Rechnungswesen

Das alles muss beim Jahresabschluss beachtet werden

Hier sehen Sie, welche Unterlagen Sie zum Jahresabschluss zur Seite legen sollten.

Von Sascha Trüeb

Der Jahresabschluss muss einerseits den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen, andererseits die Anforderungen der Steuerbehörden erfüllen. Einzelunternehmen und KMU lassen ihren Abschluss oft durch einen Treuhänder ausführen. Um einen reibungslosen und effizienten Ablauf zu garantieren, sollte man folgende Dokumente bereithalten und beim Treuhänder einreichen:

Flüssige Mittel: Halten Sie die Belege der Kasse, Wertschriftendepots und Bank- bzw. Postkonten bereit.

Mehrwertsteuer-Abrechnung (mehr zum Thema)

Auflistung des Anlagevermögens: Liste aller Inventarwerte wie Immobilien, Mobiliar, Fahrzeuge etc.

Hypotheken und Darlehen: Kopien der Saldobestätigungen und Bankauszüge auf den Stichtag, sowie allfällige Darlehensverträge.

Mitarbeiterliste: Auflistung der Anzahl Mitarbeiter im Jahresschnitt für den Anhang.

Auflistung angefangener Arbeiten.

Auflistung Vorauszahlungen von Kunden.

Versicherungen: Reichen Sie die Schlussabrechnungen der AHV, Unfall- und Krankentaggeldversicherungen, Haftpflichtversicherungen sowie BVG-Prämienkontoauszug ein.

Offene Debitoren: Forderungen aus Lieferung & Leistung. Halten Sie eine Liste der Rechnungen an Kunden bereit, die das alte Geschäftsjahr betreffen, aber von den Kunden noch nicht bezahlt wurden.

Offene Kreditoren: Verbindlichkeiten aus Lieferung & Leistung. Erstellen Sie eine Liste aller Rechnungen, die sie im neuen Jahr bezahlen, aber noch das alte Geschäftsjahr betreffen.

Transitorische Aktiven: Zusammenstellung aller Leistungen, die bereits in diesem Geschäftsjahr bezahlt wurden, aber erst im nächsten Jahr effektiv anfallen. Beispielsweise die Bezahlung des halbjährlichen Mietzines im Oktober bis in den März des nachfolgenden Jahres. Bezahlung von Versicherungsleistungen im Sommer für das ganze Jahr.

Transitorische Passiven: Zusammenstellung aller Schulden, die im alten Geschäftsjahr entstanden sind, für die Sie aber noch keine Rechnung erhalten haben (passive Rechnungsabgrenzung). So etwa die Monatsabrechnung des Handy-Anbieters, die erst im Januar für den Dezember kommt.

Sie sind sich nicht sicher, ob ein Ereignis Einfluss auf den Jahresabschluss hat? Fragen Sie bei ihrem Treuhänder nach, er wird Ihnen gerne Auskunft geben. Ein reibungsloser Ablauf spart Zeit und Kosten.


Sascha Trüeb ist Managing Director des Treuhandunternehmens Findea AG und Geschäftsleitungsmitglied von Startups.ch.

 

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