Mann fotografiert Winterwanderweg mit seinem Smartphone.
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Warum Körperwärme gut ist für Ihr Smartphone

Kalte Temperaturen, Regen und Schnee: Nicht nur wir Menschen, sondern auch unsere Smartphones brauchen in der kalten Jahreszeit besonderen Schutz. Mit diesen Tipps bringen Sie Ihr Handy sicher durch den Winter.

Irgendwann im November schlug das Wetter um, es regnete häufiger oder schneite sogar. Wir fingen an, unsere Winterkleider aus dem Schrank zu holen, zogen die wetterfesten Schuhe an, und schützen uns mit Mütze und Handschuhen gegen die Witterung. Die kalte Jahreszeit setzt aber nicht nur uns, sondern auch der empfindlichen Technik unseres Smartphones zu. Geringe Mengen Regen oder Schnee machen den meisten Smartphones nichts aus. Und einige Smartphone-Modelle sind sogar von Haus aus staub- und wassergeschützt.

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Aber am besten kommt das Smartphone gar nicht erst mit Schnee oder Regen in Berührung. Wenn Sie mit Kopfhörern telefonieren, können Sie das Smartphone sicher in der Jackentasche lassen. Mit wasserfesten Kopfhörern ist man zusätzlich auf der sicheren Seite. Hier bieten zum Beispiel Sport-Kopfhörer den höchsten Schutz. Ist das Smartphone doch mal in den Schnee gefallen oder sonst ausgiebig mit Wasser in Berührung gekommen, ist Geduld angesagt: Ein Handy auf der Heizung, mit dem Föhn oder gar in der Mikrowelle oder dem Backofen zu trocknen, ist keine gute Idee: Die hohen Temperaturen können weitere Schäden am Handy erzeugen.

Auch tiefe Temperaturen sind schädlich

Smartphones mögen weder sommerliche Hitze noch Minusgrade. Manche Geräte schalten sich sogar von selbst ab, wenn es ihnen zu kalt wird, obwohl der Akku eigentlich noch gar nicht leer ist. In den mobilen Telefonen sind Lithium-Ionen-Akkus verbaut. Am besten funktionieren sie bei Temperaturen von zehn bis 25 Grad. Apple gibt für seine iPhones beispielsweise eine Betriebstemperatur von null bis 35 Grad an.

Lithium-Ionen-Akkus sind Batterien, in denen Lithium-Ionen die elektrische Ladung in einer Elektrolytflüssigkeit zwischen Kathode und Anode transportieren. Ist die Umgebungstemperatur zu niedrig oder zu hoch, verschleisst die Batterie deutlich schneller als üblich. Denn Kälte verlangsamt die elektrochemischen Prozesse, weil die Elektrolytflüssigkeit zäher wird. Und das erhöht wiederum den Innenwiderstand. Wenn nun das Handy viel Strom braucht, führt das dazu, dass die Spannung des Akkus sinkt und es zu einer Tiefenentladung kommt, die den Akku schädigt. Das vorsorgliche Selbstausschalten will das verhindern. Das Phänomen kann vor allem ältere Geräte mit schon häufig wiederaufgeladenen Stromspeichern treffen.

Körper- und Zimmerwärme hilft

Lithium-Ionen-Akkus verkraften zwar zwischen 1000 und 3000 Aufladungen ohne Einbussen bei der Leistung. Die Batterien altern aber dennoch. Schäden in der Struktur sorgen dann dafür, dass die elektrische Spannung bei Kälte abrupt sinkt. Ist es dagegen sehr heiss, beschleunigt das die Abläufe im Lithium-Ionen-Akku. So lassen Temperaturen von 40 Grad ihn bis zu dreimal schneller altern. Wer also bei Minusgraden sein Smartphone mit nach draussen nimmt, sollte es am besten nah am Körper tragen und mit Headset telefonieren.

Allfällige Ersatz-Akkus dürfen weder Hitze oder grosser Kälte ausgesetzt werden. Ausserdem reagieren sie empfindlich auf Verletzungen durch spitze Gegenstände und dürfen auch nicht kurzgeschlossen werden. Am besten man transportiert sie also in einer schützenden Hülle.

Auch eine Gummihülle kann das Smartphone vor Kälte oder sonstigen Widrigkeiten schützen. Wollen Sie den Akku wieder aufladen, sollten Sie so lange damit warten, bis das Handy wieder Zimmertemperatur erreicht hat. Auf diese Weise lädt sich der Smartphone-Akku optimal auf.

Auf einen Blick: Smartphone-Tipps für den Winter

  • Smartphone nah am Körper tragen und mit Kopfhörern telefonieren
  • Nass gewordene Smartphones nicht mit Hitze trocknen. Besser längere Zeit ausgeschaltet im Zimmer liegen lassen.
  • Akku am besten laden, wenn das Handy Zimmertemperatur erreicht hat. So lädt sich der Smartphone-Akku optimal auf.

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