Vergleich Notiz-Apps Evernote, OneNote, Google Notizen
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Drei beliebte Notiz-Apps im Vergleich

Unterwegs schnell einen Gedanken auf dem Smartphone festhalten und mit den Mitarbeitern teilen. Hierzu eignen sich Notiz-Apps bestens. Doch welche der drei beliebten Vertreter Evernote, Microsoft OneNote und Google Notizen ist die beste für unterwegs und am Computer?

Sie sitzen im Zug, da taucht wie aus dem Nichts ein Gedanke zu einem aktuellen Projekt oder zum anstehenden Meeting auf. Sie zücken das Smartphone, um die Idee als Notiz festzuhalten. Welche App nehmen Sie dazu? Die eingebaute Notiz-App des iPhone oder Android-Smartphones? Oder eine andere? Wir haben aus dem umfangreichen Angebot an Notiz-Apps drei weit verbreitete verglichen: Evernote, Microsoft OneNote und Google Notizen.

Umfrage: Wie machen Sie unterwegs Notizen?

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Abgleich über die Cloud

Da Sie die Notizen anschliessend auf dem Computer, Tablet oder überall nutzen und weiterbearbeiten wollen, synchronisieren die drei Notiz-Apps die unterwegs erfassten Gedanken über den jeweiligen Cloud-Dienst, also das Microsoft-, Google- oder Evernote-Konto. OneNote und Evernote bieten eine Desktop-Anwendung, damit Sie die Notizen auf dem Notebook oder Desktop-PC weiterbearbeiten können. Die Google-Notizen lassen sich, wie üblich bei Google-Anwendungen, im Browser weiterbearbeiten – was auch bei OneNote und Evernote funktioniert. Was die Sychronisation und den Zugriff über beliebige Geräte betrifft, unterscheiden sich die drei Vertreter also nur unwesentlich.

OneNote, Google Notizen und Evernote auf iPhone
Die Notiz-Apps OneNote, Google Notizen und Evernote auf einem iPhone.

Sammelbecken für Informationen

Notizen bestehen nicht ausschliesslich aus Text. Wenn Sie ausser Haus sind, möchten Sie Ihre Gedanken vielleicht als gesprochene Notiz festhalten – vorausgesetzt, Sie sitzen nicht gerade im vollbesetzten Zug. Alle drei Notiz-Apps können übers Smartphone-Mikrofon Audio-Notizen aufnehmen. Google Notizen bietet in der Mobile-App sogar eine Spracherkennung, die den gesprochenen mehr oder weniger exakt in bearbeitbaren Text umsetzt. Wenn Sie diese Funktion häufig brauchen, ist Google Notizen für Sie erste Wahl. OneNote bietet diese Funktionalität nur in der Windows-10-App.

Dafür warten OneNote und Evernote mit der Möglichkeit auf, Dokumente aus Online-Speichern direkt mit einer Notiz zu verknüpfen und via Web-Clipper Webseiten oder Ausschnitte davon zu speichern. Das ist praktisch, wenn Sie Gedanken zu einem Dokument festhalten möchten oder zu einem Thema im Web recherchieren.

Die Apps im Überblick

Evernote

EvernoteBasic: kostenlos, Premium CHF 7.–/Monat, Business CHF 15.–/Monat.
Apps für iOS und Android

Google Notizen

Google NotizenApps für iOS und Android

 

Microsoft OneNote

Microsoft OneNoteApps für iOS und Android

Alle drei Apps können Listen erstellen mit Checkboxen und eignen sich dadurch auch als zumindest temporäre Task-Liste. Die Apps verstehen sich sogar mit hierarchischen Listen, eine Aufgabe kann also Unterpunkte enthalten.

In Kombination mit Touchscreen und idealerweise Stift eignen sich die drei Apps auch für handschriftliche Notizen. OneNote und Google Notizen können diese Aufzeichnungen anschliessend in bearbeitbaren Text umwandeln. Das Resultat respektive die Fehlerrate hängt sehr direkt mit dem Schreibstil zusammen: je schöner, desto besser die Erkennung. Das funktioniert sowohl in der Smartphone- und Tablet-App als auch auf einem Windows-Rechner mit Touchscreen.

Fotografieren und erkennen

Selbstverständlich können alle drei Apps über die Kamera des Smartphones Notizen mit Bildern ergänzen. Während sich Google Notizen auf reine Bildaufnahmen beschränkt, bieten OneNote und Evernote die Option, Dokumente, Whiteboards, Flipcharts und dergleichen zu erfassen. Dabei wird der Hintergrund weggeschnitten und die Aufnahme begradigt. Um beispielsweise die handgeschriebenen Resultate eines Meetings an der Pinwand digital festzuhalten, ist das äusserst praktisch.

Evernote und OneNote nutzen die Smartphone-Kamera auch, um Visitenkarten einzuscannen und als bearbeitbaren Text respektive digitale Visitenkarte abzulegen. Das ist bei vereinzelten Karten nützlich. Für grosse Mengen ist ein echter Scanner sinnvoll.

Notizen teilen

Was nun, wenn Sie die Notizen mit Ihren Mitarbeitenden teilen wollen, beispielsweise zur Weiterverarbeitung? Die Möglichkeit, gemeinsam auf Notizen zuzugreifen, bieten alle drei Plattformen. Für die gemeinsame Bearbeitung ist jeweils ein Konto beim jeweiligen Anbieter nötig:

  • Evernote kann Notizen zur Ansicht als Link, per Mail oder über die eingebaute Chat-Funktion (Work Chat) teilen.
  • Google Notizen erlaubt die gemeinsame Bearbeitung einzelner Notizen.
  • OneNote kann nur ganze Notizbücher per E-Mail-Link teilen.

OneNote 2016 oder Windows-10-App?

Diesen Frühling hat Microsoft in einem englischen Blog-Beitrag das Ende von OneNote 2016 für Windows angekündigt. An dessen Stelle tritt OneNote für Windows 10, das über den Windows Store kostenlos verfügbar ist. Der Funktionsumfang ist nicht identisch. Es stellt sich also die Frage, welche Version Windows-Nutzer verwenden sollten. Hier die wichtigsten Unterschiede als Entscheidungshilfe.

OneNote für Windows 10:

  • Für Stift- und Spracheingabe optimiert
  • Notizbücher werden nur in OneDrive gespeichert

OneNote 2016:

  • Integration in Office, z. B. mit Outlook-Aufgaben, Einfügen von Excel-Tabellen
  • Notizbücher können an einem beliebigen Ort gespeichert werden

OneNote 2016 erhält bis Ende 2020 noch Sicherheits-Updates. Der Funktionsumfang der Windows-10-App wird dagegen laufend erweitert.

«Die» Notiz-App gibt es nicht

Nach der besten Notiz-App zu fragen ist wie nach dem besten Notizblock zu fragen. Reicht ein einfacher Block, oder soll es ein edles Moleskine-Büchlein sein? Evernote bietet den breitesten Funktionsumfang und eine ausgeklügelte Schlagwörter-Verwaltung. Will man diesen aber nutzen, benötigt man ein kostenpflichtiges Abo.

OneNote punktet damit, dass es kostenlos und meistens ohnehin schon im Rahmen eines Office-365-Abos vorhanden ist. Für Windows-Anwender dürfte das Microsoft-Notizbuch der Favorit sein, entweder wegen der Office-Integration von OneNote 2016 oder der Stift-Unterstützung in der Windows-10-App. Dafür schwächelt es beim Teilen von Notizen.

Und Google Notizen erinnert am ehesten an den einfachen Notizblock. Wer sich vorwiegend im Google-Universum bewegt (wer tut das nicht?) und in erster Linie Text festhalten will, ist damit gut bedient. Aber mit Evernote und OneNote kann diese Notiz-App nicht mithalten.

Mein persönlicher Favorit ist OneNote als Windows-10-App. Als bekennender Fan von 2-in-1-Geräten schätze ich die umfassende Stift-Unterstützung am Computer. Auch wenn die Texterkennung nicht perfekt und das handschriftliche Aufzeichnen von Notizen langsamer ist als auf Papier: Die Stossrichtung stimmt.

 

Überarbeitete und aktualisierte Fassung des Artikels vom Februar 2017.

 

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