Schwarmfinanzierung von Projekten

Wie Sie Crowdfunding richtig einsetzen

Tragen Sie eine innovative Idee mit sich herum, aber die Bank spielt nicht mit? Kein Problem, probieren Sie es einfach über eine Crowdfunding-Plattform. Diese sieben Tipps helfen Ihnen dabei.

Innovationen brauchen Geld. Wenn Sie ein neues Produkt entwickeln, ein Buch veröffentlichen, ein Kunstprojekt initiieren oder irgendeine andere Idee realisieren wollen, müssen Sie die nötigen personellen und finanziellen Ressourcen bereitstellen. Nicht für jedes Vorhaben ist ein Bankkredit die passende Wahl. Insbesondere bei Vorhaben, die sich an ein breites Publikum richten, kann Crowdfunding eine interessante Finanzierungsform darstellen. Bei dieser «Schwarmfinanzierung» unterstützt eine grosse Zahl von Personen mit verhältnissmässig kleinen Beiträgen Ihr Vorhaben. Dieser Artikel liefert die Tipps, wie Sie ein Crowdfunding-Projekt auf Wemakeit, 100 Days, Kickstarter und Co. angehen.

 

1. Wahl der richtigen Plattform

Möchten Sie eine breite Zahl von Unterstützern in der Schweiz oder gar weltweit ansprechen? Dann ist eine schweizerische oder eine US-amerikanische Crowdfunding-Plattform das Richtige. Suchen Sie dagegen (private) Investoren, dann sollten Sie besser auf eine Crowdlending-Plattform bauen. Eine Übersicht über Schweizer Plattformen finden Sie hier.

 

2. Machen Sie frühzeitig Lärm

Die eigentliche Crowdfunding-Kampagne dauert je nach Plattform zwischen etwa 30 und 100 Tagen. Um erfolgreich zu starten, sollten Sie schon vorher Ihr Projekt bekanntmachen. Hierzu eignen sich Online-Marketingkanäle wie Newsletter, die Firmenseite auf Facebook, LinkedIn, Xing, Twitter, die eigene Website oder aber persönliche Kontakte. Wenn Sie frühzeitig «Lärm» machen, holen Sie die potenziellen Unterstützer schon mit dem Start der Kampagne ins Boot.

 

3. Wählen Sie einen passenden Zeitpunkt

Kaum jemand interessiert sich mitten im Winter für eine neuartige Fahrradbeleuchtung (obwohl das in dieser Jahreszeit besonders wichtig wäre). Und während der Sommerferien sind viele Leute abwesend. Wählen Sie für den Kampagnenstart einen Zeitpunkt, zu dem Ihr Projekt möglichst viel Aufmerksamkeit erzielt.

 

4. Erzählen Sie eine Geschichte

Betten Sie Ihr Projekt in eine Geschichte ein. Erzählen Sie, weshalb Sie dieses Projekt lancieren, was Sie vorhaben und weshalb Sie selbst begeistert sind. Und da hinter einer Idee immer ein Mensch steckt, darf diese Geschichte ruhig etwas persönlich gefärbt sein.

 

5. Bieten Sie interessante Anreize

Üblicherweise erhalten die Unterstützer für ihren Einsatz eine Gegenleistung oder Belohnung. Diese Anreize sollten so gestaltet sein, dass sie nicht viel kosten, aber einen persönlichen und idealerweise nicht käuflichen Wert besitzen. Laden Sie Unterstützer an die Vernissage ein, bieten Sie ihnen das Produkt vor dem offiziellen Verkaufsstart an, laden Sie Geldgeber in Ihre Werkstatt zum Apéro ein etc. Das Anreizsystem können Sie nach Beträgen staffeln: Je mehr ein Unterstützer bezahlt, desto exklusiver ist die Belohnung.

 

6. Bleiben Sie am Boden

Streben Sie realistische Beiträge an in der Höhe, die Sie effektiv benötigen. Das trägt auch zur Glaubwürdigkeit Ihres Anliegens bei. Wenn Sie das Ziel dann übertreffen, umso besser!

 

7. Machen Sie weiter Lärm

Nutzen Sie insbesondere Social-Media-Kanäle im Laufe der Kampagne intensiv. Informieren Sie über den aktuellen Stand, über die verbleibende Zeit und rufen Sie dabei immer wieder zur Teilnahme auf. Social-Media-Kanäle sind deshalb interessant, weil die meisten Nutzer Crowdfunding kennen und entsprechend affin sind. Zusätzlich können Sie auch andere Marketingkanäle nutzen und Medienarbeit betreiben, um Ihr Projekt in Form eines Artikels in die Tagesmedien zu bringen.

 

Weitere Informationen:

Übersicht über die Crowdfunding-Plattformen in der Schweiz

Eine umfangreiche Checkliste

Tipps zu Kickstarter

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