Einmal Job «on the go», bitte!
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Einmal Job «on the go», bitte!

Das «BrainGym», der Coworking Space von Swisscom an der Genfergasse 14 in Bern.

 

Lassen wir die Katze aus dem Sack: Ein dritter Ort – oder eben ein «Third Place» – ist nicht das Büro, ist nicht das Homeoffice, sondern, wie der Name schon sagt, ein dritter Arbeitsort. Ein «Third Place» kann ein Café sein, ein Park, ein für ein paar Stunden gemieteter Büroplatz oder selbst der Zug. Für Denkarbeiter ist arbeiten heute überall möglich. Sie benötigen dazu nur ein Notebook und ein Smartphone für die Internet-Verbindung, falls grad kein WLAN verfügbar ist.

 

Flexible und kreative Arbeitsorte

Die Firma in Zürich, die Sitzung in Bern? Längst kein Problem mehr: Im Zug lässt sich das Meeting wunderbar vorbereiten. Und im Businesspoint der SBB im Bahnhof Bern ist danach das Protokoll genauso schnell geschrieben wie am eigenen Tisch in Zürich. Mit etwas Glück lernen Sie dort beim Kaffee holen sogar andere inspirierende Arbeitsnomadinnen und -nomaden kennen. Denn Hand aufs Herz: Der eigene Bürotisch ist nicht immer der beste Ort, wenn Kreativität gefragt ist, und das Geplauder der nettesten Arbeitskolleginnen und -kollegen stört, wenn man konzentriert ein Konzept zu Papier bringen soll.

«Third Places» greifen den aktuellen Wandel in der Lebens- und Arbeitswelt auf, der immer mehr Flexibilität fordert – im Denken, aber auch ganz praktisch im Alltag. Professionelle Coworking Spaces offerieren einen ruhigen Arbeitsort, wenn das Grossraumbüro einmal nervt und sie ermöglichen es, dort zu arbeiten, wo’s im mobilen Arbeitsalltag gerade passt. Wer flexible Arbeitsmodelle nutzt, ist motivierter und effizienter, das zeigen verschiedene Studien. Zudem tut er oder sie der Umwelt Gutes: Homeworker pendeln nicht, und wer unterwegs arbeiten will, verzichtet aufs Auto.  Geteilte Kaffeemaschinen, Drucker und Beamer schonen wertvolle Ressourcen.

 

Coworking-Gelegenheiten in der Schweiz

Haben wir Ihre Lust auf frische Büroluft geweckt? In verschiedenen Schweizer Städten finden Sie Coworking-Arbeitsplätze. Das Impact-Hub-Netzwerk ist sogar global tätig und damit für vielreisende digitale Nomaden besonders interessant. In Zürich sind Colab und Impact Hub zusammengegangen und haben im September am Sihlquai eine gemeinsame Coworking-Lokation eröffnet.

Überhaupt entstehen derzeit viele solcher Coworking-Räume, so dass Sie auch ein «Unterwegs-Büro» finden, ohne weit zu reisen. Mit dem Work Central in Bern hat kürzlich zwei Gehminuten vom Bahnhof entfernt ein Coworking Space geöffnet, der neben den Arbeitsplätzen auch Sitzungszimmer bietet. Selbstverständlich ist auch eine Kaffeemaschine mit an Bord.

Mitten im Mittelland und damit an zentraler Lage öffnet am 5. November 2015 der Coworking Space Olten seine Türen für digitale Nomaden. Diese müssen nicht unbedingt ein Start-up gegründet haben. Auch Gelegenheitsnutzer sind an den zwölf Arbeitsplätzen an der Aarauerstrasse 55 willkommen. Der Coworking Space ist übrigens ein Gemeinschaftsprojekt der Wirtschaftsförderung Olten, der Swisscom und der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW).

Eine Auswahl an Coworking-Möglichkeiten:

Eine umfangreiche Liste führt auch Coworking Switzerland. Und wer sich irgendwann gar nicht mehr vorstellen kann, jemals wieder ohne einen «Third Place» zu sein, dem seien Ferien im «Livit Space» auf Bali wärmstens empfohlen. 

Sie sind selber Chefin oder Unternehmer? Dann geht’s hier lang: Die «Work Smart Initiative» unterstützt Schweizer Unternehmen bei der Umsetzung von flexiblen Arbeitsformen. 

 

Vom Couch Potato zum «Couch-Kreativen»

Die Zeiten ändern sich und mit Ihnen die Arbeitsorte. Nicht jeder, der auf einer Couch sitzt, ist ein Couch-Potato, sondern vielleicht ein besonders erfolgreicher Kreativer. Und die junge Frau, die im Zug mit ihrem Notebook auf den Knien neben ihnen sitzt, schaut sich vielleicht gerade Ihre Bewerbung an…

 

 

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