Entwicklung mobiler Standard 5G
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Entwicklung mobiler Standard 5G

5G wird schneller, reagiert in Echtzeit und ermöglicht Anwendungen, von denen wir heute noch träumen. Sie können sich das nur schwer vorstellen? Dann hilft Ihnen diese Infografik.

aktualisiert am 24. April 2018

Begonnen hat alles in den Achtzigerjahren: Die ersten Schweizer kommunizierten mit Handys. Die Geschwindigkeit der Datenübertragung war noch äusserst bescheiden: 9 Kilobit pro Sekunde (Kbit/s) vermochte das Netz der ersten Generation zu leisten (abgekürzt: 1G). Ein Video-Stream live von einem Fussballspiel oder einem Konzert? Leider nein – mehr als das Telefonieren oder das Schreiben von einfachen Textnachrichten lag nicht drin.

Dann setzte die Entwicklung zum gewaltigen Sprung an: Die zweite Generation leistete 256 Kbit/s, die dritte immerhin schon 42 Mbit/s (Megabit pro Sekunde). So konnten erstmals ganze Webseiten und kurze Videos geladen werden. Mit dem heute noch aktuellen Standard 4G und 150‘000 Kbit/s (oder 150 Mbit/s) hat das Netz gut 30 Jahre später die Qualität von echtem mobilem Breitband erreicht. Fussball-Live-Streams von unterwegs sind heute nichts Besonderes mehr.

5G: schneller und mehr Kapazität

Die neuste Mobilfunktechnologie, die ab 2018 eingeführt werden soll, macht Geschwindigkeiten von bis zu 10’000’000 Kbit/s (also 10’000 Mbit/s oder 10 Gbit/s) möglich. Da fragt man sich doch: Was will man denn noch mehr, als ein WM-Spiel live zu verfolgen? Doch das Besondere an 5G ist nicht nur die hohe Geschwindigkeit, sondern auch die viel grössere Kapazität für mehr vernetzte Geräte sowie die geringe Reaktionszeit: Die Zeit also, die das Signal braucht, um von der Antenne zum Empfangsgerät zu gelangen.

Schon bei 4G beträgt diese Zeit nur etwa 30 Millisekunden. Mit 5G wird sie sich auf 1 Millisekunde verringern. Durch die Übertragung in Fast-Echtzeit könnte zum Beispiel das selbstfahrende Auto endlich massenmarktfähig werden. Und was ist besser als das WM-Finale live im selbstfahrenden Auto zu verfolgen?

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9 Kommentare zu “Entwicklung mobiler Standard 5G

  1. Kbit/s heisst Kilobit pro Sekunde, nicht Kilobyte pro Sekunde. Kilobites gibt es sowieso nicht. Übertragungsgeschwindigkeiten werden immer in Bit pro Zeiteinheit angegeben, nicht in Byte (8 Bit).

    1. Hallo Ruedi, vielen Dank für den Hinweis. Da hat sich tatsächlich ein Fehler bei uns eingeschlichen, den wir sofort korrigiert haben. Lieber Gruss, Swisscom

  2. Die 5G hängt doch auch vom Ausbau der Antennen ab? Und wie man in der Presse liest, gibt es da Widerstand von allen Seiten, eben diesmal nicht nur von politischer. Ist die Sache dadurch gefährdet.

  3. Spannend. Dann klappt es ja dann doch schon bald mit Swisscom TV UND schnellem Internet auch ausserhalb der Städte. Einfach nicht über die Leitung im Boden, sondern über 5G.

  4. Liebe Swisscom. Ich wünsche mir so sehr überhaupt ein stabiles Netz zwischen Lichtensteig und Herisau auf der Eisbahnlinie der Schweizerischen Südostbahn AG (sowie TELEFONIE und GSM-R, als auch Internet). Aber danke erstmal für den Rickentunnel – dem SBB-Deal.

    1. Lieber Herr Hermann,
      Wir verstehen Ihren Unmut. Im Zug haben wir spezielle physikalische Begebenheiten, der Zugwagen ist ein faradäyischer Käfig, der Zug ist mit hoher Geschwindigkeit unterwegs und sehr viele Kundinnen und Kunden werden gleichzeitig transportiert. Dies bedeutet eine sehr hohe Herausforderung für das Mobilfunknetz und den Netzbau. Swisscom ist ständig daran die Netzqualität entlang der Strecken zu verbessern und in die Züge werden Repeater (Signalverstärker) gemeinsam mit den Mitbewerbern und den SBB eingebaut.
      Herzliche Grüsse, Tanja Kammermann für die Redaktion

  5. Liebe Swisscom

    Schaut lieber mal zuerst das man auch ausserhalb von Grossstädten mal eine vernünftige VDSL Geschwindigkeit bekommt die höher wie 12/1 Mbit/s ist ! Oder zumindest das man flächendeckend 4G hat. Stellt euch vor es gibt auch Leute ausserhalb von Basel, Zürich, Luzern usw. Schweiz ist ein dritt Weltland was flächendeckendes „Hochgeschwindigkeits“ Internet betrifft !! 5G wird eh nur wieder potent für die Kunden in Ballungszentren zu Verfügung stehen….wenn überhaupt. Die Bandbreiten sind eh nur möglich wenn man alleine auf der Antenne wäre…indirekt verarsche…

    1. Lieber Herr Hurni,
      wir verstehen Ihren Unmut. Es macht keinen Spass, eine schlechte Mobilfunkabdeckung zu haben, das finden wir auch.
      Swisscom optimiert ihr Netz laufend, sowohl den Mobilfunk wie auch Breitband in der gesamten Schweiz. Hier können Sie sonst die aktuelle Abdeckung von 4G auf der Karte nachschauen und erhalten weitere Infos zu unserem Netz: https://www.swisscom.ch/de/about/unternehmen/portraet/netz/zukunft.html.
      Freundliche Grüsse, Tanja Kammermann, für die Redaktion.

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