Biathletin Lea Meier
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Biathletin Lea Meier: Die-Ich-AG

Biathletin Lea Meier will die Beste der Welt werden, seit sie ein kleines Mädchen ist. Warum sie auch Geräteturnerin hätte werden können, wie wichtig Technologie für ihr Leben ist und was diese ihr nicht ersetzen kann. 

Lea ist eine richtige Berggeiss, klein, drahtig, auf Zack – und immer mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht. Vielleicht hat ihre Herkunft (bergige 50-Einwohner-Fraktion Stels ob Schiers im Prättigau/Graubünden) etwas damit zu tun. Oder die Gene: Leas Vater arbeitet als Rettungschef bei den Bergbahnen Davos-Klosters. Ihn nennt sie liebevoll Ätti. 

Lea Meier am Treffen der Swisscom Snow Talents in Bern: 1.62 Meter gross, 56 Kilo schwer, Lieblingsgetränk: Holdersirup.

Als Mädchen begann sie mit Geräteturnen, gleich in ihrem Dorf in Schiers hat es eine erfolgreiche Geräteriege. Sie trainierte viel und gehörte bald zu den Besten in der Schweiz. In Kombination mit ihrem Ehrgeiz hat die 18-Jährige also die besten Voraussetzungen für eine Sportkarriere. 

«Schon als ich klein war, wollte ich später einmal das Sportgymnasium in Davos machen. Es war immer mein Traum, einmal in einer Sportart die Beste der Welt zu werden. Dafür musste ich mir eine Sportart suchen, in der ich weltweit erfolgreich sein konnte. Doch wollte ich auch eine solide Grundausbildung haben für die Zeit nach einer Sportkarriere.» 

Hier sehen Sie Lea Meier in Action

Lea war schon immer gerne draussen in der Natur unterwegs, wobei ihr die Sportart gar nicht so wichtig war. In ihrer Region werden zwei Sportarten gefördert: Langlauf und Skifahren. «Ich entschied mich für Langlauf.» Und wie kam sie dann zum Biathlon? «Mein Vater ist Jäger, wir sind sehr naturverbunden, vielleicht auch weil wir sehr abgelegen leben. Wenn es die Zeit zulässt, gehe ich auch mit auf die Jagd.» Voilà. 

Erster Kindheitstraum wird wahr 

2013, also mit 13 Jahren stand Lea das erste Mal auf Langlaufskis und wurde sofort in die ansässige Renngruppe aufgenommen. Im Vergleich zu den anderen in ihrem Team begann sie spät und musste technisch noch einiges aufholen. «Aber ich lerne schnell und bin vermutlich ein Talent, sonst wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin. Genau das ist für mich der Anreiz: Möglichst schnell besser werden.»

Lea hat eine Schwester und zwei Brüder, niemand in ihrem näheren Umfeld betreibt Spitzensport.

Dabei geht es Lea weniger um den Erfolg, sondern um die Herausforderung: «Mir gefällt Biathlon, aber ich würde auch im Trailrunning, im Langlauf oder beim Ski-Mountaineering glücklich.» Hauptsache, sie kann sich bewegen, am liebsten draussen. Immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen: «Ich will für mich immer das Optimum herausholen. Ich weiss, dass ich Spitzenleistungen bringen kann.» 

Vieles selber erarbeitet 

Vor zwei Jahren hat Lea die Handelsschule am Sportgymnasium in Davos begonnen und lebt seither in einer kleinen Wohnung in der Nähe der Schule. Noch etwa zwei Sonntage pro Monat verbringt Lea in Stels. Dort holt sie sich nach wie vor emotionale Unterstützung, wenn es schwierig wird. «Ich habe noch immer Freunde aus der Schulzeit und eine enge emotionale Verbindung zu meiner Familie.» Auch mit ihren Trainern und anderen Vertrauenspersonen ist sie im stetigen Austausch. 

Lea musste sich vieles selber erarbeiten: «Schon als kleines Mädchen habe ich begriffen, ich muss zu einem Firmenvertreter gehen und mir dort Skis und Material besorgen. Ich muss mir Sponsoren suchen. So bin ich schon früh selbständig geworden. Das ist eine grosse Belastung, die manche andere Athleten vielleicht etwas weniger haben. Ich war von Anfang an auf mich selber gestellt. Doch dafür ist es jetzt mein Business und alle sportlichen Entscheide treffe ich für mich.»  

Fast alles plant sie digital 

Ihren Trainingsplan stellt Lea laufend neu zusammen. Per Mail erhält sie von ihrem Trainer die Trainings-Schwerpunkte für die kommende Zeit. Den Wochenplan, der in der Cloud abgelegt ist, füllt sie gemeinsam mit dem Trainer aus. Die Feinabstimmung oder Anpassungen erfolgen in einem persönlichen Gespräch oder am Telefon.  

Junioren-WM Lenzerheide 2020 

Im Dezember 2019 hat sich Lea Meier für die Biathlon-Weltmeisterschaft in der Lenzerheide qualifiziert. Diese findet vom 23. 1 bis 3.2.2020 statt. Lea Meier zu ihren Ambitionen: «Ich bin in Topform und alles ist möglich». 

Weil Lea viel weg ist von zuhause hat sie manchmal das Gefühl, nicht an dem Ort zu sein, wo sie sein sollte, also etwas Wichtiges zu verpassen. «Und das kann keine Technologie der Welt ersetzen.» 

Viele Dinge erledigt Lea inzwischen mit dem Handy. Doch manchmal macht sie bewusste Handypausen: «Vor dem Wettkampf ist es wichtig, sich auf die Realität zu konzentrieren. Viele in meinem Alter nutzen das Smartphone bis kurz vor dem Einschlafen und schlafen dann nicht gut. Darauf versuche ich zu achten, aber ich bin auch nur ein Mensch (lacht).»  

Keinen Plan B 

Lea analysiert jedes einzelne Training mit den Daten der Smartwatch. «Sobald ich das Training stoppe, verbindet sich die Uhr mit meinem Smartphone. Dann schaue ich, in welchem Pulsbereich ich während des Trainings war und schreibe das in mein Trainingstagebuch. So kann ich jeweils Ende Woche, Ende Monat und Ende Jahr schauen, wo ich stehe, wo ich gut war und woran ich arbeiten muss.» Ihre Daten teilt sie nur mit Vertrauenspersonen und dem Trainer.  

Swisscom engagiert sich für den Nachwuchs 

Als Hauptsponsor von Swiss-Ski unterstützt Swisscom mit dem Programm «Swisscom Snow Talents» Nachwuchsathleten auf ihrem Weg an die Spitze. In diesem Rahmen vergibt Swisscom zehn Kopfsponsoring-Verträge an junge, talentierte Athleten aus verschiedenen Schneesport-Disziplinen des Verbandes. 

Durch den Spitzensport lernte Lea Schwächen und Gefühle zeigen, Siege feiern, Niederlagen einstecken, zu kommunizieren und sich zu präsentieren. «Ich fühle mich sehr wohl in der Sportwelt. Aber Sport-Karrieren sind schwierig vorauszusehen. Im Moment fokussiere ich voll auf den Sport und die Schule. Ich will weiter Sport machen, alles dafür geben und habe im Moment noch keinen Plan B».  

Lea mag den Moment nach dem Rennen, wenn sie noch voller Adrenalin und Glücksgefühle ist. Das bisher schönste Erlebnis hatte sie im Februar 2019 an der Jugendolympiade als sie zwei Mal Silber gewann. «Das war wunderhübsch, gab mir Kraft und ich wusste, dass Biathlon wirklich das Richtige für mich ist.»  

Lea und ihr In One Mobile Go

Lea ist auch oft im Ausland unterwegs: Trainingslager in Deutschland, Trainingsserien oder Wettkämpfe in nordischen Ländern. Dank ihrem In One Mobile Go-Abo kann sie ihre Vertrauenspersonen schon kurz nach dem Rennen anrufen, um ihnen mitzuteilen, wie es gelaufen ist. Häufig haben die Athleten das Bedürfnis, diesen Moment mit ihren Nächsten zu teilen.  

Das Smartphone-Abo, mit dem man in der Schweiz und in Europa unbegrenzt telefonieren und surfen kann. Günstig, flexibel und auf Wunsch mit einem neuen Smartphone per Ratenzahlung. 

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