Heben Sie Ihre verborgenen Schätze

Wertschöpfung durch Nachhaltigkeitsmassnahmen von KMU und Best Practice: Eine neue Untersuchung gibt Tipps dazu.

Mit der Studie «Verborgene Schätze heben» wollte Swisscom mehr über die in kleinen und mittleren Unternehmen umgesetzten Nachhaltigkeitsmassnahmen – und Strategien erfahren.

Als Grundlage für diese Studie wurden KMU aus verschiedenen Branchen untersucht:

Um die Wahrnehmung der Nachhaltigkeitsmassnahmen messen zu können, wurden zwei Perspektiven mit einander verglichen:

  • Innensicht: Die Geschäftsleitungsmitglieder gaben Auskunft über die Nachhaltigkeitsmassnahmen und –Strategien, die sie in ihren Unternehmen umsetzen. Es wurden in jedem Unternehmen zwei bis vier Mitglieder der Geschäftsleitung befragt. Dabei wurde darauf geachtet, dass wo immer möglich Personen aus der strategischen Planung, der operativen Führung sowie der Finanzabteilung befragt wurden, um einen möglichst umfassenden Eindruck zu erhalten.
  • Aussensicht: Die Perspektive der Gesellschaft nahmen je drei bis vier Mitarbeiter und Kunden der untersuchten KMU ein. Auch hier wurde auf eine möglichst breite Verteilung von Kunden (B2B- und B2C-Kunden) und der Mitarbeiter (Einkauf, Produktion, Finanzen, …) geachtet.

Die Unterschiede zwischen diesen Perspektiven wiesen auf die «verborgenen Schätze» in den KMU hin.

Die Datenerhebung und -Auswertung erfolgten zwischen März und Oktober 2014.

Als praxisorientiertes Fazit aus der Untersuchung wurden nebst «verborgenen Schätzen» aus allen Bereichen der gesellschaftlichen Wertschöpfung 5 konkrete Tipps für die Geschäftsleitung herausgearbeitet.

5 Tipps für die Geschäftsleitung

Die Nachhaltigkeitsmassnahmen eines Unternehmens werden aus Sicht der Geschäftsleitung und aus der Aussensicht unterschiedlich wahrgenommen. Um «verborgene Schätze» zu heben – also ernst gemeinte Nachhaltigkeitsmassnahmen, die für die Gesellschaft wertvoll wären, von dieser jedoch nicht genügend wahrgenommen werden –, müssen die KMU danach streben, Nachhaltigkeit zu ihrem Kerngeschäft zu machen.

Tipp 1: Ihre Produkte sind für Ihre Kunden dann nachhaltig, wenn das Gesamterlebnis stimmt

KMU müssen stets den gesamten Produktlebenszyklus im Auge behalten und darauf achten, dass nicht nur das Produkt selbst, sondern auch die Dienstleistungen und der Service den Kunden zufriedenstellen. Ein Hilfsmittel hierzu ist beispielsweise die Erlebniskette, welche als Vorlage von der Homepage der Swisscom heruntergeladen werden kann. Wenn das Gesamterlebnis des Kunden stimmt, wird er erneut bei diesem KMU einkaufen oder dessen Dienstleistungen erneut in Anspruch nehmen, was bedeutend zur ökonomischen Nachhaltigkeit des Unternehmens beiträgt.

Darüber hinaus hat der respektvolle Umgang mit den Kunden auch einen Einfluss auf die Arbeitskultur und trägt damit auch zur sozialen Nachhaltigkeit und gesellschaftlichen Wertschöpfung bei.

Tipp 2: Wenn Ihre Mitarbeiter wissen, wofür Sie stehen, erreichen Sie gemeinsam mehr

Was der  Geschäftsleitung wichtig ist, sollte auch den Mitarbeitenden ein Anliegen sein. Daher ist die transparente interne Kommunikation von Werten, welche oftmals bereits unbewusst im Unternehmen gelebt werden (z.B. Regionalität, Verantwortung und Nachhaltigkeit) ein gutes Mittel, um den Zusammenhalt im Betrieb zu stärken. Denn alle sollten gemeinsam für dieselben Werte und Ziele einstehen.

Hinzu kommt, dass das Unternehmen auch gegen aussen authentischer und ehrlicher auftritt, wenn die Geschäftsleitung und alle Mitarbeiter vollständig hinter ihren Werten und dem nachhaltigen Engagement des KMU stehen..

Tipp 3: Authentisch zu sein heisst, dem Kunden und der gesamten Gesellschaft gegenüber transparent zu sein

In einem Wirtschaftsumfeld, in dem Begriffe wie «Nachhaltigkeit» und «umweltgerechte Produktion» leicht ausgesprochen sind und oft missbraucht werden, verlangen die Gesellschaft und vor allem die Kunden nach stichhaltigen Hinweisen auf die nachhaltige Tätigkeit eines Unternehmens. Ein authentischer Auftritt nach aussen ist der Grundstein für die Glaubwürdigkeit einer Firma. Dieser wird durch Transparenz in Bezug auf die umgesetzten Nachhaltigkeitsmassnahmen bedeutend begünstigt.

KMU, die offenlegen können, woher ihre Rohstoffe kommen, unter welchen Bedingungen ihre Produkte hergestellt werden und dass die Mitarbeiter aus der Region kommen,  werden als nachhaltige Unternehmen wahrgenommen. Das zahlt sich insbesondere durch eine gesteigerte Nachfrage aufgrund der Differenzierung zur Konkurrenz und eine erhöhte Kundenloyalität aus.

Tipp 4: Lassen Sie sich nicht von grossen Begriffen abschrecken – fangen Sie klein an

Nachhaltigkeit ist ein grosser Begriff, doch muss ein KMU nicht von einem Tag auf den anderen die gesamte Palette an Nachhaltigkeitsmassnahmen umsetzen. Auch wird es nur in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess möglich sein, den ökologischen Fussabdruck des Unternehmens zu reduzieren.

Viel wichtiger als ein möglichst rascher Verbesserungsprozess ist die Authentizität und Ernsthaftigkeit, mit der dieser angegangen wird. Dabei ist insbesondere darauf zu achten, dass die getroffenen Entscheidungen zur Kultur und konkreten Situation im Unternehmen passen.

Tipp 5: Sagen Sie, wie Sie Ihre Produkte bereitstellen und warum Sie es so tun – es sind nicht nur die Produkteigenschaften, die für den Kunden zählen

Integriert ein Unternehmen Nachhaltigkeit erfolgreich in sein Kerngeschäft, so verdankt es seinen Umsatz zu einem bedeutenden Teil seinem Engagement für die Umwelt und die Gesellschaft. Um langfristig ökonomisch nachhaltig zu wirtschaften, muss die konsequente Offenlegung dieses Engagements eine der bedeutendsten Aufgaben der internen und externen Unternehmenskommunikation sein.

Dies sind nur einige Erkenntnisse. In der Studie selbst finden Sie alle «verborgenen Schätze für KMU» und detaillierte Beispiele, wie die untersuchten Unternehmen selbst mit Nachhaltigkeit umgehen. 

Wollen Sie mehr dazu erfahren? Dann klicken sie hier:

 
Studie Verborgene Schaetze heben

 

 

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