Interview

«Die Zukunft ist voller Chancen, die wollen wir packen»

Das Tessiner Start-up Hoosh gehört zu den Gewinnnern der letztjährigen StartUp Challenge. Im Interview erläutert CEO Rikke Blix Hagemann, wie das Unternehmen davon profitiert hat.

Rikke Blix Hagemann, Mitbegründerin und CEO von Hoosh Technology.

 

Zum dritten Mal sucht Swisscom zusammen mit ihrem Partner Venturelab nach Start-ups, die mit ihren Produkten oder Dienstleistungen die Welt erobern wollen. Die fünf besten gewinnen eine Reise ins Silicon Valley, wo ein auf ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnittenes Business Acceleration-Programm auf sie wartet. Sie werden zudem Spezialisten ihrer jeweiligen Branche treffen, um an ihren Geschäftsmodellen zu arbeiten. Überzeugen die Start-ups, winken ihnen ein Investment oder die Zusammenarbeit mit Swisscom. 

Hoosh Technology gehört zu den letztjährigen Gewinnern. CEO Rikke Blix Hagemann gewährt im Interview einen Einblick in den Ablauf der StartUp-Challenge sowie die Chancen, die sich für Hoosh aufgrund des Business Acceleration Programs ergeben haben. Hoosh Technology ist ein Online-Marketing-Intelligence-Anbieter. Das 2012 gegründete Unternehmen mit Sitz in Lugano hilft Online-Vermarktern und Entscheidungsträgern, ihre Geschäftsentwicklung durch gezieltes Suchmaschinenmarketing zu verbessern.

 

Rikke Blix Hagemann, es ist fast ein Jahr her, dass Hoosh sich bei der Swisscom StartUp Challenge beworben hat. Gab es einen bestimmten Auslöser für diese Entscheidung und welche Erwartungen hattest du zu jener Zeit?

Rikke Blix Hagemann: Nach einer Präsentation am Swiss Venture Day von CTI Invest in Zürich wurde mir empfohlen, eine Bewerbung einzureichen. Es war eine grossartige Gelegenheit. Wir sind ein Online-Marketingtechnologie-Start-up, und im Silicon Valley tut sich vieles, was für ein Unternehmen wie unseres interessant ist.  

 

Wie hast du dich auf den Jurypitch vorbereitet, als du erfuhrst, dass ihr unter den zehn Finalisten warst?

Ich habe mich zunächst online über die Mitglieder der Jury informiert, damit ich wusste, an wen sich meine Präsentation richtet. Dann habe ich an meiner Präsentation gearbeitet, um sie auf das Zielpublikum auszurichten und sicherzustellen, dass alles Hand und Fuss hat. Bei Personen, die unsere Technologie noch nicht kennen, lässt sich normalerweise der beste WOW-Effekt erzielen, wenn wir unsere Produktdemo in den Mittelpunkt der Präsentation stellen. Dank meiner gründlichen Vorbereitung auf eine intensive Q&A-Runde war ich für alle möglichen Fragen bereit. Ich stellte zudem Nachforschungen über Mitbewerber an, um ein wenig über die anderen Start-ups zu erfahren. 

 

Wie hat sich das individuelle Programm im Silicon Valley gestaltet und was war der Höhepunkt?

Es war ein dicht bepacktes Programm, in dessen Verlauf wir uns mit vielen interessanten Menschen austauschen konnten. Es gab eine gute Mischung aus gemeinsamen Aktivitäten und Einzelgesprächen. Dabei bestimmte das jeweilige Start-up selbst, wie viele Meetings es im Rahmen des Programms wahrnehmen wollte. Grundsätzlich waren die Leute sehr aufgeschlossen, uns zu treffen. Für uns gehören die Treffen mit Oracle, Salesforce und Idean zu den Höhepunkten der Reise. Ausserdem ist die gewonnene Erfahrung und das Networking mit anderen Start-ups äusserst wertvoll, sowohl im Hinblick auf die Geschäftskontakte als auch auf die Freundschaften.  

 

Wie hat sich Hoosh seither entwickelt und welche Rolle spielte respektive spielt Swisscom dabei?

Seit der Oktoberwoche bei Swisscom verbringe ich in der Tat mehr Zeit in den USA als in der Schweiz. Dazu haben wir eine Gold-Partnerschaft mit Oracle geschlossen. Swisscom hat uns mit Einführungen unterstützt und ist seit letztem November unser Kunde. 

 

Was steht für dieses Jahr als nächstes auf dem Programm?

Eine Konferenz im Juni in New York, an der ich unter anderem eine Reihe globaler Agenturen treffen werde, die einen Testlauf mit Hoosh durchführen. Unser Umzug ins Silicon Valley im Juli, da dies unserer Meinung nach der beste Standort für Hoosh ist, um die richtigen Investoren zu finden und unsere künftige Kundenbasis aufzubauen. Ein Meeting mit Google, um die Lancierung eines globalen Branchenindex zu besprechen. Die Zukunft ist voller Chancen, und wir wollen sie packen.

 

Wenn du den diesjährigen Kandidaten drei Tipps geben könntest, welche wären es?

Lasse deine Leidenschaft erkennen. Die meisten Leute investieren in Teams, die Pläne umsetzen können.

Arbeite an deiner Präsentation. Sie ist die Basis, um bei der Jury einen guten Eindruck zu hinterlassen.

Im Falle eines Sieges: Bereite dich gut auf die Reise ins Silicon Valley vor und nutze diese Gelegenheit zum Networking rund um die Uhr – es funktioniert! 

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