Studie

Wie KMU Marketing betreiben

Online-Marketing liegt zwar im Trend, doch es besteht Nachholbedarf. Noch immer fliessen grosse Teile des Marketing-Budgets in klassische Massnahmen, wie eine Umfrage unter KMU im Kanton Zug ergeben hat.

Im Online-Marketing besteht Nachholbedarf.

 

Die Online-Marketing-Agentur Fourward hat in einer Studie ermittelt, wie KMU Marketing betreiben. Dazu hat die Agentur 50 KMU aus verschiedenen Branchen im Kanton Zug befragt. Etwa die Hälfte der Firmen zählt zehn Mitarbeiter oder weniger. Die Ergebnisse dürften sich in groben Zügen auf die ganze Schweiz übertragen lassen.

 

Auf bewährten Marketing-Kanälen

Rund drei Viertel der Firmen nutzt bereits Online-Marketing. Doch daneben sind nach wie vor die klassischen Kanäle stark. So setzen zwei Drittel auf klassische Kundenkontakte via Vertrieb und Verkauf, wobei der Anteil branchenabhängig schwankt und beispielsweise im Handel höher liegt. Und Flyer und Broschüren sind bei 40 Prozent der Firmen im Einsatz.

 

In diese Marketing-Kanäle investieren KMU. Quelle: Zuger Marketing Trends 2016. 

 

Nur noch knapp ein Viertel setzt jedoch auf klassische Print-Anzeigen. Damit bestätigen die Befragten den Trend weg von gedruckten Inseraten hin zu Online-Marketing. Wobei dort die klassischen Kanäle obenaus schwimmen. Fast alle der Befragten haben eine eigene Webseite, und rund 60 Prozent nutzen einen Newsletter per E-Mail. Für KMU mit weniger als 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind Webseite und der persönliche Kundenkontakt im Aussendienst die wichtigsten Marketingmassnahmen.

 

Wenig Investitionen ins Online-Marketing

Schaut man sich die Online-Aktivitäten genauer an, so dominieren kostenlose respektive günstige Massnahmen wie Webseite und Newsletter, aber auch die Präsenz in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter. Über die Hälfte der Befragten sind auf diesen Kanälen präsent. Und rund 40 Prozent nutzen SEO (Suchmaschinenoptimierung), um besser gefunden zu werden.

Eigentliche Online-Marketing-Massnahmen fristen dagegen ein Mauerblümchendasein. Etwa ein Drittel der Befragten nutzt Werbung (SEA) via Facebook Ads oder Google Adwords, und nur 12 Prozent schalten Banner.

 

Tiefe Budgets und wenig Know-how

Diese Situation widerspiegelt sich auch in den Budgets. Drei Viertel der Befragten setzen maximal 30 Prozent ihres Marketing-Budgets für Online-Aktivitäten ein. Der Rest fliesst in klassische Kampagnen. Vielfach geben hier die Erfahrungen der Vergangenheit den Ausschlag, neuere Methoden des Online-Marketings werden nur beschränkt genutzt.

Firmen bis 20 Mitarbeiter verfügen über ein Marketing-Budget von maximal 10’000 Franken pro Jahr, während grössere KMU bis 50 Mitarbeiter zwischen 20’000 und 100’000 Franken investieren.

Hier zeigt sich auch der Widerspruch. Zwar ist die Bedeutung und der Nutzen von Online-Marketing erkannt, aber die Investitionen bleiben trotzdem tief. Das mag auch am fehlenden Fachwissen liegen. Rund 80 Prozent der Befragten ziehen für Marketing-Aktivitäten eine externe Agentur bei. Nicht einmal jedes zehnte KMU nutzt hierzu ausschliesslich interne Ressourcen.

 

Bedeutung von Online-Marketing ist erkannt

In Zukunft dürften sich die Marketingausgaben aber zugunsten von Online-Aktivitäten verschieben. Deren Bedeutung ist erkannt, wie verschiedene Befragte in der Studie zum Ausdruck gaben. Bremsend dürften das fehlende Fachwissen und zu tiefe Kenntnisse der verschiedenen Möglichkeiten sein.

 

Wie das KMU «Thoma Folierungen» Online-Marketing mit beschränkten Mitteln einsetzt, erfahren Sie in diesem Video.

 

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