Smart Farming: Mit Drohnen und dem 5G-Netz gezielt düngen und bewässern.
3 min

Gutes Essen, gutes Gewissen

Kolumne: Was sich 5G Innovations Manager Matthias Jungen vom 5G-Netz auf und neben dem Bauernhof wünscht.

Für ein genussvolles Essen verwende ich am liebsten lokale Produkte, die ich direkt beim Bauern oder auf dem Markt einkaufe. Denn der Geschmack ist intensiver, wenn Früchte und Gemüse ausgereift sind. Ich habe grösseres Vertrauen in die Lebensmittel, wenn ich den Produzenten kenne. Und der CO2-Ausstoss ist dank kurzer Transportwege tiefer. Trotzdem kaufe ich aus Bequemlichkeit ab und zu auf dem Heimweg beim Grossverteiler ein oder gleich online. Dann verzichte ich aber auf all die lokalen Vorteile.

Smart Farming macht Bauern und Konsumenten glücklich

Damit bin ich wahrscheinlich ein ziemlich typischer moderner Konsument. Doch für die Bauern machen solche Ansprüche das Leben nicht einfacher. Der Margen- und Konkurrenzdruck in der Landwirtschaft ist gross. Ich wünsche mir, dass die Bauern auf diese Ansprüche reagieren können. Doch das geht erst mit moderner Technik, die die Produktionskosten senkt und den Direktvertrieb vereinfacht.

Smart Farming

Mittels Technologien wie IoT-basierten Sensoren lassen sich Felder punktgenau analysieren und bewirtschaften. So können Sensoren beispielsweise die Feuchtigkeit oder den Stickstoffgehalt des Bodens messen. Oder Kameras erkennen Unkraut und Krankheiten. Diese detaillierten Informationen ermöglichen es den Bauern, Düngemittel, Herbizide, Pestizide und Bewässerung gezielt dort einzusetzen, wo sie gebraucht werden. Damit trägt Smart Farming zu einer effizienten Bewirtschaftung bei, die Kosten senkt und die Umwelt schont.

Wenn ein Acker erstmal mit Sensoren ausgestattet ist, können die Bewässerung und der Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln optimiert werden. Übers 5G-Netz melden die Sensoren beispielsweise, dass in einer Ecke des Feldes der Stickstoffgehalt zu tief ist, während eine andere Ecke zu trocken ist oder an Schädlingsbefall leidet. Der Bauer kann nun gezielt diese Stellen düngen respektive bewässern oder die Schädlinge bekämpfen und spart so Wasser, Dünge- und Pflanzenschutzmittel und damit Kosten. Die ausgereiften Früchte und Gemüse bestelle ich dann bequem im Online-Shop des Bauerns.

Drohnen bringen die Tomaten

Wenn ich noch weiter denke, sehe ich noch ganz andere Optimierungsmöglichkeiten. Anstelle von Pestiziden kämen Feldroboter zum Einsatz, die gezielt Unkraut aufspüren und ausreissen. Das freut die Umwelt, weil das Grundwasser weniger belastet wird. Auch das Tierwohl kann verbessert werden. Beispielsweise könnten mit Wärmebildkameras ausgestattete Drohnen vor dem Mähen Rehkitze ausfindig machen. Der Wasserverbrauch wird exakt dosiert, Hitzesommer hin oder her. Roboter und Drohnen bewegen sich autonom und kommunizieren verzögerungsfrei übers 5G-Netz.

Und wenn ich mir vorstelle, dass mir eine solarbetriebene 5G-Transportdrohne anstelle eines LKWs meine frischen Tomaten direkt vom Bauern in die Stadt liefert, hat neben meinem Gaumen auch mein Gewissen Freude!

 

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Ein Kommentar zu “Gutes Essen, gutes Gewissen

  1. Unkraut jäten ersetzt pestizide??
    Du denkst aber kurzwellig ..nicht wie dein hochgepriesenes 5G.
    Die Felder brauchen das Unkraut!!
    Das belüftet den stark verdichteten Boden. Dann braucht es keine Pestizide und auch keine mikrowellen überall!!
    Wie kann man nur so klein denken?!?

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