KMU-Beratung

Fünf Dinge, für die KMU keine Zeit haben

Wer hat sie nicht: die Liste mit all den Dingen, die man schon lange anpacken wollte. In der Hektik des Alltagsgeschäfts werden diese Aufgaben jedoch immer wieder verschoben, obwohl man eigentlich um deren Wichtigkeit weiss. Ein Lösungsansatz aus Beratersicht.

Diese fünf Themen bilden quasi die Klassiker unter den Aufgaben, die immer wieder verschoben werden:

 

1. Die Homepage aktualisieren

Viele Web-Auftritte sind nicht aktuell, nicht zeitgemäss, und die präsentierten Produkte oder Dienstleistungen nicht auf dem aktuellen Stand. Viele KMU unterschätzen, dass die Homepage heute die Visitenkarte des Unternehmens ist.

Gründe sind – neben der fehlenden Zeit – oft auch, dass sich Produkte und Dienstleistungen verändert haben, sich das Geschäftsmodell schneller als früher wandelt und somit auch geplante Strukturen nicht mehr passen.
 

2. Eine neue Idee anpacken und weiterverfolgen

In jedem KMU liegt viel Potential in Form von neuen Ideen in der Schublade. Es handelt sich um Ideen für neue Produkte, Dienstleistungen oder für die Vereinfachung von Abläufen. Meist bleiben die Ideen mangels Zeit, Strukturen und vorhandenen Ressourcen liegen. Mindestens so lange, bis man sich selbst überlistet hat und sagen kann: «Jetzt ist es zu spät oder die Idee nicht mehr aktuell.»

 

3. Das Vertriebskonzept aktualisieren

Der Verkauf funktioniert, die Umsatzzahlen stimmen und der Vertrieb ist in den letzten Jahren gewachsen. Die Vertriebsziele sind jedoch oft nicht transparent, und es gibt Diskussionen über die Ausrichtung und Fokussierung im Verkauf. Und müsste nicht auch das Vergütungssystem schon lange einmal überarbeitet werden?

 

4. Die ICT erneuern

«Never change a running system» – nicht etwas verändern, solange es funktioniert, ist eine geläufige Meinung, die in vielen KMU gerade auch auf Telekommunikations- und IT-Lösungen zutrifft. Dazu kommt, dass man oft nicht genau weiss, was aus der Fülle an Angeboten für das Unternehmen passend ist. Nicht zu vergessen sind die zu erwartenden Kosten einer Neuanschaffung. Dann müsste man sich auch intensiv mit dem Thema beschäftigen, und da fehlt die Zeit und oft auch die Lust dazu. Und sollte man es doch anpacken, legt man die Angelegenheit spätestens bei der ersten Offerte über 30 Seiten und den offenen Fragen zur zukünftigen Kommunikation zurück in die berühmte Schublade.

 

5. Eine Herausforderung extern durchleuchten

Oftmals hat ein KMU Herausforderungen, bei denen es nicht mehr weiterkommt oder sich im Kreis dreht. Man wünscht sich einen unabhängigen Diskussionspartner oder möchte eine weitere Meinung einholen, ohne gleich einen Workshop durchzuführen oder ein Projekt zu starten.

 

Die fünf Themen aus Beratersicht

Ganz ehrlich – bei einigen Punkten fühlt man sich etwas ertappt, oder? Die Frage ist nun, wo und wie kann man ansetzen unter der Voraussetzung, dass einem niemand mehr Zeit schenken kann?

Aus Erfahrung wissen wir, wie wichtig es ist, gerade in hektischen und in erfolgreichen Zeiten neue Themen anzupacken. Oftmals gehen diese Aufträge aber gerade dann an den bekanntesten Mitarbeiter im Unternehmen namens «man»: Man sollte, man müsste, man könnte…

In dieser Situation kann es sich lohnen, einen externen Berater beizuziehen, der für eine festgelegte Zeit die Rolle des «man» übernimmt. Dabei bietet sich bei den fünf Dingen jeweils das folgende Vorgehen an:

 

1. Die Homepage aktualisieren

Bei der Homepage erstellen wir aus den Gedanken des Kunden ein Konzept. Wir strukturieren und texten die Homepage neu. Dabei ist es wichtig, vorab eine Portfolioanalyse zu erstellen. Danach gilt es, Produkte und Dienstleistungen, die sich in der letzten Zeit verändert haben, miteinzubeziehen und sie auf der neuen Homepage entsprechend abzubilden und zu fokussieren.

 

2. Eine neue Idee anpacken und weiterverfolgen

Vorhandene Ideen und Visionen werden wieder aus der Schublade des Kunden geholt. Wir gehen die Ideen strukturiert an und sorgen für eine erfolgreiche Umsetzung. Aufgrund des Know-hows und der Erfahrung kann ein Berater als Projektberater oder als Projektleiter fungieren.

 

3. Das Vertriebskonzept aktualisieren

Gemeinsam mit dem Kunden aktualisieren oder erarbeiten wir ein individuelles Vertriebskonzept. Dabei konzentrieren wir uns darauf, dass Konzept nicht isoliert zu betrachten, sondern auf die Unternehmens- und Marketingstrategie sowie auf die aktuelle Marktsituation abzustimmen.

 

4. Die ICT neu strukturieren

Wir packen das Thema der IT- und Kommunikations-Infrastruktur von der anderen Seite an, der Prozess-Seite. Am Anfang steht die Analyse der Geschäfts- und Kommunikationsprozesse. Daraus ermitteln wir den individuellen Bedarf an Lösungen im Bereich der Telekommunikation und ICT. Gemeinsam mit einem unserer ICT-Partner oder dem vorhanden Partner des Kunden wird nun die neue Infrastruktur definiert. Von der Hardware über Cloud- bis hin zu Fleet-Management-Lösungen ist alles möglich.

 

5. Eine Herausforderung extern durchleuchten

Bei vielen Herausforderungen und Fragestellungen braucht es keine mehrtägigen Workshops oder gleich ein neues Projekt. Oft genügt ein kurzes Treffen, bei dem die Herausforderung aus einem anderen Blickwinkel betrachtet wird, sowie «andere» Fragen gestellt und neue Lösungsansätze angeboten werden.

 

Warum ein KMU für diese «5 Dinge» offensichtlich nie Zeit hat, hat nach unseren Erfahrungen immer die gleiche Ursache. Neben der mangelnden Zeit selbst, sind es die Abhängigkeiten und die daraus entstehende Komplexität der verschiedenen Themen. Sehr oft fehlt es auch nur am ersten Schritt, die Dinge anzupacken. Unsere Dienstleistung ist es, zusammen mit dem Kunden diesen ersten Schritt zu machen und eine externe Sicht in die Herausforderung zu bringen.

 


Roland VaterlausAutor:

Roland Vaterlaus ist Geschäftsführer der Findings Consulting GmbH in Frauenfeld. Das Unternehmen ist spezialisiert auf Unternehmensberatung und -entwicklung im Bereich KMU mit den Schwerpunkten Vertriebs- & Marketing-Consulting, Prozess- & Organisationsentwicklung, Com-Consulting und Projektmanagement. Roland Vaterlaus war mehrere Jahre als Verkaufsleiter und Geschäftsführer in verschiedenen Unternehmen tätig und ist eidg. dipl. Verkaufsleiter und hat ein Executive MBA (Master of Business Administration, Fachstudium Entrepreneurship, Leitung KMU und Profitcenter).


 

Jetzt lesen

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.