Diese Folgen haben selbstfahrende Autos
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Diese Folgen haben selbstfahrende Autos

Andere nennen es «das beste Netz der Schweiz»: Wir nennen es das Netz der Zukunft.

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Kaum mehr Unfälle

Unsere Autos stehen 96 Prozent der Zeit ungenutzt auf den Parkplätzen, sie sind teuer in der Anschaffung und im Betrieb, und sie sind im Pendlerverkehr mit durchschnittlich 1,1 Personen pro Fahrzeug schlecht ausgelastet. Das hat das ASTRA, das Bundesamt für Strassen, in einer Studie herausgefunden. Zudem sind menschliche Fahrer fehleranfällig, weil zu emotional. «Das selbstfahrende Auto wird die Welt massiv verbessern», sagt Ferdinand Dudenhöffer, Gründer und Direktor des CAR (Center Automotive Research) an der Universität Duisburg-Essen. Selbstfahrende Autos werden die Welt verändern – wie die folgenden Beispiele zeigen.

Über 90 Prozent der weltweit 1,2 Millionen Verkehrstoten jährlich sterben durch menschliches Verschulden. Signifikant gestiegen sind in den letzten Jahren Unfälle mit Lastwagen, Fahrradfahrern und Fussgängern. «Die Verantwortung des Fahrers, rechtzeitig auf kritische Situationen zu reagieren, wird sukzessive auf vernetzte Assistenzsysteme ausgelagert werden», so Stefan Mauron, 5G-Experte von Swisscom. Autonome Fahrzeuge werden darauf programmiert sein, niemals einen Unfall zu verursachen. Das wird Zehntausende Menschenleben retten und Millionen an Gesundheits- und anderen Kosten sparen.

Was in dieser Montage gleich kracht, soll es in Zukunft nicht mehr geben: Selbstfahrende Autos sind darauf programmiert, Unfälle zu vermeiden.

Verkehrspolizei braucht es nicht mehr

Es wird keine Bussen, kein Fahren im angetrunkenen Zustand oder sonstige Übertritte des Strassenverkehrsgesetzes mehr geben. Darum braucht es auch keine Verkehrspolizei mehr.

Berufe werden sich verändern

Automatisierte Fahrzeuge werden Chauffeure von Lastwagen, Bussen und Taxis zunehmend ersetzen (wenn wohl auch nie vollständig). Dafür wird es in Zukunft mehr geschultes Personal für den Transport von Menschen im Rollstuhl, mit Gehbehinderung oder mit Demenz brauchen. Neu werden beispielsweise Ingenieure für selbstfahrende Autos benötigt.

Zugang zum Auto für alle

Behinderte, alte und blinde Menschen wie auch Menschen ohne Fahrausweis werden genauso Zugang zu Autos haben wie alle andern.

«Zum Stadtpark, bitte.» In Zukunft brauchen Autofahrer keinen Führerschein mehr.

Umwelt wird geschont, Benzinverbrauch geht massiv zurück

Treibhausgase, die heute durch den Autoverkehr verursacht werden, könnten um bis zu 94 Prozent reduziert werden, erklären Forscher des Lawrence Berkeley National Lab, die sich mit den Umweltvorteilen autonom fahrender Autos beschäftigt haben. Gleichzeitig könnte der heutige Benzinverbrauch auf nahezu null reduziert werden, wenn alle selbstfahrenden Autos nur noch rein elektrisch betrieben würden.

Mehr Carsharing, mehr Autonutzung?

Das Besitzen von Autos wird aus der Mode kommen, der Spass am Fahren jedoch nicht, prognostiziert McKinsey. Viele werden den Weg zur Arbeit in einem geteilten Pool-Fahrzeug zurücklegen und am Sonntag mit einem leistungsstarken Spassauto herumfahren. Es ist ähnlich wie beim Essen: An manchen Tagen darf es durchaus Fast Food sein, aber ab und zu gönnen wir uns ein Sterne-Restaurant.

Zum Spass werden wir auch in Zukunft noch das Steuer in die Hand nehmen.

Menschen haben mehr Zeit

Menschen sparen 50 Minuten pro Tag, die sie früher durchschnittlich im Auto sassen. Zeit, in der sie arbeiten, sich entspannen und Medien konsumieren können. Jede Minute, die Menschen im Auto ungestört mobil surfen können, bedeutet ein weltweites Umsatzpotenzial in Millionenhöhe. Die mobile Datennutzung wird laut einer Statistik von Ericsson um das Zehnfache steigen.

Selbstfahrende Autos nur dank 5G

«Ich erwarte wegen der hohen Datenraten des neuen Mobilfunkstandards 5G viel umfangreichere Infotainment-Anwendungen, als wir sie heute bereits auf Langstreckenflügen kennen. Um ein Hindernis im Voraus zu signalisieren, werden in Echtzeit Umgebungsdaten und Verkehrsinformationen gesammelt, welche die Route, das Bremsen oder die Geschwindigkeit für jedes Fahrzeug individuell berechnen werden. Die tiefe Latenz von 5G-Netzen wird dazu beitragen, dass Fahrzeugkolonnen in dichten Platoons zügig auf Autobahnen fahren können. Die dynamische Netzkonfiguration ermöglicht ein augenblickliches Reagieren auf sich schnell verändernde Anforderungen und garantiert beispielsweise den Netzzugang für Blaulichtfahrzeuge während eines Notfalls», so Stefan Mauron, 5G-Experte bei Swisscom.

Selberfahren wird die Ausnahme

Die grösste Herausforderung wird die Übergangsphase vom herkömmlichen Fahren zum autonomen Fahren darstellen. Und irgendwann werden viele Strecken für Selbstfahrer gesperrt werden, damit diese die ganze menschenleere Verkehrsinfrastruktur nicht total durcheinanderbringen. Man macht dabei den Vergleich mit dem Pferdesport, den ja auch niemand mehr in der Innenstadt betreibt.

Mehr Platz in Innenstädten

Apropos Innenstadt: Automatisches Parkieren ausserhalb der Stadtzentren und engere Parkplätze, in die Autos vollautomatisch manövrieren, werden etwa 25 Prozent der Parkplätze in den Städten überflüssig machen. Die Fläche kann für den Bau von Spielplätzen, Parks oder Ähnlichem genutzt werden.

Mehr Roboter

Vollautonome Fahrzeuge und Roboter beruhen auf ähnlichen Technologien. Die Verbreitung von selbstfahrenden Autos wird daher auch den Markterfolg von Robotern in anderen Bereichen beschleunigen.

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15 Kommentare zu “Diese Folgen haben selbstfahrende Autos

  1. …und wieder eine Freude weniger. Keine Ahnung was daran toll sein soll, wenn man sein Automobil nicht mehr selber lenken kann.

    1. Bin gleicher Meinung. Wir Menschen werden nur noch gesteuert, anstatt selbst etwas in die Hand zu nehmen. Irgendwann benötigen wir kein Hirn mehr, da alles per Knopfdruck funktioniert. Nur noch Superhirns für die Entwicklung werden dann noch gebraucht. Keine gute Entwicklung.

      1. Dann schlage ich die Rennstrecke vor oder welche Art von „Autospassparks“ sich dann auch immer ergeben werden. Dort werden sie mehr Adrenalin und Endorphine haben. Ich habe gestern 3h im Stau verbracht. Solche Tage zu vermeiden wären ein riesen Gewinn an Lebensqualität, wenn ich da nicht diese 2t Metall zwischen zwei weissen Streifen halten müsste.

  2. 1. Weniger Parkplätze werden gebraucht? Stuss! Es wird noch viel mehr Autos geben, weil JEDER fahren kann. Carsharing wäre in der Schweiz bereits für viel mehr Leute möglich, aber Männer wollen nun mal so ein Spielzeug BESITZEN, nicht ausleihen.
    2. Bereits heute könnten Benziner durch Elektroautos ersetzt werden; das ist also kein Argument spezifisch für selbstfahrende Autos.
    3. Es braucht weniger Verkehrspolizei – dafür werden sich mehr Leute öfter betrinken … das wird die Gesellschaft wieder ausbaden müssen.
    4. Falls Carsharing dadurch DAS Zukunftsmodell wird, wird es Engpässe geben, Zeiten, zu denen kein Auto zur Verfügung steht. Spätestens dann wird man merken, dass man davor eigentlich ein verd…. gutes öffentliches Verkehrsnetz hatte – aber das wird es dann auch nicht mehr geben, wenn ALLE Auto fahren dürfen und können.
    5. Mit der Erfindung der Atomenergie wurden ähnlich schöne Bilder von der Zukunft gemalt. Darauf warten wir heute noch vergebens ….

  3. Schlicht und einfach, das ganze System ist überhaupt nicht durchgedacht. Ich fahre gerne Auto und das leidenschaftlich immer noch selbst und hoffentlich auch noch im 2040 mit 70!

  4. interessanter beitrag. es ist nicht von der hand zu weisen, dass selbstfahrende autos (und die werden kommen) eine veränderung herbeiführen. spannend ist, dass sich vielfach leute, die immer das neuste gadgets besitzen, das aktuellste handy haben usw. sich mit diesem thema sehr schwer tun. das gefühl, etwas besitzen zu können, etwas im griff zu haben und selber steuern zu können ist hier enorm wichtig. obwohl wir durch die benutzung dieser gadgets beteits schon sehr viel autonomie eingebüsst haben als wir denken. beim thema selbstfahrende autos zeigt sich dies dann vollends…

  5. So so, viele Strecken werden für Selbstfahrer gesperrt werden. Oder anders ausgedrückt, Motorradfahren wird verboten. Selbstverständlich passt dann auch der autonome Velofahrer nicht mehr in den Stadtverkehr und auch der Fussgänger ist nicht mehr erwünscht, da auch dieser viel zu sehr autonom handeln kann. Die selbstfahrenden Autos werden uns – von der Autobahn einmal abgesehen – vor allem eines bringen: Einen unerträglich langsamen Schleichverkehr. Ganz abgesehen davon, wie soll ein selbstfahrendes Auto einen Unfall mit einem plötzlich auf die Strasse springenden Reh verhindern? Zu behaupten, dass es keine Unfälle mehr gibt, ist einfach nur Unsinn!

    1. Ach sie haben vergessen dass auch unsere Tierwelt automatisiert wird? Ja die Zukunft wird es zeigen. Aber sie haben recht mit dem Artikel den sie geschrieben haben.

  6. Diese Zukunft macht unser Leben keineswegs lebenswerter.
    Wer an all das was hier beschrieben wird, glaubt ….. ist m.E. ein „Traumtänzer“.

  7. Ja, selbstfahrende Autos werden die Zukunft verändern, dass ohne Zweifel.
    Was den Rest des Artikels angeht… selten soviel Schwachsinn in so wenig Zeilen gelesen! Sorry.

  8. Was für eine Horrorvorstellung, wenn das das Leben 2040 sein soll. Und da gibt es tatsächlich noch Menschen, die sich für supermodern halten und dieser totalen Menschenverblödung und Uebernahme des Menschseins durch Roboter mit Freude begegnen. Abgesehen davon, wer soll dies alles bezahlen? Alle die durch Roboter etc. arbeitslos gewordenen Personen mit ihren paar Fränkli Arbeitslosengeld? Wer kauft noch ein, wenn alles nur noch roboterisiert, d.h. nur noch Roboter und Maschinen arbeiten und die meisten Menschen als arbeitende Lebewesen ersatzlos gestrichen werden und nichts mehr verdienen? Frage mich nur, wann dann auch noch der hirnlose Mensch gezüchtet wird, da es ja angeblich für alles nur noch Maschinen und Roboter braucht, die den normalen Menschen zu 100 % ersetzen. Angeblich…. Abgesehen davon, manchmal habe ich den Eindruck, der hirnlose Mensch muss gar nicht mehr gezüchtet werden, den gibt es schon.

  9. Mal ein Mensch der nicht nur an Heute denkt, vielleicht kommen auch noch selbstfliegende Drohnen dazu, ich (60 jährig) freue mich auf diese Entwicklung

  10. Nicht eine einzige Ampel-Kreuzung mit inteligenter Verkehrssteuerung gibt es im Jahr 2018. Aber zum Mond fliegen das können sie. Hat auch weniger Verkehr dort.

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