Apps für den Familienalltag: Kalender, sicheres Internet, Chat, Einkauf
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Mit diesen Apps organisieren Sie den Familienalltag

Wieso hängt eigentlich der Familienkalender noch an der Wand, wenn doch längst jedes Familienmitglied ein Smartphone oder Tablet hat? Mit diesen Apps organisieren Sie nicht nur private Aktivitäten, sondern auch den Einkauf digital. Und ersetzen gleich noch WhatsApp durch eine sichere Alternative.

Sie sind an der Arbeit und schauen auf Ihren geschäftlichen Kalender. Da fällt Ihnen ein, dass Ihre Tochter noch Geld für den FC-Grillabend mitnehmen sollte. Und hat sie an den Termin gedacht, der dick angestrichen im Familienkalender steht? Schnell schicken Sie ihr eine Chat-Nachricht. Und überhaupt, hat jemand die Würste eingekauft?

Alltag, wie er in jeder Familie vorkommt. Und Alltag, der sich mit den folgenden Apps bequem digital organisieren lässt. Da ohnehin jedes Familienmitglied ein Smartphone oder ein Tablet hat (ausser die Jüngsten), wieso nicht gleich den Familienplaner als App nutzen? Aber auch, wenn Sie bloss eine sichere Alternative zu WhatsApp für den Familien-Chat suchen, werden Sie bei diesen Apps fündig – die mehrheitlich in der Schweiz entwickelt wurden.

SHUBiDU, der digitale Familienkalender

App für den digitalen FamilienkalenderDie Schulreise des Jüngsten, der Fussball-Match der Tochter, dann noch die Vereins-GV und der Tierarzttermin für Kater Schnurrli: Alle diese Termine bringt SHUBiDU zusammen. Die App ersetzt den klassischen Familienkalender an der Wand. Der Clou dabei: Im Termin lässt sich auch festhalten, welcher Elternteil denn jetzt die Tochter anfeuern geht und wer den Sohn an den Treffpunkt bringt.

Die verschiedenen Anlässe lassen sich zwischen den Smartphones der Familienmitglieder synchronisieren. Die Daten werden in der Schweiz gespeichert. Die Kalender lassen sich zudem in Apples iCloud, den Google Kalender und Outlook integrieren. Hierfür ist allerdings die Premium-Variante von SHUBiDU notwendig, die Swisscom Kunden kostenlos erhalten.

Android: SHUBiDU, kostenlos
iOS:
SHUBiDU, kostenlos

Bring!, die smarte Einkaufsliste

Bring! Die Einkaufsliste fürs SmartphoneDer Klassiker: Erst an der Kasse beim samstäglichen Wocheneinkauf kommt einem wieder in den Sinn, was man vergessen hat. Die Zürcher Poschtizettel-App Bring! leistet da nützliche Einkaufshilfe. Denn die Einkäufe lassen sich bequem fortlaufend unter der Woche erfassen. Und im Laden per Fingertipp abhaken. Dank teilbaren Listen kann zudem jedes Familienmitglied seine Favoriten selbst eintragen. Das tönt wenig spektakulär. Aber seit der Autor Bring! nutzt, ist zu Hause noch nie das WC-Papier ausgegangen (ein Vergessensklassiker).

Android: Bring!, kostenlos (in-App-Käufe)
iOS:
Bring!, kostenlos (in-App-Käufe)

Wire, die WhatsApp-Alternative für Familien-Chats

Wire, Messenger-Alternative zu WhatsAppDie Messenger-App WhatsApp ist so verbreitet wie umstritten. Berichte über Sicherheitslücken und die Datensammelwut der Herausgeberin Facebook sorgen für Zweifel an Datenschutz und -sicherheit. Und seit WhatsApp vor einem Jahr das Mindestalter für die Nutzung in Europa auf 16 Jahre angehoben hat, ist die App zumindest offiziell kein Thema mehr für den geliebten Familien-Chat.

Unter den vielen Messenger-Apps bietet sich Wire als Alternative zu WhatsApp an. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Zug bietet vergleichbare Funktionen, wie Gruppen-Chats und das Teilen des Standorts. Der Wire-Messenger sammelt aber viel weniger Daten, zudem erfolgt die Kommunikation über europäische Rechenzentren. Was die App aber besonders familienfreundlich macht: Ein Konto lässt sich nicht nur über die Handynummer einrichten, sondern auch via E-Mail-Adresse. Zudem läuft Wire auch auf Windows-PCs, Macs und Tablet. Damit eignet sich die Messenger-App für Kinder, die noch kein eigenes Smartphone besitzen.

Android: Wire, kostenlos
iOS: Wire, kostenlos
Wire für andere Plattformen

Smartphone-Aktivitäten der Kinder überwachen

Smartphone-Zeit der Kinder überwachen: Google Family LinkApps wie Google Family Link und die «Bildschirmzeit»-Einstellungen von iOS eignen sich zwar für die Kontrolle der Smartphone-Nutzung der (kleinen) Kinder: Wer macht wann was? Und Timer-Funktionen helfen, die Bildschirmzeit im vereinbarten Rahmen zu halten. Aber die technischen Hilfsmittel ersetzen keine Erziehung und eigen sich schon gar nicht als Babysitter. Nach Möglichkeit ist es sinnvoller, die Zeit mit dem Kind zusammen vor dem Smartphone-Display zu verbringen und die Filme und Apps zusammen zu besprechen. So lernen Kinder den Umgang mit digitalen Medien besser als via Kontroll-App.

Android: Google Family Link, kostenlos

iOS: nicht verfügbar; «Bildschirmzeit» in der Einstellungen-App

Twint: einfach Geld zurückzahlen

Twint, Geld versenden und mit dem Smartphone bezahlen.Für den Teenager ein neues Velolicht gekauft, das dieser von seinem Lehrlingslohn aber wieder zurückzahlen soll: Das ist ein typisches Anwendungsbeispiel im Familienalltag für die Twint-App, mit der sich unkompliziert kleine Geldbeträge zwischen Familienmitgliedern verschicken lassen. In unserem Haushalt hat Twint den Geldfluss jedenfalls erheblich vereinfacht, weil sowieso niemand Bargeld in der passenden Stückelung dabei hat. Empfehlenswert ist die App-Variante der eigenen Bank, damit sich Twint gleich mit dem eigenen Konto koppeln lässt.

Praktisch: Mit Twint lässt sich nicht nur an der Ladenkasse bezahlen. Auch einige Online-Shops unterstützen die Bezahl-App, was kreditkartenlosen Teenagern das Shopping erleichtert.

Android, iOS: Twint (verschiedene Banken und Prepaid)

Sicheres Internet für Kinder?

Swisscom Internet Security: safer surfenLeider gibt es kein «Kindernet». Wenn Kinder online gehen, gibt es Risiken: ungeeignete Inhalte, Cybermobbing oder Kontakte mit zweifelhaften Gegenübern. Es gibt zwar technische Schutzmassnahmen wie Swisscom Internet Security (6 Monate kostenlos, danach 6.90/Mt.) und Norton Family Premier (60 Franken pro Jahr) für Smartphones und PCs. Die Schutz-App bietet unter anderem einen Filter, der den Zugriff auf bekannte ungeeignete Websites sperrt. Weil sich aber zwielichtige Gestalten auch auf seriösen Plattformen tummeln, lautet der beste Schutz: aufklären, informieren und wichtige Verhaltensregeln beibringen (beispielsweise keine Adressdaten und Telefonnummern an Unbekannte weitergeben).

YouTube in der Kinderausgabe

YouTube-App für Kinder bis 8 JahreFür jüngere Teenager ist YouTube das neue TV. Stundenlang (wenn sie denn dürfen) schauen sie ihren Idolen beim Gamen zu von Spielen, von denen wir Eltern im besten Fall schon gehört haben. Dass dabei das eine oder andere unanständige Wort fällt oder die Games nicht immer so friedfertig sind, gehört dazu. Aber der kleine Bruder sollte vielleicht nicht zuschauen. Für ihn und generell für Kinder bis etwa acht Jahre gibt es die YouTube-Kids-App. Sie bietet maschinell und menschlich ausgewählte Videos, die zur Altersgruppe passen. Das Alter des Kindes lässt sich in der App einstellen. Und ein Timer hilft den Kleinen und den Eltern dabei, die vereinbarte Zeit im Auge zu halten.

Android: YouTube Kids, kostenlos
iOS:
YouTube Kids, kostenlos

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