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Zeitreisen in (fast) echt erleben

Kolumne: Was sich 5G Innovations Manager Matthias Jungen vom 5G-Netz im Schulunterricht wünscht.

Ich kann mich noch gut an den Geschichtsunterricht am Gymnasium erinnern. Nicht weil er so spannend und lebhaft war. Sondern weil ich mich furchtbar gelangweilt habe. Die eine Stunde war jeweils am Dienstagnachmittag, direkt nach dem Mittagessen. An und für sich hat mich das Fach interessiert. Doch damals beschränkte sich der Unterricht auf das Lesen von Originaltexten und Monologen über die französische Revolution. Für mich als 16-Jährigen war das alles andere als motivierend. Meine Gedanken sind während des Unterrichts abgeschweift – zu für mich wichtigeren Themen wie dem neusten Computer-Game oder dem Skaten. Nach einer halben Stunde trockener Lektüre bin ich manchmal weggedöst. Eigentlich schade, dass ich so wenig mitgenommen habe. Aber ich konnte mich wegen des trockenen Unterrichts einfach zu wenig in vergangene Zeiten hineinversetzen.

Dank Virtual Reality in die Vergangenheit eintauchen

Ich bin ausgebildeter Pädagoge und beschäftige mich gerne mit künftigen Unterrichtsformen. Wie viel anschaulicher und erlebbarer könnte doch der Geschichtsunterricht dank Virtual Reality (VR) sein. In Zukunft werden Zeitreisen möglich sein – aber nicht so, wie wir uns das heute vorstellen. Dank neuer technologischer Möglichkeiten werden Schüler an Orte von historischer Bedeutung reisen und realitätsnah erleben, wie Paris vor 230 Jahren ausgesehen hat. Auch ich tauche dann in die Vergangenheit ein, erlebe ohne Gefahr einen mittelalterlichen Burgkampf oder ziehe mit den Söldnern in die nächste Schlacht. Ich könnte einen Tag in der Steinzeit miterleben oder sehe, wie ein Dinosaurier an mir vorbeiläuft. Wie angsteinflössend so ein Tyrannosaurus Rex wohl in der VR-Brille wirkt? Vielleicht möchte ich doch lieber einen harmlosen Pflanzenfresser sehen.

Geschichte fast real erleben

Auch bei Exkursionen wird Geschichte dann erlebbar. Beim Ausflug nach Augusta Raurica, einer Siedlung aus römischer Zeit, laufen die Schüler mit ihrer Augmented-Reality-Brille durch die Ruinen und sehen, was da früher passiert ist. Ein Overlay verbindet die Überreste der Gebäude mit dem Wissen der Archäologen und zeigt, wie die Bewohner hier gelebt haben, wie sie sich vergnügt und womit sie sich tagsüber beschäftigt haben. Man kann die Werkzeuge in die Hand nehmen oder einem lukullischen Festmahl beiwohnen. Gelebte Geschichte, die 25 Schüler gleichzeitig durchschreiten und Teil davon werden – allerdings garantiert alkoholfrei.

Ich freue mich jedenfalls auf die nächste Netzgeneration, die vieles erlaubt, was heute noch unvorstellbar ist!

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2 Kommentare zu “Zeitreisen in (fast) echt erleben

  1. Reine Werbung von Swisscom für ihr umstrittenes 5G Netz. VIrtuel Reality ist auch heute schon Problemlos möglich….ohne 5G !

    1. Lieber Herr Kausch
      5G wird mit höherem Datendurchsatz und sehr kurzen Verzögerungen (kurze Latenzzeit) Augmented-Reality-Anwendungen ermöglichen, wie wir sie heute noch nicht kennen, also quasi VR 2.0 😉
      Freundliche Grüsse aus der Redaktion
      Andreas Heer

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