kommenden zwölf Monate mit einem Anstieg der Auftragseingänge aus dem Ausland, während es im Vorquartal nur 25,3% waren. Besonders die Ausfuhren nach China, in die USA und nach Osteuropa dürften kräftig zulegen.

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