9 Tipps für höhere Bandbreite zu Hause
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9 Tipps für höhere Bandbreite zu Hause

Ist das Internet langsam, liegt das nicht unbedingt an einer Netzwerk-Panne oder am tiefen Speed der Verbindung. Oft reicht es aus, zu Hause der Empfang des WLAN zu verbessern. Neun Tipps für die Optimierung.

Was für ein Ärger: Da leisten Sie sich ein schnelles Internet-Abo, doch beim Streaming übers WLAN ruckeln die Bilder, und Downloads dauern eine Ewigkeit. Was können Sie dagegen tun? Die besten Tipps von Swisscom Technikern und der Swisscom Community helfen, die WLAN-Bandbreite und damit die Geschwindigkeit im eigenen Haushalt zu erhöhen.

Zuhause schneller surfen

Im Swisscom Shop finden Sie das nötige Equipment, um das heimische WLAN zu beschleunigen, wie: WLAN-Box, zusätzlicher Access Point und Powerline-Adapter. Zusätzliche Hilfe finden sie bei den Netzwerkprodukten, im Online-Ratgeber sowie mit dem Download der Software My Swisscom Assistant.

1. Router richtig platzieren und ausrichten

Damit der WLAN-Empfang möglichst in allen Räumen gleich gut ist, sollten Sie den Router (beispielsweise die Swisscom Internet-Box) an einem zentralen Ort aufstellen. Wichtig: Befindet sich der Router hinter dem Fernseher oder einem Möbel, vermindert dies die Reichweite. Auch nahe gelegene Bluetooth-Geräte, Mikrowellen und sogar grosse Pflanzen können zur Störquelle werden. (Beton-)Mauern dämpfen das Drahtlosnetz zusätzlich.

2. WLAN mit Repeater erweitern

Gelangt das Netz trotzdem nicht in alle Ecken der Wohnung oder des Hauses, lässt es sich erweitern. Eine Möglichkeit ist der Einsatz eines WLAN-Repeaters. Diesen positionieren Sie idealerweise etwa auf halbem Weg zwischen dem Router und der WLAN-freien Zone. Dort dient er als Brücke und leitet das Signal vom Router an die Endgeräte weiter. Alles, was Sie tun müssen, ist, den Repeater mit dem eigenen WLAN zu koppeln. Das ist ein einfacher Eingriff, der in der Bedienungsanleitung des Repeaters beschrieben wird. Der grosse Nachteil: Die Datengeschwindigkeit reduziert sich um rund 50 Prozent.

Dieses Manko lässt sich beheben, indem Sie den Repeater via Netzwerkkabel mit dem Router verbinden – ein Gerät mit Ethernet-Anschluss vorausgesetzt. Swisscom Kunden, die zu Hause die Internet-Box 2 verwenden, können dafür die WLAN-Box einsetzen. Sie ist WLAN-Repeater und WLAN-Access-Point (siehe Punkt 6.) in einem und kann auch die TV-Box mit dem Router verbinden.

 

Die WLAN-Box ist eine Kombination aus einem WLAN-Repeater und einem Access Point.

3. Zusätzliche Antenne oder WLAN-Stick verwenden

Manche Router verfügen über eine Buchse nach dem SMA-Standard, an der Sie eine zusätzliche Antenne anschliessen können. Eine solche ist recht günstig und kann die Reichweite des WLAN erheblich erweitern. Ein weiteres Hilfsmittel ist ein Turbo-WLAN-Stick, der am Windows-PC für besseren WLAN-Empfang sorgt. Einen solchen USB-Stick können Sie auch bei PCs einsetzen, die über keine integrierte WLAN-Funktion verfügen.

 

Weshalb ist das WLAN langsam?

Ein WLAN (Wireless Local Area Network, deutsch «drahtloses lokales Netzwerk») ist bildlich gesprochen eine Hauptstrasse. Alle Verkehrsteilnehmer – Computer, TV-Box, Smartphone, Spielkonsole, intelligente Lautsprecher etc. – teilen sich dieselbe Strasse. Je mehr Teilnehmer unterwegs sind, umso geringer wird der Platz für jeden einzelnen. Die Bandbreite nimmt ab. Diese Situation verschlimmert sich, wenn «Schwertransporter» unterwegs sind, die viel Platz benötigen: Betriebssystem-Updates, Film-Streaming und dergleichen. Sind zu viele Verkehrsteilnehmer gleichzeitig im WLAN, passiert das Gleiche wie auf der Strasse: Es kommt zu Staus, die Geschwindigkeit nimmt ab, der Netflix-Stream kommt ins Stocken.

«Baustellen» verschlimmern die Situation zusätzlich: Schlechter Empfang oder das WLAN des Nachbarn schränken die Bandbreite ein. Alle diese Faktoren können die Internet-Geschwindigkeit ausbremsen, unabhängig vom gewählten Abo und der effektiven Bandbreite des Internet-Zugangs.

 

4. Kabel benutzen

Geräte, die nicht unbedingt über WLAN verbunden werden müssen – wie die TV-Box, das Internetradio oder der Desktop-PC im Arbeitszimmer – verbinden Sie besser per Ethernet-Kabel mit dem Router. Grundsätzlich sind Kabel innerhalb der Wohnung dem WLAN vorzuziehen: Sie sind störungsärmer, bieten eine höhere Bandbreite und belasten das WLAN für andere Geräte nicht unnötig.

5. Powerline verwenden

Powerline-Adapter nutzen die im Haus installierten Stromkabel als Datenverbindungen für ein LAN. Diese einfache Lösung ermöglicht es, in weiter entfernten oder durch dicke Wände gut abgeschirmten Räumen das Internet zu nutzen. Dazu wird ein erster Powerline-Adapter an eine Steckdose in der Nähe des Routers eingesteckt und ein zweiter in der Nähe des Empfangsgeräts. Dort verbinden Sie ihn via Ethernet-Kabel mit einem Computer oder einem WLAN-Access-Point. Damit Powerline funktioniert, müssen die verwendeten Steckdosen allerdings am gleichen Stromkreis angeschlossen sein, normalerweise also an derselben Sicherung liegen.

Powerline: Lan übers Stromnetz.
Powerline-Adapter übertragen Daten via Stromnetz.

6. WLAN erweitern mit zweitem Access Point

Anstelle mittels drahtlosem Repeater lässt sich das WLAN auch mit einem zusätzlichen Access Point erweitern – also einem zusätzlichen WLAN. Dies geschieht entweder über ein kleines Zusatzgerät oder einen weiteren WLAN-Router, den Sie per Ethernet-Kabel am bestehenden Router anschliessen. Wenn keine direkte Ethernet-Verbindung vom Router zum Access Point möglich ist, können Sie die Geräte auch über Powerline verbinden. In der Anleitung des Access Points ist die Installation und die notwendige Konfiguration des WLAN beschrieben. Auch die WLAN-Box von Swisscom erweitert die WLAN-Reichweite der Internet-Box 2. Die Installation erfolgt einfach per Knopfdruck.

Zugriff auf den Router

Um beim Router die Einstellungen zu ändern, muss man bei den meisten Geräten via Browser auf das Menü zugreifen. Der Zugriff auf den Router ist in der Bedienungsanleitung beschrieben. Dort finden Sie auch die IP-Adresse oder den Domain-Namen. Diese Information geben Sie in die Adresszeile des Browsers ein. Verwenden Sie einen Swisscom-Router, können Sie mit dem Programm My Swisscom Assistant Einstellungen vornehmen.

7. Funkfrequenz wählen

Standardmässig funkten WLAN-Router lange Zeit nur auf dem 2,4-GHz-Band. Das Problem: Diese Frequenz nutzen auch Geräte wie Rauchmelder, Bewegungssensoren, Bluetooth-Geräte, drahtlose Boxen – und vor allem die meisten anderen Router. Neue Router nutzen zusätzlich auch 5 GHz und umgehen somit mögliche Störquellen. Verfügt Ihr Router über beide Frequenzen (Dualband-WLAN), wählt ihr Gerät automatisch die Frequenz mit der besseren Verbindung. Dies ist zum Beispiel bei der Internet-Box 2 von Swisscom der Fall.

Ob diese Automatik bei Ihrem Router eingestellt ist, sehen Sie in den WLAN-Einstellungen. Beide Netze (2,4 GHz und 5 GHz) nutzen in diesem Fall dieselbe SSID (der Name des WLAN) und verwenden das gleiche Passwort. Einige Geräte haben eine zusätzliche Einstellung für WLAN-Band-Steering. Diese steuert das WLAN immer über das optimale Netz und muss aktiv sein.

8. WLAN-Funkkanal des Routers ändern

Bandbreiten im WLAN und Ethernet

Um das Bild von oben wieder aufzunehmen: WLANs stellen verschiedene Strassen dar. Die maximal erlaubte Geschwindigkeit – die Bandbreite – hängt dabei vom verwendeten Standard ab. Heute geläufig sind 802.11n und 802.11ac. Sie erlauben in der Praxis Bandbreiten zwischen 150 Mbit/s und 1 Gbit/s Damit ist das heimische WLAN im Optimalfall maximal so schnell wie ein schneller Internet-Zugang. Die kryptischen Bezeichnungen gehören bald der Vergangenheit an und werden vereinfacht: aus 802.11n wird Wi-Fi 4, aus 802.11ac Wi-Fi 5. Der nächste Standard heisst konsequenterweise Wi-Fi 6.

Im kabelgebundenen lokalen Netz sind zwei Bandbreiten häufig: 100 Mbit/s und 1 Gbit/s. Der Wert ist abhängig von den verwendeten Ethernet-Kabeln und den eingesetzten Geräten (Netzwerkanschluss beim Computer, Router). Da jedes kabelgebundene Gerät über eine eigene «Strasse» verfügt, steht auch jedem Gerät in einem LAN die maximale Bandbreite zur Verfügung.

Das WLAN wird pro Frequenz in verschiedene Kanäle unterteilt, wovon der Router gleichzeitig aber nur einen nutzen kann. Generell gilt für eine gute Verbindung, einen Kanal zu wählen, der von möglichst wenigen anderen Routern in der Umgebung genutzt wird. Besitzt der WLAN-Router eine Autokanalfunktion, ermittelt er bei der Erstinstallation einen von der Nachbarschaft wenig genutzten Kanal. Weil sich die Kanalnutzung mit der Zeit ändern kann, gibt eine WLAN-Analyse Aufschluss über die aktuelle Situation. Eine Analyse lässt sich beispielsweise mit der Android-App Wifi Analyzer durchführen. Übrigens: Eine Kanalfixierung im 5-GHz-Netz ist nicht nötig, da stets genügend Kanäle zu Verfügung stehen.

9. WLAN-Gerätestandorte optimieren

Wenn Sie in die Tiefen des Netzes eintauchen wollen: Die App NetSpot ist ein Analyse-Tool für die optimale Planung ihres WLAN-Netzwerkes und läuft unter Windows, macOS und Android. Mit dem Standortgutachten sammeln Sie Informationen über die Abdeckung und erstellen eine umfassende «Heatmap» Ihres Netzwerks. Das hilft Ihnen, Router und Access Points so zu platzieren, dass Sie in allen Räumlichkeiten möglichst guten WLAN-Empfang haben.

 

Aktualisierte und ergänzte Version eines Artikels vom Januar 2018.

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8 Kommentare zu “9 Tipps für höhere Bandbreite zu Hause

  1. Ich habe ein Router RTV1900VW .Der funktioniert eiwandfrei….bis auf das gelieferte Y Kabel ,der leider nur 30 cm. lang. Längere ,oder eine Verlängerung gibt es laut Auskunft nicht. Ich brauche aber um den Router 1 meter verlegen zu können um die Abschirmung von meinen Kamin(Blech)zu vermeden.
    Hilfe
    MfG
    F.kaubek

    1. Guten Tag Herr Kaubek
      Wir haben Ihr Anliegen weitergeleitet an den Support. Sie werden von uns eine Antwort erhalten.
      Freundliche Grüsse
      Für die Redaktion: Andreas Heer

  2. Guten Tag

    Wir haben eine Internetbox 2 und einen WLan Repeater. Macht es Sinn den Repeater mit einer WLAN Box auszutauschen? Die Reichweite des jetztigen Repeaters ist nur bedingt befriedigend….

    1. Guten Tag Frau Trauffer
      Wenn der Repeater über WLAN verbunden ist, könnte eine WLAN-Box eine Verbesserung bringen, indem die Box über ein Ethernet-Kabel verbunden wird. Um Ihre Frage aber zufriedenstellend zu beantworten, benötigen wir mehr Informationen über Ihre Netzwerksituation. Sie können uns gerne über einen der folgenden Wege kontaktieren: http://www.swisscom.ch/kontakt
      Freundliche Grüsse aus der Redaktion
      Andreas Heer

  3. Wir haben Probleme mit dem WLAN bzw es ist extrem langsam und in einigen Zimmern haben wir quasi keinen Empfang. Daher möchten wir das 5GHz ausschalten und das WLAN als 2,4 GHz laufen lassen. Jedoch kann ich nirgends eine Anleitung dazu finden. Kann mir jemand helfen?

  4. Hallo
    Ich habe die Box 2 sowie den Booster.
    Zwei TV gleichzeitig gehen knapp wenn nicht auf HD geschaut wird. Wird aber bei einem TV über Teleclub ein Sportmatch gemietet, kommt beim anderen Gerät die Meldung, dass die kompletten Signale bereits beansprucht werden.
    Was gibt es für Möglichkeiten ???

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