Maschinelle Übersetzer beim Wort genommen
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Maschinelle Übersetzer beim Wort genommen

Was leisten die maschinellen Übersetzer Google Translate, Microsoft Translator und DeepL? Genügen sie, um im Geschäftsalltag Texte in andere Sprachen zu übersetzen? Wir haben den Test gemacht und die Ergebnisse professionellen Übersetzern vorgelegt.

Erinnern Sie sich? Vor wenigen Jahren haben Gebrauchsanweisungen oft für Gelächter gesorgt («Stellen Sie die Gerte des Singweisen Griffers Zur EINSTELLUNG», ein Beispiel, das die «Süddeutsche Zeitung» ausgegraben hat). Die offensichtlich maschinellen Übersetzungen erzeugten bloss unverständliches Kauderwelsch. Doch mittlerweile haben die Übersetzungsdienste auch dank künstlicher Intelligenz mächtig dazugelernt. Und mit Google Translate, Microsoft Translator und DeepL stehen gleich drei solcher Dienste mehr oder weniger kostenlos zur Verfügung.

Reicht eine maschinelle Übersetzung? Der Test mit Französisch

Von der Gebrauchsanweisung zur geschäftlichen Korrespondenz: Wie lange benötigen Sie, um ein E-Mail oder einen Brief beispielsweise auf Französisch zu schreiben? Und wie sicher sind Sie sich, dass das Resultat entschieden besser ausfällt als obige Gebrauchsanweisung? Wenn mal grad kein hilfsbereiter polyglotter Arbeitskollege oder eine professionelle Übersetzerin zur Stelle ist, sind die maschinellen Übersetzer aus dem Web verlockend. Sie arbeiten schnell, haben einen riesigen Wortschatz und beherrschen mehrere Sprachen. Doch reicht die Qualität?

Wir haben Google Translate, Microsoft Translator und DeepL einen Textauszug eines Artikels des Swisscom Magazins auf Französisch und Italienisch vorgelegt und ihn jeweils auf Deutsch übersetzen lassen.

Übersetzung durch DeepL

Wir alle nutzen die Wolke jeden Tag. Wenn wir etwas auf Facebook veröffentlichen, wenn wir Google durchsuchen, wenn wir eine E-Mail senden oder ein Dokument online speichern, funktioniert die Cloud immer im Hintergrund. Cloud Computing ist ein Ansatz, um Computer in einem Rechenzentrum zu betreiben. Die Cloud bezeichnet hier den Prozess der Trennung von physikalischen Elementen wie Server und Speicher von Softwareelementen (Betriebssystem und Anwendungen). Eine Virtualisierungsschicht übernimmt die Zuweisung von Ressourcen an das Betriebssystem. Der physische Server ist daher in mehrere virtuelle Server aufgeteilt. Dies bedeutet, dass mehrere Betriebssystemumgebungen gleichzeitig auf demselben Computer laufen und Geräte gemeinsam nutzen. Permanenter Speicher aus Festplatten oder SSDs (Solid State Disks) wird in der Regel über ein Speichernetzwerk bereitgestellt und ebenfalls virtualisiert.

Übersetzung durch Google Translate 

Wir alle benutzen die Cloud jeden Tag. Wenn wir etwas auf Facebook posten, wenn wir Google durchsuchen, wenn wir eine E-Mail senden oder ein Dokument online speichern, läuft die Cloud immer im Hintergrund. Cloud Computing ist ein Ansatz zur Nutzung von Computern in einem Rechenzentrum. Hier bezieht sich die Cloud auf den Prozess der Trennung von physischen Elementen wie Server und Speicher von Softwareelementen (Betriebssystem und Anwendungen). Eine Virtualisierungsschicht ist verantwortlich für die Zuweisung von Ressourcen an das Betriebssystem. Der physische Server ist daher in mehrere virtuelle Server unterteilt. Dies bedeutet, dass mehrere Betriebssystemumgebungen gleichzeitig auf demselben Computer ausgeführt werden und die Geräte gemeinsam nutzen. Ein permanenter Speicher, der durch Festplatten oder SSDs (Solid State Disks) gebildet wird, wird typischerweise über ein Speichernetzwerk bereitgestellt und ebenfalls virtualisiert.

Übersetzung durch Microsoft Translator

Wir alle nutzen die Wolke jeden Tag. Wenn wir etwas auf Facebook veröffentlichen, wenn wir eine Suche in Google durchführen, wenn wir eine e-Mail senden oder ein Dokument Online aufzeichnen, funktioniert die Cloud immer noch im Hintergrund. Cloud Computing ist ein Ansatz zur Nutzung von Computern in einem Rechenzentrum. Hier bezieht sich die Wolke auf den Prozess der Trennung der physikalischen Elemente wie den Server und den Speicher der Software-Elemente (das Betriebssystem und die Anwendungen). Eine Virtualisierungs-Schicht beschäftigt sich mit der Zuweisung von Ressourcen für das Betriebssystem. Der physikalische Server ist daher in mehrere virtuelle Server aufgeteilt. Das bedeutet, dass mehrere Betriebssystemumgebungen gleichzeitig auf demselben Computer arbeiten und die Geräte gemeinsam nutzen. Permanenter Speicher, der durch Festplatten oder Solid-State-Disks (SSDs) gebildet wird, wird normalerweise über ein Speicher Netzwerk bereitgestellt und ebenfalls virtualisiert.

Das meinen die Experten

«Alle drei maschinellen Übersetzungen sind gut, wobei jene von DeepL meiner Meinung nach die beste ist», sagt Eva Rast, Übersetzerin bei Swisscom. «Um Missverständnissen vorzubeugen, verwende ich jedoch keinen Text direkt aus einem Web-Übersetzungsdienst. Sondern ich überarbeite ihn noch, bevor ich ihn einsetze. Dass die Resultate so gelungen sind, liegt vor allem daran, dass der Text klar und deutlich ist und aus kurzen und einfachen Sätzen besteht. Der Inhaltsaufbau ist logisch und in einem guten Französisch verfasst.»

Der Text ist also grundsätzlich gut geeignet für eine maschinelle Übersetzung. Die Übersetzerin würde jedoch an einigen Stellen anders formulieren: «Die Maschine übersetzt wortwörtlich, dies ergibt manchmal komplizierte Wendungen, die eine übersetzende Person, die das Ganze verstanden hat, einfacher und verständlicher ausdrücken kann.»

Ein Beispiel: Microsoft Translator hat einen Satz wie folgt übersetzt: «Hier bezieht sich die Wolke auf den Prozess der Trennung der physikalischen Elemente wie den Server und den Speicher der Software-Elemente (das Betriebssystem und die Anwendungen)».

Eva Rast würde das einfacher verständlich und kürzer übersetzen: «Dabei trennt die Cloud die physischen Elemente wie Server und Speicher von den Software-Elementen (Betriebssystem und Applikationen).»

Der Übersetzer Joachim Frey kommt zu einem ähnlichen Urteil: «Alle drei Übersetzungs-Tools halten sich eng an das Original. Das führt jedoch zu einem eher unmodernen Stil: Anstelle von Nominal- und Passivstil hätte ein Mensch die Originalformulierung durch Nebensätze oder Adverbialwendungen aufgelöst. DeepL hat hier die eleganteste Übersetzung geliefert.»

Der Übersetzungs-Test mit Italienisch

Denselben Text auf Italienisch haben wir allen drei maschinellen Übersetzern vorgesetzt, um ihn ebenfalls auf Deutsch zu übersetzen:

Übersetzung durch DeepL

Wir alle nutzen die "Wolke" jeden Tag. Wenn wir auf Facebook posten, bei Google nach etwas suchen, eine E-Mail senden oder ein Dokument online speichern, steckt immer die Wolke dahinter. Cloud Computing ist der derzeit angewandte Ansatz zur Verwaltung von Computern in Rechenzentren. Bei der Cloud wird die physische Hardware wie Server und Speicher von der Software, also dem Betriebssystem und den Anwendungen, getrennt. Eine Virtualisierungsschicht weist dem Betriebssystem Hardware-Ressourcen zu. Der physische Server wird dann in mehrere virtuelle Server aufgeteilt. Das bedeutet, dass auf einem Computer mehrere Betriebssystemumgebungen gleichzeitig laufen, die sich die Hardware teilen. Festwertspeicher in Form von Festplatten oder Solid State Disks (SSDs) wird in der Regel aus einem Speichernetzwerk bezogen und ebenfalls virtualisiert.

Übersetzung durch Google Translate

Wir alle benutzen die "Wolke" jeden Tag. Wenn wir einen Beitrag in Facebook veröffentlichen, suchen wir etwas bei Google, wir senden eine E-Mail oder wir speichern ein Online-Dokument, dahinter ist immer die Cloud. Cloud Computing ist derzeit der Ansatz, um Computer in Rechenzentren zu verwalten. Mit der Cloud wird physische Hardware wie Server und Speicher von der Software getrennt, die das Betriebssystem und die Anwendungen darstellt. Eine Virtualisierungsschicht befasst sich mit der Zuweisung von Hardwareressourcen für das Betriebssystem. Der physische Server ist daher in mehrere virtuelle Server unterteilt. Dies bedeutet, dass auf einem Computer gleichzeitig Betriebssystemumgebungen mit gemeinsamer Hardware ausgeführt werden. Der feste Speicher in Form von Festplatten oder SSD (Solid-State-Disk) wird normalerweise von einem Speichernetzwerk übernommen und ebenfalls virtualisiert.

Übersetzung durch Microsoft Translator

Wir alle nutzen die "Wolke" jeden Tag. Wenn wir einen Beitrag in Facebook zu veröffentlichen, suchen wir nach etwas auf Google, senden wir eine e-Mail oder speichern Sie ein Online-Dokument, hinter es ist immer die Wolke. Cloud Computing ist der derzeit verwendete Ansatz zur Verwaltung von Computern in Rechenzentren. Mit der Cloud werden physische Hardware wie Server und Arbeitsspeicher von der Software getrennt – dem Betriebssystem und den Anwendungen. Eine Ebene der Virtualisierung sorgt dafür, dass dem Betriebssystem Hardwareressourcen zugewiesen werden. Daher wird der physikalische Server in mehrere virtuelle Server aufgeteilt. Dies bedeutet, dass ein Computer gleichzeitig mehrere Betriebssystemumgebungen ausführt, die die Hardware gemeinsam nutzen. Fester Speicher in Form von Festplatten oder Solid-State-Disk (SSD) wird normalerweise von einem Speicher Netzwerk übernommen und auch virtualisiert.

Das meinen die Experten

Nutzen Sie maschinelle Übersetzungsdienste?

«Hier liefert DeepL ganz klar die einzig brauchbare Übersetzung ab. Sie ist klar, flüssig, in sich logisch und – mit wenigen Abstrichen – modern», sagt Joachim Frey. Der Unterschied zu den zwei anderen Übersetzungsdiensten falle beim italienischen Text deutlicher aus als beim französischen Text, urteilt Frey: «Die Übersetzungen von Google Translate und Microsoft Translator sind nur als grobe Entwürfe zu betrachten und müssen redaktionell überarbeitet werden. Teilweise ist der inhaltliche Zusammenhang falsch wiedergegeben. Satzanschlüsse fehlen. Der Sprachstil ist holprig.»

Frey unterstreicht seine Beurteilung durch diverse Beispiele im Text, bei denen sowohl Google Translate als auch Microsoft Translator einen falschen Satzzusammenhang oder unschöne und deshalb schwerer verständliche Übersetzungen generieren: etwa «Festwertspeicher» statt «Festspeicher» für «memoria fissa». Oder einen falschen Satzzusammenhang, einen fehlenden Anschluss und einen holprigen Sprachstil bei «suchen wir etwas bei Google, wir senden eine E-Mail oder wir speichern ein Online-Dokument, dahinter ist immer die Cloud».

Fazit: Maschinelle Übersetzer brauchen menschliche Korrektoren

Alle drei Übersetzungs-Tools können im Unternehmensalltag verwendet werden, um eine erste grundlegende Übersetzung von Texten zu erhalten. Allerdings müssen die Resultate unbedingt von einer Person kontrolliert und allenfalls korrigiert werden. Beispielsweise müssen spezielle Begriffe oder Produktnamen nachträglich manuell angepasst werden.

In unserem Test wurde beispielsweise der Informatik-Fachbegriff «Cloud» häufig als «Wolke» übersetzt, manchmal wurde aber auch stehen gelassen. Zudem gibt es kleinere Fehler und komplizierte Formulierungen, die ein Mensch einfacher ausdrücken kann. Konventionelle Anreden und Floskeln für Briefe oder E-Mails beherrschen die Übersetzungsmaschinen dagegen recht gut.

Bei unseren Beispieltexten machte DeepL von allen drei Übersetzungsdiensten am wenigsten Fehler und vermied allzu komplizierte Formulierungen. Bei den beiden anderen Diensten müsste mehr Aufwand in die Überarbeitung gesteckt werden. Dass jedoch alle drei Übersetzungen zumindest eine gute Grundlage liefern, liegt am sprachlich korrekten Originaltext. Im Übersetzeralltag sei man häufig mit fehlerhaften, komplizierten Texten konfrontiert, sagt Eva Rast. Dies führe erfahrungsgemäss zu deutlich weniger guten Resultaten, betonen beide Fachleute. Bei komplexen oder fehlerhaften Texten muss eine Fachperson die maschinell übersetzten Texte oft mit deutlich mehr Aufwand redigieren.

Den Übersetzungsaufwand gesenkt

Diese Resultate decken sich mit Tests, die Swisscom für ihre eigenen Übersetzungen gemacht hat. «In unseren Tests mussten wir bei DeepL-Übersetzungen von Deutsch nach Französisch durchschnittlich nur vier Fehler pro A4-Seite korrigieren,» sagt Catrin Urbig, Projektleiterin bei Swisscom, die das Projekt «Lean Translation» aufgegleist hat. Dabei werden dank maschineller Unterstützung von DeepL innerhalb von MTaaS (Machine Translation as a Service) sämtliche Office-Dokumente per Mausklick übersetzt. «Das System berücksichtigt das interne Swisscom-Glossar und lernt dank der Swisscom Translation Memory ständig hinzu,» erklärt Catrin Urbig. «Unternehmensweit kann so sehr viel Übersetzungsaufwand eingespart werden.»

 

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