Mädchen macht Freudensprünge auf Brücke
2 min

Kindertracking per Smartwatch – Sinn oder Unsinn?

Immer wissen wo das eigene Kind ist, ständig ein Alarmknopf in Griffnähe – neue Gadgets bieten Eltern ganz neue Möglichkeiten, ihre Kinder zu schützen. Wir haben mit Experten und Polizei über den Einsatz der Kids Watch gesprochen.

Sobald Kinder laufen können, entdecken sie die Welt. Und die ist so spannend, dass nur ein paar unaufmerksame Sekunden in einer Menschenmenge genügen – und das Kind ist verschwunden. Gadgets bieten Eltern jetzt ganz neue Möglichkeiten ihre Kinder zu schützen. So zum Beispiel die Alcatel MT 30 Watch. Von aussen gesehen ist sie eine farbenfrohe Kinderuhr. In ihr drin aber steckt ein veritabler Schutzengel: Die Uhr verfügt nämlich auch über einen Alarmknopf – und zeigt den Eltern, wo sich ihr Kind befindet. Balsam auf die verängstigte Seele von Eltern mit sehr kleinen Kindern. Doch sind solche Kinderuhren überhaupt sinnvoll? Und wenn ja, bis zu welchem Alter?

Michael In Albon, Swisscom Jugendmedienschutz-Beauftragter und Peter Buchschacher von der Kantonspolizei Bern kommen beide zum gleichen Schluss: Für Kleinkinder ist die Uhr durchaus sinnvoll – spätestens beim Kindergarteneintritt sollte man damit auch wieder aufhören – «auch damit rechtzeitig eine Entwicklung in Richtung Eigenverantwortung ausgelöst wird», wie Michael In Albon betont. Denn die werde für weit mehr als nur für den Schulweg benötigt, etwa auch beim Umgang mit digitalen Medien – der gleichzeitig einsetzt. Wobei es in der realen, wie in der virtuellen Welt darum geht, Gefahren auch richtig einschätzen zu können. Und genau bei diesem Punkt verweist Polizist Buchschacher auf die Diskrepanz zwischen häufig besprochenen Gefahren und realen Risiken. «Den bösen unbekannten Mann, der auf dem Schulweg Kinder entführt, gibt es so gut wie nie. Hingegen finden gerade Missbräuche häufig im familiären Umfeld statt, also an Orten und von Personen, bei denen per se keine Gefahr vermutet wird.»

 

Diskutieren Sie mit Experten

Wo sollen Eltern ansetzen, beim Überqueren des schmalen Grates zwischen zu viel Kontrollen und zu wenig Aufmerksamkeit? In kostenlosen Info-Kaffees geben die Medienkompetenzexperten von Swisscom erste Anhaltspunkte und zeigen auch auf, wie Kinder beim Surfen von Anfang technisch besser geschützt werden können.

Anmelden kann können sich Eltern und Grosseltern auf www.swisscom.ch/kinderundmedien

 

Photo: Sebastian Voortman

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

2 Kommentare zu “Kindertracking per Smartwatch – Sinn oder Unsinn?

  1. Und wie gesundheitsschädigend ist den dies, genügt es nicht wenn kinder tag und nacht schon von w’lans, handys und funkantennen etc. unter dauerbestrahlung stehen. ÜBER 500’000 menschen in der schweiz wissen es, da sie unter diesen strahlen leiden, hilfe für diese menschen kommt von nirgendwo. Man hätte das Wissen, es mindestens einiges zu verbessern, aber es kostet und die betreiber wollen ja nur gewinn einsacken, somit wird alles einfach unter den tisch gekehrt, gelogen und betrogen. Und solange das volk mitmacht und nicht merken will, was da abgeht, sind auch wir die schon geschädigten machtlos. Wir liessen uns in eine situation manöverieren, die unglaubliche tragische situationen an den tag bringen werden. Die digitaliesierung ist eine weitere tragödie, sie bringt nur ein einziges positives resultat, noch mehr geld in die kassen der betreiber. Und wir werden weiter als spinner hingestellt, das ist die krone der frechheit.

    1. Lieber Gro,
      wir verstehen deine Sorge um die nächste Generation. Über die Jahrzehnte wurden mehr als tausend Studien zu Mobilfunk und dessen Auswirkungen auf Mensch und Natur gemacht und es konnte kein wissenschaftlicher Beleg für eine Schädlichkeit gefunden werden. Für 5G werden ähnliche Frequenzbänder benutzt, wie für die bereits bestehenden Technologien und darum ist davon auszugehen, dass auch 5G nicht schädlich sein wird. Ausserdem gelten in der Schweiz 10 Mal strengere Grenzwerte als in den meisten anderen europäischen Ländern, sprich die Schweizerinnen und Schweizer sind doppelt vorsorglich geschützt.
      Ein lieber Gruss, Tanja, für die Redaktion.

Jetzt lesen