Wie 5G mit Augmented Reality und Livestreaming neue Erlebnisse ermöglicht.
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Mittendrin statt nur am Pistenrand

Kolumne: Was sich 5G Innovations Manager Matthias Jungen vom 5G-Netz auf und neben dem Pistenrand wünscht.

Mit der Lenk fühle ich mich eng verbunden. Fast jedes Winterwochenende verbringe ich dort mit Skifahren, Snowboarden, Langlaufen und Curlen. Darum unterstütze ich den Snowboardcross Europacup an der Lenk als Helfer. Während des Wettkampfs finde ich auch immer wieder Zeit, einige Rennen live mit zu verfolgen.

Spektakulär, was die Snowboarder bieten, wie sie mutig über die kupierte Piste fahren und um jeden Milimeter kämpfen, damit sie die Spitze übernehmen können. Ein kleiner Verschneider genügt, und der Snowboarder rutscht von der Piste und fällt. Aber möglicherweise sehe ich als Zuschauer diese Passage des Rennens nicht, denn ich bekomme die Fahrer nur kurz zu Gesicht, weil sie schnell hinter dem nächsten Hügel verschwinden.

Livestreaming in Echtzeit und ohne Verzögerung

Ich wünschte mir, das Rennen vom Start bis zum Ziel live mitzuerleben. Beispielsweise am Handy, wenn ich die Sportler grad nicht sehen kann. Ich weiss aber, dass Wettkämpfe von Randsportarten wie Snowboardcross nur von geringem medialem Interesse sind. Deshalb verzichten TV-Stationen auf Live-Übertragungen von solchen Events. Mit herkömmlicher Technologie ist der Aufwand viel zu gross. Wenn ich nur schon bedenke, wie viele Kabel für die Kameras verlegt werden müssen!

Doch mit einem 5G-Netz ginge das einfacher. Kabellose Kameras, die entlang der Piste aufgestellt sind, können die grosse Datenmenge an Live-Bildern ohne Verzögerung ins Studio übertragen. Und ich und viele andere Zuschauer auch könnten das Rennen auf dem 5G-Handy live am Bildschirm verfolgen. Dann müssten wir natürlich aufpassen, dass wir den Live-Moment vor Ort nicht verpassen. Vielleicht vibriert ja dann mein Handy und ich weiss, dass ich nun auf die echte Piste blicken soll.

Augmented Reality

Augmented-Reality-Brillen mischen reale Bilder mit digitalen Informationen. Sie erweitern also die sichtbare Realität. Um die digitalen Informationen auf die Brille oder ein Smartphone praktisch in Echtzeit zu übertragen (zu streamen), eignet sich ein 5G-Netz mit seiner tiefen Verzögerungsrate (tiefe Latenz).

Dank Augmented Reality sich mit den Besten messen

Und nochmals etwas weiter gedacht: Toll wäre es, wenn ich mich auf der Rennstrecke mit dem Sieger messen könnte! Vor dem Start bereite ich mich nicht nur mental auf das Rennen vor, sondern auch technologisch: Ich setze meine AR-Brille auf, in der die Renndaten des Siegers gespeichert sind. Sensoren, die in die Bekleidung des Snowboardcrossers eingenäht sind, haben jede Bewegung aufgezeichnet und übers 5G-Netz übertragen.

Während ich über die Piste fahre, sehe ich in der AR-Brille das virtuelle Abbild des Siegers, wie er die Strecke bewältigt. So erlebe ich hautnah, welche Leistungen die Snowboarder erbringen, die gefühlte Lichtjahre vor mir die Ziellinie überquert haben. Und ich müsste wohl recht schnell merken, dass ich sie auch virtuell kaum einholen könnte.

 

Ich freue mich jedenfalls auf die nächste Netzgeneration, die vieles erlaubt, was heute noch unvorstellbar ist!

 

 

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