Richtig Netzwerken, real und in Social Media.

In sozialen und realen Netzwerken

So netzwerken Sie erfolgreich

Beziehungspflege ist alles, auch im Internet. Heute sind Geschäftspartner und Kunden nur noch einen Mausklick entfernt. Doch welches sind die passenden sozialen Netzwerke, und welchen Stellenwert haben traditionelle Netzwerke und Anlässe noch?

Soziale Netzwerke dienen dem Marketing und für Kundenkontakte. Vereine, Organisationen und Veranstaltungen erlauben dagegen den Austausch mit Gleichgesinnten und unterstützen bei der Weiterentwicklung der eigenen Firma. So lassen sich virtuelles und reales Networking heutzutage ungefähr gegeneinander abgrenzen – Überschneidungen sind möglich. Doch der Reihe nach.

Der erste Schritt in soziale Netzwerke

Der Vorteil an sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und LinkedIn liegt darin, dass sich mit relativ wenig Aufwand ein umfassendes Beziehungsnetz aufbauen lässt. Das macht die sozialen Netzwerke für KMU interessant, weil Unternehmen darüber direkt und informell und mit geringem finanziellen Aufwand mit potenziellen Kunden in Kontakt treten können. Der Aufbau einer Community rund um Marken, Produkte und Dienstleistungen  ist kein allerdings kein Selbstläufer und oftmals nur mittels bezahlter Werbung wie Facebook- und Twitter-Ads zu erreichen. Eine einfache Faustregel: je mehr Interaktionen, desto grösser der Aufwand.

Zudem ist angesichts der Fülle an Netzwerken die Versuchung gross, sich auf zu vielen Plattformen zu bewegen und zu viel Zeit zu investieren. Es lohnt sich, die Eigenheiten der Portale sorgfältig zu studieren und dann die auszuwählen, die am besten zu einem selbst und zum Unternehmen passen.

Ein Überblick über die sozialen Netze und Nutzungsempfehlungen.

LinkedIn

Mit weltweit über 500 Millionen Nutzern, davon rund zwei Millionen in der Schweiz, hat die US-Plattform LinkedIn die globale Vorherrschaft bei den Business-Netzwerken inne. Die professionell gehaltenen Profile gehören vorwiegend Fachkräften und Kaderleuten. Der Umgangston, etwa bei den geteilten Beiträgen, ist formeller als auf Facebook und Twitter. Eine zentrale Rolle nimmt LinkedIn mittlerweile bei der Rekrutierung von Fachkräften ein.

Empfehlung: Legen Sie ein persönliches Profil an und eine Unternehmensseite. Nutzen Sie LinkedIn für die Rekrutierung, insbesondere in Branchen, in denen Fachkräfte rar sind.

Facebook

Facebook ist mit rund zwei Milliarden Nutzern das grösste soziale Netzwerk; in der Schweiz tummeln sich 3,7 Millionen auf der Plattform. Allein schon wegen der schieren Menge an Nutzern kommt kaum jemand ein Unternehmen um an Facebook herumvorbei. Da die Plattform traditionell bei Privatpersonen verankert ist, eignet sie sich geschäftlich eher für den Kontakt mit Konsumenten.

Empfehlung: Wenn Sie im Konsumentengeschäft (B2C) tätig sind, legen Sie eine Facebook-Seite für Ihr Unternehmen an. Diese können Sie auch zur Support-Anlaufstelle ausbauen.

Xing

Die deutsche Plattform Xing ist mit rund 15 Millionen Nutzern, davon 900’000 in der Schweiz, vor allem im deutschsprachigen Raum etabliert und deckt im Vergleich zu LinkedIn vor allem kleine und mittlere Unternehmen ab. Das Business-Netzwerk ermöglicht es, Gruppen zu gründen, in denen sich Erfahrungen und Kompetenzen mit anderen Mitgliedern teilen lassen. Auch Xing wird immer stärker für die Personalsuche genutzt.

Empfehlung: Wenn Sie genügend Ressourcen aufbringen, pflegen Sie eine persönliche und eine Firmenpräsenz auf Xing und LinkedIn. Wenn nicht, geht der Trend eher in Richtung LinkedIn, wie beispielsweise diese Nutzeranalyse zeigt.

Twitter

Der Kurznachrichtendienst Twitter erlaubt Mitteilungen («Tweets») mit 140 Zeichen Länge, die öffentlich sichtbar sind (derzeit experimentiert das Netzwerk in gewissen Sprachen gerade mit doppelt so langen Tweets). Weltweit nutzen rund 330 Millionen Menschen das soziale Netzwerk, um Infos, Fotos, Videos und Links zu teilen. Da dem Unternehmen bis jetzt mehrheitlich rote Zahlen schrieb, ranken sich immer wieder Übernahmegerüchte um Twitter.

Empfehlung: Wenn Sie ein Technik-affines oder trendiges Publikum ansprechen möchten, nutzen Sie Twitter als Informations- und Kontaktkanal.

Google+

Google+ ist eine Art Facebook-Konkurrent von Google. Es ermöglicht es den Nutzern, die Kontakte verschiedenen Kreisen zuzuordnen wie Berufskollegen, Familie, Freunde, was die Organisation des Beziehungsnetzes erleichtert. Bei den Nutzerzahlen liegt Google+ allerdings deutlich hinter der Konkurrenz.

Empfehlung: Wenn Sie Ihr Unternehmen auf Google My Business eingetragen haben, sind die Informationen auch auf Google+ sichtbar. Eine aktive Präsenz ist nach derzeitigem Ermessen wenig sinnvoll.

Weitere soziale Netzwerke

Stark im Aufwind befindet sich das zu Facebook gehörende Instagram. Das Bild- und Kurzvideo-Netzwerk verzeichnete im September 2017 weltweit rund 800 Millionen Nutzer. Für Unternehmen ist Instagram interessant als Marketing- und Werbeplattform, wenn sich bildlastige Geschichten erzählen lassen.

Gastronomen sollten zusätzlich einen Blick auf die Bewertungsplattformen Yelp und TripAdvisor werfen.

Die wichtigsten KMU-Netzwerke

Networking mit Menschen ist keine Verkaufs-Show. Im Austausch ergeben sich oft interessante Kontakte, die vielleicht später in einer konkreten Situation nützlich sind. Eine Auswahl wichtiger Plattformen für den Austausch und die Weiterentwicklung:

Small Talk: Die Kunst der Plauderei

Social Media hin oder her – am Anfang einer digitalen Beziehung steht meist eine reale: Man lernt eine Person kennen und vernetzt sich virtuell mit ihr. Die Frage ist nur, wie man mit einem unbekannten Gegenüber am besten in Kontakt kommt. Small Talk heisst das Zauberwort. Die meisten Menschen tun sich schwer damit, sie fürchten sich vor Banalitäten. Dabei bietet gerade die zwanglose Unterhaltung viele Chancen, wertvolle Kontakte zu knüpfen. So geht’s:

Einstieg: Beginnen Sie mit einem Lächeln.

Thema: Sprechen Sie ein naheliegendes und unverfängliches Thema an: Den Veranstaltungsort, den Fachvortrag, der Beruf, das Essen oder auch das Wetter. Vermeiden Sie Politik, Geld und private Probleme.

Fragen: Bringen Sie Ihr Gegenüber dazu, etwas zu erzählen, und stellen Sie dabei offene Fragen (Wie? Warum?). Signalisieren sie Interesse und suchen Sie über das Gesagte nach Gemeinsamkeiten.

Austausch: Tauschen Sie bei Sympathie die Koordinaten aus und sorgen Sie mit einem netten Abschluss dafür, dass das Gegenüber sie gut in Erinnerung behält.

Das Swiss Economic Forum (SEF) ist die führende Wirtschaftskonferenz der Schweiz und öffnet kleinen und mittleren Firmen Zugang zu einem hochkarätigen Beziehungsnetz.

Der Swiss Venture Club sieht sich als Austauschplattform von Praktikern für Praktiker und hat über 2’700 Mitglieder.

Die KMU-Plattform KMU Swiss Event veranstaltet jährlich rund 50 Anlässe und führt eine digitale Empfehlungs- und Präsentationsplattform.

Switzerland Global Enterprise (S-GE) begleitet im Auftrag des Bundes Firmen in neue Märkte und bietet internationale Anlaufstellen.

Enterprise Europe Network (EEN) unterstützt KMU dabei, im Ausland Kooperationen aufzubauen und Innovationsprojekte umzusetzen.

 

 

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