Mobile Apps

Welche Applikation für welches KMU?

Im App-Markt liegt ein enormes Potenzial, das momentan vor allem von KMU nur unzureichend ausgeschöpft wird. Wieso also nicht der Konkurrenz voraus sein und eine eigene App entwickeln lassen?

Bevor KMU aber eine App in Auftrag geben, müssen einige wichtige Entscheidungen gefällt werden, angefangen bei der Auswahl des geeigneten App-Typs.

Native oder Web App?

Grundsätzlich gibt es zwei Typen von Apps: die nativen und die Web Apps. Diesen liegen zwei ganz unterschiedlichen Technologien zugrunde:

Native App:

  • muss für jedes Betriebssystem (z. B. Adroid, iOS) einzeln geschrieben werden
  • Zugang online und offline, Daten jederzeit verfügbar
  • läuft sehr schnell, auch bei komplexer Grafik
  • aufwändige und kostspielige Entwicklung
  • Zugriff auf Hardware des mobilen Geräts (z. B. Kamera)
  • kann in offiziellen App-Shops vermarktet werden

Web App:

  • wird unabhängig vom Betriebssystem direkt im Webbrowser ausgeführt
  • Zugang online, Daten nicht jederzeit verfügbar
  • läuft unterschiedlich schnell, je nach Internetverbindung
  • für aufwändige Grafik nur begrenzt geeignet
  • günstige Entwicklungskosten (ab CHF 4’000 – 5’000)

Neue Möglichkeiten durch HTML5 und hybride Apps

Durch den neuen Internetstandard HTML5 werden Web Apps immer leistungsfähiger. Sie erhalten u. a. Zugriff auf Lagesensoren (Geolocation) oder können Daten in einem Application Cache zwischenspeichern. Dadurch kann auch offline auf die Web App zugegriffen werden, jedoch noch mit sehr begrenztem Speicherplatz.

Zudem gibt es neu die Möglichkeit, die Vorteile von Web und nativen Apps zu verbinden. Daraus sind die hybriden Apps entstanden. Das sind Web Apps, die in native Apps transformiert werden. Hybride Apps sind kostengünstiger als native Apps und können in offiziellen App-Shops vermarktet werden.

Was bezwecke ich eigentlich mit meiner App?

Welcher App Typ geeignet ist, kommt ganz auf den individuellen Fall an. Jedes Unternehmen muss erst einmal definieren, was das eigentliche Ziel der App ist. Soll etwa lediglich das Surfen für mobile User vereinfacht werden? Dann ist eine Web App eine kostengünstige Lösung, die auf allen Smartphones und Tablets läuft. Will ein KMU mit der entwickelten App hingegen Geld verdienen, kommen Web Apps nicht in Frage, da sie kaum in offizielle Shops -wie Apples App Store ­aufgenommen werden.

Zielgruppenanalyse

Entscheidend ist nicht nur das Ziel der App, sondern auch die Zielgruppe. Jede Zielgruppe hat andere Bedürfnisse – und braucht bestimmte Betriebssysteme. So sollte bei der Entwicklung einer nativen Business-App (B2B) nicht zwangsweise nur auf die Betriebssysteme Android und/oder iOS gesetzt werden. Zwar sind diese in der Schweiz am beliebtesten, jedoch vor allem bei Privatpersonen. Im Business-Bereich ist Blackberry weiterhin sehr verbreitet. Verrechnet sich der Auftraggeber in der Zielgruppe, kann das vor allem bei nativen Apps – die für jedes Betriebssystem einzeln geschrieben werden müssen -sehr teuer werden.

Für KMU ohne eigene Marketing-Abteilung lohnt sich die Zusammenarbeit mit einer Full-Service-Agentur. Diese Agenturen können KMU auch bezüglich Zielsetzungen und Marketingstrategien wie der Zielgruppenanalyse beraten. Denn eine handfeste Strategie braucht es, damit der Launch der App ein Erfolg wird. 

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