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6 Tipps zum Stromsparen mit Gadgets und Apps

Energy Challenge 2017

Eine laufende Heizung oder ein Durchlauferhitzer verbrauchen Energie, auch wenn niemand zuhause ist. Eine Reduktion um 1°C spart 6 Prozent Energie. Mit den richtigen Apps reduzieren Sie die Raumtemperatur bei Abwesenheiten automatisch oder von unterwegs. Wir rufen Sie, Ihre Familie und Freunde auf, Energie smart zu nutzen.Machen Sie mit bei der ENERGY CHALLENGE 2017!

Smart Home

Intelligente Beleuchtung, Sicherheit, Unterhaltung: Swisscom Smart Home Services informiert über die Möglichkeiten, das eigene Heim smart zu machen.

Stromspar-Gadgets

Netzwerkfähige Geräte und Gadgets, die beim Stromsparen helfen, gibt es auch im Swisscom Shop

Urs Binder (Text), 18. Oktober 2016

In unserem Alltag verbrauchen wir viel unnötige Energie: Geräte laufen weiter und ziehen Strom, weil man vergessen hat, sie auszuschalten. Man lüftet zu oft und zu lange, obwohl die Luftqualität einwandfrei ist. Beim Duschen hat kaum jemand eine Ahnung, wie viel Wasser durch den Schlauch geht. Und auf jedem Haushaltsgerät prangt im Laden eine bunte Etikette mit Stromverbrauchsklassen – aber was bedeutet das wirklich? Verzweiflung ist nicht angesagt: Für all diese Probleme gibt es nützliche Helfer in Form von Gadgets und Apps.

Smart duschen

Das Zürcher ETH-Spin-off-Unternehmen Amphiro hat den ersten Smart Meter für die Dusche auf den Markt gebracht: Die intelligente Verbrauchsanzeige Amphiro B1 Connect lässt sich ohne Werkzeug zwischen Duschschlauch und Handbrause montieren. Das Gadget misst beim Duschen den Wasserverbrauch und die Temperatur, präsentiert die Ergebnisse auf einem Display und leitet die Messungen via Bluetooth an die Amphiro-App weiter. Eine Batterie ist dazu nicht nötig: Im Inneren des Gadgets ist ein Mikro-Wasserkraftwerk eingebaut, das den Strom für die Elektronik liefert.

 

Amphiro B1 Connect informiert, wie viel Wasser mit welcher Temperatur man beim Duschen verbraucht.

Wenn man den Verbrauch kennt, so die Idee von Amphiro, geht man bewusster mit Energie und Wasser um. Das Realtime-Feedback soll zum Sparen motivieren. Laut einer internationalen Studie mit 3200 Haushalten funktioniert das tatsächlich: Im Schnitt verbrauchten die Amphiro-Nutzer im Vergleich zur Kontrollgruppe pro Dusche 0,6 Kilowattstunden weniger Energie. Das ergibt pro Haushalt und Jahr eine Einsparung von 452 kWh. amphiro.com, Preis: Fr. 89.90

Aussen- und Innenklima im Griff

Die Internet-Wetterstation von Netatmo misst nicht nur die Aussentemperatur und erfasst optional auch Wind- und Niederschlagsdaten. Das Indoor-Modul gibt auch exakte Auskunft über das Raumklima mit Temperatur, Luftfeuchte und CO2-Belastung. Das hilft beim korrekten Lüften: Statt viel zu lange das Fenster offen zu halten, lüftet man nur, bis das CO2-Level wieder in der Komfortzone angelangt ist.

Im Set ist ein Indoor-Modul enthalten, bis zu drei weitere lassen sich mit der Basisstation verbinden. An der Wetterstation selbst kann man nichts ablesen – alle Messergebnisse werden im Netatmo-Webportal oder in der Smartphone- und Tablet-App anschaulich dargestellt. Die App zeigt sogar Verlaufskurven und Alarmmeldungen an, etwa wenn das CO2 ein ungesundes Mass erreicht.

Das Indoor-Modul erfasst das Raumklima mit Temperatur, Luftfeuchtigkeit und CO2-Belastung. Das hilft beim korrekten Lüften.
Wer mit der blossen Messung der klimatischen Bedingungen nicht genug hat, greift zum neuesten Netatmo-Produkt. Der intelligente Heizkörperthermostat (designed by Philippe Starck) eignet sich für die meisten Heisswasser-Heizkörper der gängigen Marken – er kann via WLAN per Smartphone-App programmiert werden: Mit der App kann man zum Beispiel die gewünschte Raumtemperatur einstellen oder einen detaillierten Heizplan für den ganzen Tag festlegen.

Auf Wunsch auch abhängig vom Wetter, von der Anzahl Personen im Raum und der aktiven Elektrogeräte, denn die heizen ja auch mit. Der Thermostat erkennt zudem offene Fenster und regelt den Heizkörper passend. Und er ist mit Apple Homekit kompatibel. Auf diese Weise lässt er sich dank Siri auch mit Sprachbefehlen steuern.

netatmo.com, Preis Wetterstation: ab ca. Fr. 160.– (Basisstation, Aussen- und Indoor-Modul); Preis Heizkörperthermostat: ab ca. Fr. 200.– (Set mit zwei Thermostaten und Relais).

Elektrogeräte intelligent geschaltet

Es passiert viel zu oft: Ein Gerät läuft, obwohl es nicht mehr benötigt wird. Wenn man es merkt, ist man aber schon unterwegs und flucht leise vor sich hin, weil man es nicht ausgeschaltet hat. Der Standby-Modus ist zwar praktisch. Aber jedes einzelne Gerät auszuschalten oder gar unter den Tisch zu kriechen, um den Stecker zu ziehen, ist mühsam.

Die myStrom-App liefert Stromverbrauchsdaten und ermöglicht das Ein- und Ausschalten von Elektrogeräten.
Auch für diese ärgerlichen Probleme gibt es Abhilfe: Der myStrom Energy Control Switch fügt sich elegant zwischen Steckdose und Gerätekabel ein, misst den Stromverbrauch und ermöglicht das Ein- und Ausschalten per Smartphone-App. Auf dem iPhone geschieht dies dank Home-Kit-Integration sogar per Siri-Sprachbefehle. Das Gerät wurde in der Schweiz für die Schweiz entwickelt: Das Gehäuse ist so konzipiert, dass an eine Dreifachsteckdose drei myStrom-Stecker passen. mystrom.ch, Preis: Fr. 39.–

Noch mehr Schaltmöglichkeiten bietet die Maxsmart Power Station, ebenfalls ein Schweizer Produkt. Die Steckdosenleiste bietet sechs einzeln per App schaltbare T13-Dosen und misst laufend den Energieverbrauch. Dazu kommen Master/Slave-, Timer- und Zufallsgeneratorfunktionen. So lässt sich durch unterschiedliche Schaltzeiten Anwesenheit simulieren, wenn man beispielsweise in den Ferien oder in der Oper ist.

Die Power Station lässt sich mit dem integrierten Powerline-Modul übers Stromnetz in ein PowerLAN-Netz integrieren oder über das mitgelieferte Ethernet-Kabel an den Internet-Router anschliessen. maxsmart.ch, Preis: Fr. 139.–

Die Maxsmart Power Station hat per App steuerbare Steckdosen.

Heizkosten senken, Komfort erhöhen

Stellen Sie sich vor, es gäbe eine Wunderbox, die Ihnen hilft, die Heizkosten und gleichzeitig den CO2-Ausstoss fürs Heizen um rund einen Drittel zu senken. Es gibt diese Box. Sie wurde in der Schweiz entwickelt, heisst NiQ und stammt von der Firma Neurobat. Das Gerät schafft es, durch die intelligente Nutzung von Wetter- und Gebäudedaten den Heizenergieverbrauch im Durchschnitt um 28 Prozent zu senken.

Besonders bei Einfamilienhäusern mit Ölheizungen rechnet sich die Installation nach wenigen Jahren und ist deutlich günstiger als beispielsweise der Einbau von besser gedämmten Fenstern oder als eine Verbesserung der Isolation. Die Box schont aber nicht nur das Portemonnaie und die Umwelt, sondern optimiert auch den Raumkomfort. Ist die gewünschte Raumtemperatur einmal festgelegt, entfällt für den Hauseigentümer jeglicher Aufwand. myniq.net

Die clevere Box NiQ nutzt Wetter- und Gebäudedaten, um den Heizenergieverbrauch automatisch zu senken.

Klarheit bei Haushaltsgeräten

Waschmaschinen, Trockner, Kühl- und Gefriergeräte, Geschirrspüler, Fernseher, Lampen – alle verbrauchen viel Strom und sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Die mehrfach preisgekrönte Ecogator-App bringt Übersicht in den Gerätedschungel und gibt Einblick in die Verbrauchsdaten von tausenden Elektrogeräten. Ecogator wartet als einzige Kaufberatungs-App mit einem Energielabel-Scanner auf: im Laden einfach das Energieklassenlabel einscannen und den Stromverbrauch der verschiedenen Geräte vergleichen und bewerten. Allerdings ist der Gerätekatalog der App auf den deutschen Markt fokussiert. Manche Kühlschränke, Waschmaschinen, Fernseher & Co. sind zwar auch hierzulande erhältlich, die Einbaugeräte nach CH-Norm 55 cm sind jedoch nicht enthalten. Mehr zu energiesparenden Elektrogeräten in der Schweiz findet sich unter www.topten.ch.

Darüber hinaus berechnet sie die Stromkosten pro Jahr oder über die gesamte Lebensdauer eines Geräts, liefert Energiespartipps und prüft das Energiesparwissen mit einem abwechslungsreichen Quiz. Praktisch, oder? ecogator.de, App gratis im iTunes App Store oder Google Play Store verfügbar.

Die Ecogator-App kennt tausende Elektrogeräte und ihren Stromverbrauch. Sie dient als Kaufberater und beinhaltet ein Energie-Quiz.
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Nutzen Sie technische Hilfsmittel zum Strom sparen?

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21 Kommentare zu “6 Tipps zum Stromsparen mit Gadgets und Apps

  1. Die Hinweise sind grösstenteils gut, auch wenn es meist darum geht, dass etwas verkauft werden soll.
    Ärgerlich finde ich den Hinweis auf die ecogator-App. Die ist vermutlich nützlich, kann aber nicht auf den Schweizermarkt eingestellt werden. Weshalb fehlt hier der Hinweis auf die Webpage topsten.ch?

    1. Technische Hilfsmittel zum Strom sparen?
      Natürlich: Da gibt es den Lichtschalter, die Zeitschaltuhr, die Steckdosenleiste mit Schalter, alles etwas altmodisch, aber es funktioniert sehr gut.
      Es scheint mir, die modernen technischen Hilfsmittel werden zunehmend zum Ersatz für den gesunden Menschenverstand. Dass wir uns mit immer mehr Gadgets und Apps zudecken, liesse also Schlüsse zu…
      Konkret: Dusche mit Sparbrause spart wohl mehr als 10 l Heisswasser (entsprechend 0.6 kWh Einsparung durchs Gadget), Wetteränderungen beeinflussen ein gut gebautes Haus kurzfristig nicht relevant, und beim Lüften hat man schon immer den Kopf gebraucht…
      Wenn ein Gerät 30% an Heizenergie sparen soll (das entspricht dem Verbrauch bei einer durchschnittlich mindestens 5 K tieferen Raumtemperatur), dann muss das eine ganz lausig isolierte Baracke sein, oder irgendjemand müsste statt einer Marketingschulung einen Physikkurs besuchen.

      1. Endlich mal jemand der nicht nur smart ist, sondern auch klartext spricht. Weiter so Andi, Du bist nicht der Einzige mit dieser gesunden Grundeinstellung.

    2. „Lieber Guido, danke für deinen Kommentar. Gerne gehen wir auf deine Anregungen ein: Manche der in der App enthaltenen Geräte sind in der Schweiz erhältlich, allerdings sind die Einbaugeräte nach CH-Norm leider nicht in der App enthalten. Wir werden das im Text gerne ausführlicher erläutern und wir geben dir Recht, der Hinweis zur Seite topten.ch darf nicht fehlen und wird gerne ergänzt. Danke für den Hinweis! Liebe Grüsse, Swisscom.“

  2. Wir schalten in unserer Wohnung am Abend grundsätzlich alle Lichter immer aus die nicht gebraucht werden. Wenn ich aber sehe, dass die gesamte Strassenbeleuchtung unserer Gemeinde die ganze Nacht hindurch vollständig eingeschaltet ist und sogar in meine Wohnung leuchtet sodass ich die Vorhänge ziehen muss um überhaupt dunkel im Schlafzimmer zu haben.Frage ich mich warum ich bei mir zuhause Strom sparen soll. Der Strom ist sowie so viel billiger als die Netzkosten und die Verwaltungs und Nebenkosten siehe Stromrechnung.

    1. Das ist leider ein viel gehörtes Argument – woanders findet man immer die grössere Energieverschwendung. – Das eine tun, das andere nicht lassen – das andere wäre, bei der Gemeinde vorstellig werden und unter Umständen politisch aktiv werden…

    2. Danke für Ihren Beitrag, mir geht es sehr ähnlich! Die öffentliche Strassenbeleuchtung die mir ins Schlafzimmer leuchtet aber noch viel schlimmer ist die private Wegbeleuchtung eines Nachbarn die mir seit 7 Jahren mein Schlafzimmer leuchtet (trotz geschlossener Fensterläden!) so dass ich im Bett ohne das Licht einzuschalten problemlos lesen könnte. Und letzten Winter brannte ganze drei Monate lang die Beleuchtung auch tagsüber also waren zwei Lampen mit Leuchtstoffröhren 24 Std. in Betrieb und dies obwohl ich den Nachbarn 2mal darauf hingewiesen habe, da er morgens im Dunkeln aus dem Haus geht und abends wenns dunkel ist erst zurückkehrt. Seine lapidare Bemerkung es seien ja Stromsparlampen! Ganz nach dem Motto „MUSS DAS LICHT EINSCHALTEN UM STROM ZU SPAREN, HABE SCHLIESSLICH STORMSPARLAMPEN!

  3. Ich finde diese Thematik sehr spannend. Der Ansatz ist absolut Richtig: „Was du nicht misst, kannst du nicht managen“!

    Wieso ist eigentlich das Swisscom-Produkt „Smatlife“ in dem Bericht nicht namentlich erwähnt? Ist Smartlife bereits schon wieder abgeschrieben?

    1. Lieber Michael, danke für deinen Kommentar! Es freut uns, dass beim Stichwort „Smart Home“ dir unser Produkt SmartLife in den Sinn kommt. Bei SmartLife handelt es sich um ein Sicherheitssystem und in diesem Beitrag wollten wir uns auf Gadgets rund ums Thema Energiesparen fokussieren. Liebe Grüsse, Swisscom.

  4. Die Tipps sind gut, schade dass diese Zwischenstecker so teuer sind. In einem 4-Personen Haushalt mit etlichen Geräten summiert sich das in hunderte von Franken.

  5. Pit
    Die Tipps sind ja gut und recht, aber Swisscom würde wohl besser zuerst bei den eigenen Produkten auf massiv bessere Effizienz, Wirkungsgrad und Abschaltbarkeit achten.
    Ich habe neu Swisscom TV installiert. Für drei Fernseher wurden drei W-Lan Übertrager, drei Mediaboxen und dazugehörig 6 Netzgeräte. Alle 12 Geräte, die recht warm werden (auch im Leerlauf) können nicht befriedigend ausgeschaltet werden, da es beim Wiedereinschalten immer wieder sehr mühsame Verbindungsprobleme gibt.
    Lieb Swisscom konzentrieren sie sich besser auf ihre hausgemachten x-tausendfach installierten Energieschleudern, da könnten sie viel zum Energiesparen beitragen.

    1. Lieber Peter
      Wir danken dir für dein Vertrauen in Swisscom TV und deine Anregung zum Thema Energie sparen. Swisscom bemüht sich nach Möglichkeiten, den Stromverbrauch der eigenen Infrastruktur zu senken. Durch Effizienzmassnahmen im Internet und den Rechenzentren konnen bereits viele Millionen Kilowattstunden eingespart werden. Auch der Stromverbrauch unserer Endgeräte ist uns ein Anliegen. So konnte der Verbrauch der TV-Boxen nochmals um 40% gesenkt werden gegenüber der letzten Generation TV-Boxen.

      Du hast Recht, dass die Versorgung von 3 Fernsehgeräten über WLAN in einem Haushalt nicht sehr energieeffizient ist, da eine Vielzahl von Geräten nötig ist. Dies auch wenn die einzelnen Geräte schon stark verbessert wurden. Wir bemühen uns weiter um die Verbesserung dieser Situation und nehmen deine Kritik ernst. Kurzfistig gäbe es nur die Möglichkeit, die Verbindung via LAN-Kabel zu gewährleisten. In den meisten Haushalten ist dies aber deutlich aufwendiger als via WLAN. Falls wir dich dazu beraten dürfen, bitten wir um eine Antwort. Liebe Grüsse, Swisscom.

  6. Hallo Zame ,
    diese Gadget sind aber nicht organisch gebaut oder?
    Denkt man an die Effizienz mit denen Gadget? Es wäre vernüftig uns solchen Abrechnungen doch zur Verfügung zu stellen …statt nur den Preis…! oder?
    also Wie viele graue Energie und wie viele Energie Verbrauch für die Erstellung solchen Geräte? Wenn ich sparsam mich Dusche, denke ich, muss ich mich für die ewigkeit duschen um diese graue Energie (Aufbau, transport, Nutzung von solchen Gerät) decken.

    Persöhnlich denke ich, dass selbst Gehirn und selber benehmen ist sparsamer als dies Tchnologie zu verwenden …
    und zulezt
    Was ist die Marge von Swisscom mit dem Buisness?

    Danke für eine ehrliche Antwort
    JC

    1. Lieber Jacques, danke für deinen Kommentar! Du hast Recht damit, dass für die Herstellung der Gadgets natürlich auch (so genannte graue) Energie benötigt wird. Wir denken aber doch, dass nur schon der Motivationseffekt solcher Gadgets viel zum energieeffizienten Verhalten eines Konsumenten beitragen kann. Eine energieeffiziente Produktion ist natürlich der nächste wünschenswerte Schritt. Liebe Grüsse, Swisscom.

    2. Lieber Jacques Christinet

      Vielen Dank für Ihre Nachricht. Gerne gehen wir vom Amphiro-Team auf Ihre Fragen ein.

      Die Frage nach der grauen Energie wird nicht allzu häufig gestellt, daher haben wir noch keine Angaben dazu auf der Homepage veröffentlicht. Natürlich sind wir aber der Frage schon selbst nachgegangen, denn uns als ETH-Spinoff interessiert dies natürlich besonders. Wir kommen überschlagsmässig und bei Unsicherheiten zu unseren Ungunsten gerechnet auf folgende Resultate: Durchschnittlichen jährlichen Einsparungen von 96 kg CO2 stehen, je nach verwendeter Stoffdatenbank, Berechnungsmethode etc. zwischen 5 und 8 kg (!) für Material (einschliesslich Gewinnung), Produktion, Transport und Versand gegenüber.

      Dies mag erstaunen – aber die Warmwasser-Bereitung ist nun einmal enorm energieintensiv, und die verwendeten Materialien und Produktionsmethoden sind mit Bedacht ausgewählt. Wir fertigen übrigens in Westeuropa nach hohen Umweltstandards.

      Die Universitäten Bonn, Lausanne und die ETH Zürich haben die Wirkung des Gerätes recht genau in über 3200 Haushalten untersucht. Personen, die die Feedback-Informationen erhalten, erzielen die genannten Einsparungen; Personen, die die Informationen nicht erhalten, erzielen sie nicht. Da die Teilnehmer zufällig in Treatment- (erhalten Feedback) und Kontrollgruppe (erhalten kein Feedback) zugewiesen wurden, ist Interesse, Einstellung, Hirn, etc. in beiden Gruppen gleich, und die Effekte lassen sich auf das Gerät zurückführen. Die Studie wird übrigens derzeit in einer sehr renommierten Fachzeitschrift (Management Science) nach einem rigorosen Begutachtungsprozess veröffentlicht. Interessanterweise hat die Studie auch herausgefunden, dass das Gerät auch bei Personen wirkt, die nicht an die Wirkung des Gerätes glauben.

      Die Swisscom erhält von uns keine Marge; wir freuen uns, in ihrem Newsletter genannt zu sein und haben dafür nichts bezahlt. Unsere Marge ist sehr klein, wir werden auch im nächsten Jahr die Entwicklungskosten nicht einspielen können – aber sicher einen schönen Beitrag zu den Energie- und Effizienz-Zielen geleistet haben. Wir hoffen natürlich, dass sich unser Produkt in absehbarer Zeit auch finanziell auszahlt, aber bis dahin müssen wir noch einen weiten Weg gehen.

      Mit freundlichen Grüssen
      Das Amphiro-Team

    3. Graue Energie ist ein sehr komplexes Thema. Am Schluss wird das Geld für ein anderes Produkt ausgegeben und die Graue Energie ebenso verbraucht – das ist das generelle Problem der Konsumgesellschaft.
      Was aber auf jeden Fall klar und deutlich zu kommunizieren ist, ist der Eigenverbrauch der Gadgets. Falls sie z.B. nur einen modernen Bildschirm schalten, brauchen sie selbst schon mehr Strom.

  7. Im Mail von Swisscom mit dem Link zu diesem Thema steht „Der Schweizer verbraucht jährlich über 6’000 Watt Energie, …“.
    Der Verfasser disqualifiziert sich selber, wenn er in einem so wichtigen Thema nicht einmal Leistung und Energie auseinanderhalten kann! Ich unterstütze deshalb den Ansatz von Kommentarschreiber Andreas Wüthrich, die Marketingleute zuerst in den Physikkurs zu schicken, bevor sie sich diesem Thema widmen.
    Technik am richtigen Ort ist gut, im privaten Haushalt wird in 99% der Fälle der LowTec-Ansatz genügen – also Reduktion auf das Wesentliche, den gesunden Menschenverstand ein-, und das Handy (als Überwachungszentrale) auch mal auszuschalten. Der einzig richtige Ansatz, um die Leute zum Sparen zu animieren, ist und bleibt eine Erhöhung der Energiepreise – weg von den heutigen Subventionierungen zu einer sachgerechten und verbraucherorientierten Vollkostenrechnung.
    Danke für eine Antwort von einer Person, die auch die Grundlagen der Physik kennt.
    Hans Dörig

    1. Herr Dörig, wenn Sie schon jemanden kritisieren, dann bitte schauen Sie, dass auch Sie einen fehlerfreien Artikel verfassen. Jeder Schweizer verbrauch nicht 6000 Watt Leistung sondern 6000 kWa (Kilo bedeutet das tausendfache:-)). 6000 Watt fallen bei 3 stündigem Kochen an…
      Grüsse

      1. Danke für die Rückmeldung Maegherinho – Nun sind Sie gleich mehrfach falsch. Ich wiederhole mich, wenn ich sage, dass Leistung und Energie physikalisch nicht dasselbe sind – genau diesen Blödsinn hat ja die Swisscom in ihrem Mail geschrieben. Aus diesem Grund ist auch Ihre Berechnung völliger Blödsinn. Eine 4-köpfige Familie bezieht heute durchschnittlich ca. 5000 kWh elektrische Energie. Ihre Angabe von 6000 kWa entspricht einer Energie von rund 52’560’000 kWh!!! Dies würde dann rund CHF 10 Mio. kosten im Jahr. Eine Kochherdplatte mit einer Leistung von 2 kW (18 cm – Blitzkochplatte) „verbraucht“ in 3 Stunden eine Energie von 6 kWh. Verbraucht ist deshalb in Anführungs- und Schlusszeichen, weil Energie nicht verbraucht werden kann – die Energie wird nämlich elektrisch – thermisch umgewandelt.
        Also Maegherinho, nochmals genau hinschauen und rechnen.
        Übrigens operiere ich nicht unter einem Synonym und stehe für meine Aussagen hin.
        Gruss Hans Dörig

  8. Ich habe mir einen Energy Control Switch gekauft. In den Swisscom-Shops ist er aber trotz anderweitiger Informationen im Internetshop nicht erhältlich und auch nicht bekannt, geschweige, dass beraten werden könnte.

  9. Disqus mag eine gute Idee bzw. Unternehmung sein und dass Swisscom diese benutzt, ist auch in Ordnung, aber dass die Grundregeln, Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärung nur auf Englisch vorhanden sind, ist meiner Meinung nach ungenügend.

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