8 Tipps für höhere Bandbreite zuhause
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8 Tipps für höhere Bandbreite zuhause

Ist das Internet langsam, liegt das nicht unbedingt an einer Netzwerk-Panne oder am zu kleinem Abo. Oft reicht es, zuhause den WLAN-Empfang zu verbessern. Acht Tipps für die Optimierung.

Zuhause schneller surfen

Ist der Internet-Speed per DSL an Ihrem Wohnort zu langsam, erhöht der Internet-Booster das Tempo per Mobilfunk bis auf 100 MBit/s. Das Zusatzgerät kann einfach am Fenster installiert werden und leitet das mobile Internet an den Router weiter.

Im Swisscom Shop finden Sie das nötige Equipment, um das heimische WLAN zu beschleunigen, wie: WLAN-Box, zusätzlicher Access Point und Powerline-Adapter. Zusätzliche Hilfe finden sie bei den Netzwerkprodukten, im Online-Ratgeber sowie mit dem Download der Software My Swisscom Assistant

Der Experte

Sandro Stutz ist bei Swisscom seit 8 Jahren für Neuinstallationen, Beratungen und Störungsbehebungen vor Ort im Bereich Telefonie, Internet und Swisscom TV zuständig.

Was für ein Ärger: Da leistet man sich ein teures Internet-Abo, doch beim Streaming per WLAN ruckeln die Bilder und die Downloads dauern Ewigkeiten. Was kann man dagegen tun? Der Swisscom-Techniker Sandro Stutz gibt seine besten Tipps preis, wie man die WLAN-Bandbreite im eigenen Haushalt erhöhen kann.

1. Router richtig platzieren und ausrichten

Damit der WLAN-Empfang möglichst in alle Räume gelangt, sollte der Router an einem zentralen Ort aufgestellt werden. Wichtig: Befindet sich der Router hinter dem Fernseher oder einem Möbel, vermindert dies die Reichweite. Auch nahe gelegene Bluetooth-Geräte, Mikrowellen und sogar grosse Pflanzen können zur Störquelle werden.

2. WLAN erweitern mit Repeater

Gelangt das Netz trotzdem nicht in alle Ecken der Wohnung oder des Hauses, lässt es sich erweitern. Eine Möglichkeit ist der Einsatz eines WLAN-Repeaters. Diesen steckt man in eine Steckdose, die sich etwa auf halbem Weg zwischen dem Router und der WLAN-freien Zone befindet. Dort dient er als Brücke und leitet das Signal vom Router an die Endgeräte weiter. Alles, was Sie tun müssen, ist, den Repeater mit dem eigenen WLAN zu koppeln. Das ist ein einfacher Eingriff, der in der Bedienungsanleitung des Repeaters beschrieben wird. Nachteil: Die Datengeschwindigkeit wird um rund 50 Prozent reduziert.

Für Swisscom Kunden, die Zuhause die Internet-Box 2 verwenden gibt es seit dem 12. Dezember 2017 noch eine weitere Möglichkeit: Die WLAN-Box. Diese ist WLAN-Repeater und WLAN-Access-Point (siehe Punkt 6.) in einem; und kann auch eine Verbindung zwischen Swisscom TV-Box und Router herstellen.

 

Die neue WLAN-Box ist eine Kombination aus einem WLAN-Repeater und einem Access Point.

3. Zusätzliche Antenne oder WLAN-Stick anschliessen

Manche Router verfügen über eine Buchse (SMA-Standard), an der Sie eine zusätzliche Antenne anschliessen können. Diese ist relativ günstig und kann die Reichweite des WLANs erheblich erweitern. Ein weiteres Hilfsmittel ist ein Turbo-WLAN-Stick, der am Windows-PC dafür sorgt, dass die Verbindung zum WLAN-Router besser wird. Der Stick kann auch bei PCs eingesetzt werden, die über keine integrierte WLAN-Funktion verfügen.

4. Kabel benutzen

Geräte, die nicht unbedingt über WLAN verbunden werden müssen – wie etwa der Fernseher, das Internetradio oder der Desktop-PC im Arbeitszimmer – verbinden Sie besser per Ethernet-Kabel mit dem Router. Grundsätzlich sind Kabel innerhalb der Wohnung dem WLAN vorzuziehen: Sie sind störungsärmer und zudem wird damit das WLAN für andere Geräte nicht unnötig belastet.

5. Powerline verwenden

Powerline-Adapter nutzen die im Haus installierten Stromkabel als Datenverbindungen. Diese einfache Lösung ermöglicht es, in weiter entfernten oder durch dicke Wände gut abgeschirmten Räumen das Internet zu nutzen. Dazu wird ein erster Powerline-Adapter an eine Steckdose in der Nähe des Routers eingesteckt, und ein zweiter in der Nähe des Empfangsgeräts, wo man ihn via Ethernet-Kabel mit dem Gerät verbindet oder einen WLAN-Access-Point anschliesst.

Mit dem Powerline-Adapter kommen die Daten aus der Steckdose.

Und noch drei Profi-Tipps:

6. WLAN erweitern mit zweitem Access Point

Anstelle eines Repeaters lässt sich das WLAN auch mit einem zusätzlichen Access Point erweitern – also einem zusätzlichen WLAN. Dies geschieht entweder mittels eines kleinen Zusatzgeräts oder einem weiteren WLAN-Router, den man per Ethernet-Kabel (LAN Kabel) am bestehenden Router anschliesst. Wenn keine direkte Ethernet-Verbindung vom Router zum Access Point möglich ist, kann dies auch über Powerline verbunden werden. In der Anleitung des Access Points ist die Installation und die notwendige Konfiguration von WLAN beschrieben. Auch die WLAN-Box von Swisscom erweitert die WLAN-Reichweite der Internet-Box 2. Die Installation erfolgt einfach per Knopfdruck.

Ein zusätzlicher Access Point erweitert das heimische WLAN.

Zugriff auf den Router

Um beim Router die Einstellungen zu ändern, muss man bei den meisten Geräten via Browser auf das Menü zugreifen. Der Zugriff auf den Router ist in der Bedienungsanleitung beschrieben. Üblicherweise klappt dies, indem man in der Adresszeile des Browsers die IP-Adresse aus der Bedienungsanleitung eingibt. Bei der Horizon-Box von UPC klappt dies beispielsweise via gwlogin.net, bei vielen andern Routern gelangt man mit den IP-Adressen 192.168.1.1 oder 192.168.0.1 zu den Einstellungen. Verwenden Sie einen Swisscom-Router, können Sie mit dem Programm My Swisscom Assistant Einstellungen vornehmen.

7. Funkfrequenz wählen

Standardmässig funkten Router lange Zeit nur auf dem 2,4-GHz-Band. Das Problem: Diese Frequenz nutzen auch Geräte wie Rauchmelder, Bewegungssensoren, Bluetooth-Geräte – und vor allem: die meisten anderen Router. Neue Router nutzen zusätzlich auch 5 GHz und umgehen somit mögliche Störquellen. Verfügt Ihr Router über beide Frequenzen (Dualband-WLAN), wählt ihr Gerät automatisch die Frequenz mit der besseren Verbindung. Dies ist zum Beispiel bei der Internet-Box 2 von Swisscom der Fall.

Ob diese Automatik bei Ihrem Router eingestellt ist, sehen Sie in den WLAN-Einstellungen. Beide Netze (2,4 GHz und 5 GHz) nutzen in diesem Fall dieselbe SSID (WLAN-Name) und verwenden das gleiche Passwort. Einige Geräte haben eine zusätzliche Einstellung für WLAN-Band-Steering. Diese steuert das WLAN immer über das optimale Netz und muss aktiv sein.

8. Funkkanal ändern

Das WLAN wird pro Frequenz in verschiedene Kanäle unterteilt, wovon der Router gleichzeitig aber nur einen nutzen kann. Generell gilt für eine gute Verbindung, einen Kanal zu wählen, der von möglichst wenigen anderen Routern in der Umgebung genutzt wird. Besitzt der WLAN-Router eine Autokanalfunktion, ermittelt er bei der Erstinstallation einen von der Nachbarschaft wenig genutzten Kanal. Weil sich diese Ausnutzungen mit der Zeit ändern können, gibt eine WLAN-Analyse Aufschluss darüber, wie die Kanäle genutzt werden. Dies lässt sich zum Beilspiel mit der Android-App Wifi Analyzer machen. Übrigens: Eine Kanalfixierung im 5-GHz-Netz ist nicht nötig, da stets genügend Kanäle zu Verfügung stehen.

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4 Kommentare zu “8 Tipps für höhere Bandbreite zuhause

  1. Ich habe ein Router RTV1900VW .Der funktioniert eiwandfrei….bis auf das gelieferte Y Kabel ,der leider nur 30 cm. lang. Längere ,oder eine Verlängerung gibt es laut Auskunft nicht. Ich brauche aber um den Router 1 meter verlegen zu können um die Abschirmung von meinen Kamin(Blech)zu vermeden.
    Hilfe
    MfG
    F.kaubek

    1. Guten Tag Herr Kaubek
      Wir haben Ihr Anliegen weitergeleitet an den Support. Sie werden von uns eine Antwort erhalten.
      Freundliche Grüsse
      Für die Redaktion: Andreas Heer

  2. Guten Tag

    Wir haben eine Internetbox 2 und einen WLan Repeater. Macht es Sinn den Repeater mit einer WLAN Box auszutauschen? Die Reichweite des jetztigen Repeaters ist nur bedingt befriedigend….

    1. Guten Tag Frau Trauffer
      Wenn der Repeater über WLAN verbunden ist, könnte eine WLAN-Box eine Verbesserung bringen, indem die Box über ein Ethernet-Kabel verbunden wird. Um Ihre Frage aber zufriedenstellend zu beantworten, benötigen wir mehr Informationen über Ihre Netzwerksituation. Sie können uns gerne über einen der folgenden Wege kontaktieren: http://www.swisscom.ch/kontakt
      Freundliche Grüsse aus der Redaktion
      Andreas Heer

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