IoT und Data Driven Business: Beispiel vernetzte Kaffeemaschine
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Daten sind die besseren Baristas

Das Internet der Dinge macht besseren Kaffee: Denn die Daten aus den vernetzten Kaffeemaschinen sorgen nicht nur für einen reibungslosen Betrieb und konstante Qualität. Sondern die Informationen helfen auch bei der Weiterentwicklung der Geräte. Ein fiktiver Blick auf die Menschen vor und hinter den intelligenten Maschinen.

Die Kaffeemaschine sei das wichtigste Gerät in der Firma, heisst es jeweils. Ein Funke Wahrheit steckt darin, denn mit Kaffee arbeitet es sich einfach besser. Neue, vernetzte Kaffeemaschinen beugen Störungen vor und sorgen dafür, dass es beim Ansturm nach dem Mittagessen für alle Kaffee gibt. Und das in konstanter Barista-Qualität, die die Ansprüche der Mitarbeitenden befriedigt. Ein fiktiver Blick auf alle Beteiligten.

Der Kaffeetrinker: «Hauptsache, ich muss nicht wegen der Wartung auf den Kaffee verzichten»

Der Kaffeetrinker: Nutzen von Data Driven Business für Kunden

«Wir haben eine neue Kaffeemaschine im Büro. Die macht richtig guten Kaffee mit echter Milch. Und irgendwie ist auch die Wartungsfrau weniger da als früher. Jedenfalls konnte ich in den letzten Tagen nach dem Mittagessen immer einen Kaffee rauslassen. Ich brauche das, um aus der Müdigkeitskrise nach dem Essen herauszukommen. Früher musste ich jeweils warten, bis die Frau endlich die Maschine gespült, gereinigt und aufgefüllt hatte – ausgerechnet nach dem Mittagessen. War das mühsam!

Heute Morgen habe auf dem Bildschirm gesehen, dass es einen neuen kalten Kaffee gibt. Cappuccino freddo – ich liebe Schokopulver im Kaffee! Das muss ich beim nächsten Mal gleich ausprobieren.»

Die Kaffeemaschinen-Betreuerin: «Ich kann meine Arbeit viel besser strukturieren und planen»

IoT: Vernetzte Kaffeemaschine und Nutzen für Wartung und Unterhalt

«Mit dem neuen Einsatzplan hat sich so viel verändert. Wenn ich am Morgen ins Geschäft komme, habe ich eine detaillierte Liste, bei welchen Firmen was ansteht. Ich weiss genau, von welchen Bohnen ich wie viel wohin mitbringen muss. Und die Route ist auch viel besser. Früher bin ich quer durch die Stadt gefahren und dann wieder zurück. Heute liegen alle Kunden schön entlang einer Strecke. Das ist so praktisch. Ich hatte mir schon Sorgen um meinen Arbeitsplatz gemacht, als das neue System eingeführt wurde. Aber mal ehrlich: Das Füllmaterial kommt nicht automatisch in die Maschinen. Uns wird es immer brauchen.

Das Theater früher, wenn ich nicht genügend Milch und Bohnen dabei hatte und die Zentrale anrufen musste, um nachzubestellen. Das passiert heute nicht mehr, seit die Bestellungen automatisch laufen. Und dieser Mitarbeiter bei dieser Firma in Zürich, der mich immer leicht verärgert angeschaut hat, wenn ich nach dem Mittag die Kaffeemaschine gereinigt habe! Wenn ich ihm heute überhaupt noch begegne, schaut er mich immer ganz freundlich an. Vermutlich liegt es daran, dass die Kaffeemaschine jetzt immer parat ist, wenn er vom Mittagessen aus der Kantine zurückkommt. Letzthin wollte er mir sogar einen Kaffee spendieren.»

Der Servicetechniker: «Die passenden Ersatzteile habe ich immer dabei»

Data Driven Business: Nutzen für Servicetechniker

«Ich fahre ja schon gerne Auto. Aber diese Staus immer! Mit der neuen Einsatzplanung und dem Routenplan ist das viel besser geworden. Ich sitze weniger lang im Auto und habe mehr Zeit für die Kunden. Wobei – das wäre gar nicht nötig. Denn ich weiss ja genau, welche Arbeiten bei welcher Maschine anstehen. Deshalb habe ich auch immer die richtigen Ersatzteile dabei und kann mich auf die Aufgaben vorbereiten.

Letzthin hat mich der Mann am Empfang komisch angeschaut und gefragt, was ich denn da mache, die Kaffeemaschine funktioniere doch? Ich habe ihm dann erklärt, dass ich jetzt Teile auswechsle, bevor sie kaputtgehen. Da hat er gelacht und gesagt, da seien sicher alle im Büro froh.

Heute installiere ich das neue Ausstosssystem fürs Schokopulver. Dann sollte es endlich nicht mehr so eine Sauerei geben und auch den Milchkanal nicht mehr verschmutzen.

Gestern habe ich zufällig unter dem Beifahrersitz das ‹Ausser Betrieb›-Schild gefunden. Mir ist gar nicht aufgefallen, dass es heruntergerutscht ist, ich habe es schon so lange nicht mehr gebraucht.»

Der Marketing- und Sales-Chef: «Die Präferenzen unserer kaffeetrinkenden Kundschaft kenne ich gut»

IoT und Data Driven Business: Nutzen fürs Marketing

«Da ist ja der neue Report! Sehr interessant… Unsere Kunden in der Deutschschweiz fahren voll auf den Caffè freddo ab, den wir im Mai eingeführt haben. Und 17 Prozent haben Schokoladepulver als Extra dazu genommen. Hmm, wir sollten einen kalten Cappuccino einführen. Das muss ich unbedingt mit der Produktionsleiterin besprechen. Und dann mache ich grad noch einen Termin mit der Grafikabteilung ab. Die sollen mir ein Visual gestalten, damit wir rechtzeitig auf dem Display der Kaffeemaschinen auf das neue Angebot hinweisen können. Und den Umsatz pro Maschine steigern.

Vielleicht können wir das kombinieren mit der neuen Schokoladenpulver-Rezeption, von der mir der Lieferant letzthin erzählt hat. Die Mischung soll weniger kleben und so maschinenfreundlicher sein. Das muss ich auch noch mit der Produktionsleiterin anschauen, hatte doch der Leiter Supply Chain im letzten Quartalsmeeting aufgezeigt, dass das heutige Schokoladepulver zu einem grossen Reinigungsaufwand führt. Das sagen jedenfalls die Daten aus unseren Maschinen. Da wäre ein neues Pulver sicher interessant. Das könnten wir mit dem neuen Prototypen gleich testen. Und ich könnte einen Exklusiv-Deal aushandeln und dem Lieferanten und ihm gleich noch Display-Werbung auf den Kaffeemaschinen für seine Schokomilch anbieten. Das wäre dann eine echte Win-Win-Situation. So, aber jetzt habe ich mir einen Kaffee verdient.»

Die Entwicklungs- und Produktionsleiterin: «Dank der Daten können wir unsere Maschinen stetig optimieren»

Nutzen von Data Driven Business und IoT für Entwicklung und Produktion

«Kürzlich hat mich eine Kollegin gefragt, ob ich eigentlich auch etwas anderes mache im Büro, als Kaffee zu trinken. Ich habe ihr geantwortet, dass wir grad ein neues Schokoladenpulver-System testen. Und irgendwer muss den Cappuccino ja probieren.

In letzter Zeit hatten wir viele Fehlermeldungen wegen verstopfter Milchkanäle. Wir haben die Leitungen eben doch zu nahe beieinander geführt. Aufgetreten ist das Problem, weil die Leute plötzlich mehr Schokoladenpulver bezogen haben. Ein klassischer Designfehler, den wir aber dank der Daten der vielen Maschinen schnell eruiert haben.

Trotzdem ärgert mich sowas. Ich nehme das irgendwie persönlich. Ich mag ja selbst guten Kaffee und will, dass unsere Maschinen perfekt funktionieren.

Jetzt muss ich los, ich habe ein Meeting mit unserem Marketingchef. Es geht um eine Cappuccino-Aktion. Und dann hat er was angetönt von wegen Good News zum Schokoladenpulver. Aber ich glaube, der will einfach Kaffee von unserem Prototypen. Der ist ja wirklich gut – also der Kaffee.»

 

PS: Die Personen in diesem Beitrag sind frei erfunden. Die vernetzten Kaffeemaschinen gibt es aber wirklich. Sie stehen stellvertretend für eine IoT-Anwendung und datenbasierte Geschäftsmodelle, die sich auch auf andere technische Geräte übertragen lässt.

 

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