Online-Marketing

Die 5 Hauptfehler der Suchmaschinenoptimierung

Internet-Suchmaschinen sind nicht nur praktisch: Google und Co. können auch zum Fluch werden, wenn einem grobe Fehler beim Handling unterlaufen. Wir zeigen die fünf grössten Fehler bei der Suchmaschinenoptimierung – mit Tipps, wie man es besser macht.

 

Von Christian Wild

Suchmaschine ist ein Zauberwort des Online-Marketings im 21. Jahrhundert. Denn wo sucht ein potenzieller Kunde heute seinen IT-Dienstleister: im Telefonbuch oder eher im Internet? Die Antwort wird ziemlich sicher letzteres sein.

Firmen können mit Suchmaschinenoptimierung also Sichtbarkeit gewinnen; einerseits über die organischen Suchresultate, andererseits via bezahlter Werbung. Allerdings ist das Erreichen einer Topposition bei einer Suchmaschine nicht ganz einfach. Und hier lauern auch Gefahren, die schliesslich dazu führen können, dass die Unternehmenswebsite bei Google verschwindet und so der Umsatz einbricht.

Man spricht von «abstrafen» und meint damit, dass die Website für eine längere Zeit aus dem Google-Index eliminiert wird. Anbei die fünf grössten Fehler:

Zu häufige Keywords

Viele Leute erstellen Texte auschliesslich für Suchmaschinen. Sie denken: Je häufiger ein sogenanntes Keyword genannt wird, desto eher wird der Text gefunden. So ergibt es sich leider, dass in einem einzigen Satz zum Beispiel fünf Mal das Wort «Golf» oder «Wunschfigur» vorkommt. Für Linguisten ist dies natürlich ein Graus.

  • Tipp: Wenn die Texte wie Roboter daherkommen, funktioniert der gewünschte Effekt nicht, da Google die Texte verstehen muss. Schreiben Sie deshalb die Texte für die Leser und nicht für die Suchmaschine. Lassen Sie Ihre Artikel idealerweise von Leuten mit journalistischen Kenntnissen verfassen.

Mit Linkkauf vorderste Positionen erschleichen

Google funktioniert wie Menschen; einzig, dass die Empfehlungen nicht von Mund-zu-Mund geschehen, sondern digital. Je mehr Empfehlungen in Form von Links generiert werden, desto höher ist das Ranking. Aus diesem Grund kaufen viele Websitenbetreiber verweisende Links bei Linkfarmen ein. Das sind Websites, die fast nur Links auf andere Seiten enthalten.

Google wertet ein solches Verhalten jedoch als Verstoss gegen seine Richtlinien und bestraft die entsprechende Website. 

  • Tipp: Keine Links kaufen, sondern stets qualitativ hochstehenden Inhalt liefern. Wenn eine Website ein Erlebnis für die Leser darstellt, rankt sie auch gut.

Doppelter Inhalt

Aus verschiedenen Gründen – zum Beispiel Bequemlichkeit – wird bereits bestehender Text gleich für mehrere Unterseiten verwendet. So übernehmen viele Onlineshops häufig ganze Texte oder lange Passagen ihrer Lieferanten 1:1.

Das Problem: Andere Shops publizieren genau denselben Wortlaut auf ihrer Website! Dieses Vorgehen gilt es zu vermeiden.

  • Tipp: Schreiben Sie die Texte stets neu. Man spricht dabei von «unique content», einzigartigem Inhalt. Schaffen Sie einen Mehrwert für die Leser, indem Sie auch Erfahrungswerte und Leserkommentare integrieren. Der Onlinedienst Copyscape erkennt Plagiate, und der Potenzialcheck der Online Marketing AG stellt fest, wie stark die Website ist.

Falsche Keywordauswahl

Entscheidend ist auch die Wahl der Keywords: So wird zum Beispiel die Website eines Gasthauses, für das nur das Keyword «Hotel» (= Short Tale Keyword) auswählt worden ist, im Internet viel weniger gefunden als mittels dem spezifischeren und längeren Keyword «Hotel Zürich» oder «Wellness Hotel Bern» (= Long Tail Keyword).

Recherchieren Sie deshalb im Vorfeld gründlich, um die passenden Keywords zu finden. Zudem sollte man als im Netz agierendes KMU stets den Blickwinkel offen halten: Wer zum Beispiel Butter vertreibt, sollte auch das in der Schweizer Mundart teilweise übliche Wort «Anke» oder die in Deutschland häufig gebrauchte Bezeichnung «Margarine» als Keywörter angeben.

  • Tipps:
    • Verwenden Sie Long Tail Keywords.
    • Fragen Sie sich  selber, was Sie im Netz eingeben würden, wenn Sie eine bestimmte Location oder ein Produkt suchen.
    • Verwenden Sie im Zweifelsfall lieber mehrere Begriffe.
    •  Finden Sie Nischen und definieren Sie entsprechend passende Keywords.

Trennung von PR und Suchmaschinenoptimierung

Viele PR-Agenturen kennen sich nur in ihrem Kerngeschäft aus und lassen SEO aussen vor. Dabei ist seit längerem klar, dass der Bereich Online-PR enorm hilfreich in Sachen Suchmaschinenoptimierung ist.

Denn erstens freuen sich die Leser über neue, lehrreiche Artikel. Und zweitens wertet Google die diversen Berichte auf Websites, Onlineportalen und Blogs positiv: Dank der Steigerung des Bekanntheitsgrades und der diversen Backlinks erzielen Sie folglich ein höheres Ranking bei Suchmaschinen.

Tipp: Platzieren Sie aussagekräftige Artikel auch auf Onlineportalen und in sozialen Medien; diese sind aktuell, bieten einzigartige Texte und verlinken auf die eigene Website.


Christian Wild ist eidg. dipl. PR-Fachmann und Kommunikationschef der Online Marketing AG in Zug. Zuvor arbeitete er als PR-Fachmann und Redaktor bei der Akomag und als Projektleiter in einer Luzerner Marketingagentur.

Wild verfügt auch über ein Lizenziat in Jurisprudenz und politischer Ökonomie der Universität Freiburg i. Ue.

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