Effizienz

Wo kann ich noch Kosten einsparen?

Hier 5 Ideen, wie man ein Unternehmen noch sparsamer macht. Sie zeigen: Kosteneffizienz hat viel mit Kreativität zu tun.

Wo können wir noch sparen? Das ist eine Kernfrage in allen Unternehmen, und dazu fallen jedem Entrepreneur bald ein paar Antworten ein: keine überflüssigen Spielereien, Skonto ausnützen – und so weiter.

Aber oft reicht auch das nicht. Gefragt sind also andere und originelle Ideen. Beispiele dafür liefert AJ Agrawal. Der kalifornische Startup-Unternehmer leitet Alumnify, eine Software- und Vernetzungsfirma für Universitäten; und dabei berichtet er im Fachmagazin «Inc.» regelmässig von seinen Erfahrungen.

Dabei fand er nun 5 Methoden, um wirklich effizient an den Kosten zu schrauben. Die Beispiele beweisen: Sparsamkeit hat viel mit Kreativität zu tun.

1. Verschwende kein Geld mit dem ersten Produkt

Viele Unternehmensgründer basteln zu lange an ihrem Angebot und an ihrer Firma. «Wenn du von der ersten Version deines Produkts nicht enttäuscht bin, hast du es zu spät lanciert», lautet ein gängiger Spruch. Diese Einsicht liesse sich auch für eine Bäckerei oder ein Weiterbildungs-Zentrum anwenden: Perfekt ist gut – aber zu perfekt ist zu teuer.

«Wenn du aufbrichst, dann sorge dich nicht um die Gefahren der Entwicklung. Mach einfach etwas, worauf die Kunden reagieren können», schreibt Entrepreneur Agrawal. Das mag jetzt auch wieder übertrieben sein. Aber als Gegengewicht zur Perfektionismus-Neigung hilft diese Regel schon.

2. Spare beim Marketing – befrag‘ besser deine Kunden

Heute, wo es einfacher ist, mit Kunden Online-Gespräche zu führen und Feedback-Gruppen zu vereinbaren, sollte man dies auch ausnützen: Wer nachfragt, schafft Kundennähe, er verbessert das Produkt und vermarktet es mit gültigen Daten.

Erst dann, nachdem man durch viele Kundengespräche neue Einsichten über die Bedürfnisse gewonnen hat, soll man daran denken, in Werbung zu investieren. Kurz: Zu frühe Marketingausgaben seien oft eine Geldverschwendung, so Agrawal.

3. Spare bei dir selbst

Hier geht es darum, ein kostenbewusstes Image zu pflegen und eine solche Kultur aufzubauen: «Die Mitglieder unseres Teams wissen, dass ich als CEO meines Unternehmens anspruchslos bin», schreibt der Startup-Unternehmer. «Der erste Vorteil ist, dass ich normalerweise nicht gefragt werde, Geld auszugeben für etwas, was das Unternehmen nicht braucht.»

Ein zweiter Effekt: Das ganze Team wird dadurch kreativer im Umgang mit kleinen Budgets. Man lerne, etwas zu verbessern, ohne immer gleich Geld auszugeben.

4. Frag dich jedesmal, ob sich die Sache am Ende lohnt.

Der Unternehmer sollte sich bei jeder Ausgabe fragen, wie gross die Wahrscheinlichkeit ist, dass die ausgegebene Summe am Ende auch etwas einbringt. Zuerst müsse man sich auf die Kunden, die Einnahmen und die Rentabilität konzentrieren. Schöne, aber letztlich unrentable Ausgaben kommen erst danach.

5. Beteilige deine Mitarbeiter

Diese Möglichkeit funktioniert bekanntlich bestens bei Tech- und Biotech-Startups: Man entlöhnt die ersten Angestellten nicht nur mit Geld, sondern teilweise mit Optionen. Aber auch schweizerische Unternehmen können die Idee prüfen, dass Mitarbeiter und weitere Partner stärker einbezogen werden – denn das wirkt sich ja auch auf Engagement und Motivation aus.

Und man darf sich die Frage durchaus auch mal umgekehrt stellen: Viele KMU-Unternehmer können sich nur eine 100prozentige Kontrolle über ihre Firma vorstellen. Warum eigentlich? Immerhin kann das oft auch teuer sein.

Oder um es mit AJ Agrawal zu sagen: «Am Ende hast du einen grossen Anteil einer Firma, die nichts wert ist.»

Mehr: AJ Agrawal, «5 Simple Ways To Cut Your Startup’s Expenses», in: «Inc.»

 

 

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