Diese 5G-Anwendungen gibt es (nicht)
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Diese 5G-Anwendungen gibt es (nicht)

Das 5G-Netz wächst täglich. Und damit die Vielfalt an Möglichkeiten, welche die Zukunftstechnologie bietet. Welche Anwendungen 5G bringt, ist teilweise noch schwer vorstellbar. Testen Sie Ihr Wissen: Welche Lösungen sind bereits real, welche bloss gut erfunden? 

Die Stärken von 5G sind bekannt. Mehr Bandbreite, super Netzabdeckung und damit absolute Zuverlässigkeit bei der Datenübertragung und das alles in Echtzeit. Doch was macht man nun als Unternehmen aus dieser tollen Ausgangslage? Erfindergeist ist gefragt. Wie gross ist Ihre eigene Vorstellungskraft? Welche der nachfolgenden Lösungen sind real, welche bloss gut erfunden? Die Lösung gibt’s, wenn Sie das Bild anklicken.

Wohnungsbesichtigung: Vergiss die Warteschlange

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Katastrophenhilfe:  Autonome Roboter leisten erste Hilfe

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Handy-Reporter berichten vom Berlin-Marathon 2019

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Die britische Band Bastille spielt ein Konzert ohne Instrumente

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5G-fähige Games für die amerikanische Superbowl 2020

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Das beste Netz kann jetzt noch mehr. 5G macht es schneller, zuverlässiger und leistungsfähiger als je zuvor. Das eröffnet neue Chancen. Für das Zusammenleben. Für die Wirtschaft. Für die Schweiz.

Auflösung: Wohnungsbesichtigung – vergiss die Warteschlange

Roboter «Sam» entlastet Vermieter und Wohnungsinteressenten gleichermassen. Wo Sam im Einsatz steht, finden Erstbesichtigungen nämlich mit Vorteil virtuell statt – und zwar in Echtzeit. Der etwa eineinhalb Meter grosse Roboter besitzt eine hochauflösende Kamera und Räder. Interessenten steuern Sam live durch die potenzielle neue Wohnung, besichtigen die Zimmer, prüfen die Aussicht. Alles bequem von zuhause aus. Das spart Zeit, Geld und CO2. Wer will, schickt den Link, mit dem der Roboter avisiert werden kann, an Freunde, Partner und Eltern. Und wenn dann alle einverstanden sind, nimmt man Kontakt auf mit dem Vermieter.

Bereits genutzt wird der Roboter unter anderem von Wincasa oder Engel & Völkers. Bis Ende 2019 sind schweizweit rund 20 «Sam» im Einsatz  – bis Ende 2020 sollen es weltweit bereits 1000 Stück sein. Und wer hat’s erfunden? Ein Schweizer Unternehmen: RealbotEngineering GmbH aus Zürich.

Wohnungsbesichtigung per Roboter: Mit Sam in Echtzeit möglich.
Bildcredit: Realbot Engineering

Katastrophenhilfe: Drohnen finden verschüttete Menschen

In Südkorea nutzen Unternehmen gleich mehrere 5G-Anwendungen, um im Katastrophenfall Menschen schneller identifizieren, retten und versorgen zu können. Die dafür entwickelte Plattform heisst «Skyship». Das zeppelinähnliche Flugobjekt ist vernetzt mit einer Zentrale sowie mit Drohnen und Suchrobotern am Boden.

Seinen ersten Test hat Skyship bereits hinter sich. In einer Pilotübung suchte der Zeppelin ein Gelände nach Handysignalen ab – in der Annahme, dass Verschüttete ihr Handy auf sich tragen. Skyship identifizierte die Testperson tatsächlich. Eine Rettungsmannschaft mit AR-Brillen (augmented reality – computerunterstützte Realitätswahrnehmung) simulierte die notwendigen Notfallmassnahmen. Künftig soll Skyship noch viel mehr können: Wird ein Handy identifiziert, entsendet Skyship Drohnen an die entsprechende Position. Nach Bedarf setzen sich auch autonome Roboter in Bewegung, um Hilfsgüter zu liefern oder Erste-Hilfe-Massnahmen zu ergreifen, bis Rettungskräfte eintreffen. Skyship soll 2020 kommerziell produziert werden.

Wie leistungsfähig autonome Roboter sind, zeigt übrigens der Rettungsroboter «Anymal» des ETH-Spin-Off ANYbotics. Anymal bewegt sich ähnlich wie ein Hund und kann sogar klettern – ideal, um auch schwer zugängliche Orte zu erreichen. Der Roboter nimmt seine Umgebung mittels Lasersensoren und Kameras wahr und ist in der Lage, Gebiete exakt zu kartografieren.

Der Zeppelin «skyship» findet verschüttete Menschen dank deren Handysignal.
Bildcredit: KT Corp.

Auflösung: Handy-Reporter berichten vom Berlin-Marathon 2019

Wie lässt sich eine Marathonstrecke mit vernünftigem Kamera-Aufwand abdecken? 5G macht’s möglich: Am Berliner Marathon im September 2019 kamen neben den herkömmlichen Kameramännern auch Handy-Reporter zum Einsatz. Sie fingen das Geschehen auf der Strecke kostengünstig, flexibel und authentisch ein. Hier zeigen sich die neuen Möglichkeiten. 5G ermöglicht zuverlässige Datenübertragung in hoher Bandbreite. Also ruckelfreie Bild in hoher Auflösung und in Echtzeit. Zwar konnten die Macher nicht die ganzen 42.195 Kilometer abdecken – doch die Idee verspricht einiges für die Zukunft der TV-Übertragungen

Handyreporter liefern dem Zuschauer Bilder in hoher Auflösung ins Wohnzimmer.
Bildcredit: Screenshot Deutsche Telekom

Auflösung: Die britische Band Bastille spielt ein Konzert ohne Instrumente

Eine Rockband spielt ein Konzert ohne Instrumente? Macht keinen Spass und auch keinen Sinn. Die Behauptung war falsch. Als Zuschauer der Band nicht aus dem Publikum heraus zujubeln, sondern mit Ihr gemeinsam auf der Bühne zu stehen? Wie cool ist wäre das denn.

Im Sommer 2019 wurde das dank 5G (beinahe) möglich. Am Cruilla Festival in Barcelona stand eine 360°-Kamera auf der Bühne der Band Bastille. Die Daten wurden direkt – in Echtzeit und in hoher Auflösung – auf Virtual Reality-Brillen (VR-Brillen) von Konzertbesuchern übertragen. Diese erlebten das Konzert mit voller Wucht «live» von der Bühne aus – inklusive Blick ins Publikum.

Fast live auf der Bühne, dank VR-Brille am Festival

Auflösung: 5G-fähige Games für die amerikanische Superbowl 2020

Die nächste Superbowl – quasi die Weltmeisterschaft der National Football League NFL – soll auch für die «Spieler-Community» neben dem Platz zum Highlight werden. In einem Wettbewerb suchte die NFL gemeinsam mit dem Unternehmen Playcrafting Entwickler-Teams, die für die Superbowl ein 5G-fähiges Mobile Game mit Football-Bezug programmieren. Siegersumme: 400’000 US-Dollar.

Was 5G für Mobile Gaming so attraktiv macht: Dank hoher Bandbreiten und Reaktionszeit kann man auf dem Smartphone oder Tablet mit anderen, ebenfalls vernetzten Usern in Echtzeit gegeneinander antreten. Abgesehen davon, dass die Grafiken der Spiele selbst nochmals viel realistischer sein werden.

Gewonnen haben den Wettbewerb gleich zwei Spieleentwickler – und beide erhalten die volle Siegersumme. Was die Handyzocker erwartet ist noch streng geheim. Das Erscheinungsdatum allerdings ist fix: 2. Februar 2020 – pünktlich zur Superbowl.

5G-fähige Mobile Games überzeugen auch mit bestechend scharfen Grafiken.
Bildcredit: Shutterstock

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Ein Kommentar zu “Diese 5G-Anwendungen gibt es (nicht)

  1. Und wie sieht das mit der Energiewende aus ?
    Gemäss meinen Berechnungen benötigt man pro Person mindestend 30% mehr elektrische Energie als ohne 5G …… Ich hoffe das die FFF in Zukunft die Handys dann doch entsorgen werden, ansonsten Sie unglaubwürdig wirken.

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