Jungunternehmer

Vorsorge für Start-ups

Haben Sie gerade als Jungunternehmer eine Firma gegründet? Herzliche Gratulation! Bei der Vielfalt und Komplexität der Themen während der Start-up-Phase kann die berufliche Vorsorge allerdings schnell einmal zu kurz kommen.

Haben Sie gerade als Jungunternehmer eine Firma gegründet? Herzliche Gratulation! Um bis hierhin zu kommen, haben Sie schon einige Hürden genommen. Bei der Vielfalt und Komplexität der Themen während der Start-up-Phase kann die berufliche Vorsorge allerdings schnell einmal zu kurz kommen. Deshalb ist es sinnvoll, sich mit diesem Thema frühzeitig vertraut zu machen.

Interview mit Monika Behr, Leiterin Produkte Unternehmenskunden von Swiss Life

Welche Faktoren bestimmen die berufliche Vorsorge?

Die Faktoren der beruflichen Vorsorge hängen vom Unternehmen, dessen Tätigkeitsgebiet (Branche) und der Mitarbeiterstruktur ab. Das Alter des Personals spielt eine wichtige Rolle sowie die Definition der Leistungen. Je älter die versicherte Person, und je höher der Lohn, desto höher ist der Beitrag zur Vorsorge.

Auf was muss ein Start-Up bei der beruflichen Vorsorge achten?

Das Vorsorgesystem wird von drei Säulen getragen, die gut aufeinander abgestimmt werden sollten. Daher ist es wichtig, den Vorsorgebedarf, das Budget und die Risikobereitschaft des Unternehmens zu kennen. Dabei ist es insbesondere auch für Start-Ups wichtig zu wissen, dass eine frühzeitige Auseinandersetzung mit dem Thema Vorsorge für eine finanzielle Stabilität in der Zukunft von Vorteil ist.

Gibt es spezielle Risiken für ein Jungunternehmen bei der beruflichen Vorsorge?

Nein diese gibt es im Vergleich zu etablierten Unternehmen nicht. Für Start-Ups sind kalkulierbare Kosten oft ein zentrales Anliegen, weshalb sich eine Vollversicherung als ideale Lösung anbietet. In einer Vollversicherungslösung werden alle Risiken versichert. Es gibt eine Kapitalgarantie und strenge gesetzliche Vorschriften schützen das Alterskapital zu 100%, d.h. eine Nachschusspflicht ist nicht gegeben.

Wie gross ist der zeitliche und administrative Aufwand?

Der administrative Aufwand hängt davon ab, welche BVG-Lösung gewählt wird und wie stark das Unternehmen durch einen Berater oder Treuhänder unterstützt wird. Mit einer Online-Lösung lässt sich durch die schlanken und einfachen Prozesse Zeit sparen. So kann die Administration, wie z.B. eine Lohn- oder Adressänderung, heute oft online selbstverwaltet werden. Diese Möglichkeiten führen zu einer deutlichen Reduktion des Aufwandes für ein Unternehmen.

Swiss Life bietet seit diesem Jahr eine BVG-Onlinelösung für Start-Ups an, die sich durch sehr schlanke und einfache Prozesse auszeichnet. Innert weniger Minuten kann eine Offerte erstellt und der Vertrag online eröffnet werden

Kann bei der beruflichen Vorsorge Geld gespart werden? Wenn ja, wie? 

Ja, das ist möglich. Vor einem Vertragsabschluss lohnt es sich, verschiede Offerten zu vergleichen. Abhängig von der Risikobereitschaft eines Start-Ups kann zwischen verschiedenen Lösungen gewählt werden. Falls ein «Sorglospaket» gewünscht wird, eignet sich die Vollversicherung am besten. Falls das Start-Up gewisse Risiken selber tragen möchte, gibt es auch sogenannte teilautonome oder autonome Lösungen. Oft sind diese Lösungen günstiger als eine Vollversicherung, dafür muss z.B. das Anlagerisiko selbst getragen werden.

Sparen kann man aber auch bei den Steuern; mit dem Einkauf von Vorsorgelücken, die von den Steuern abgezogen werden können. Zudem hat der Arbeitgeber die Möglichkeit, seine künftigen Beiträge auf einem separaten Konto zu reservieren (Arbeitgeberbeitragsreserven). Diese Reserven können bis zu einer bestimmten Höhe von den Steuern abgezogen werden.