Schutz vor Viren, Trojaner und Ransomware

So schützen Sie Ihren PC vor Viren

PC-Schädlinge, sogenannte Malware, gefährden Computer und Datensicherheit. Besonders perfide ist Ransomware, die Dateien verschlüsselt und erst gegen Bezahlung eines «Lösegeldes» wieder freigibt. Vier grundlegende Tipps zum Schutz von PC und Notebook.

Die meisten Computer sind heute ständig mit dem Internet verbunden, weil Offline-Arbeiten gar nicht mehr funktioniert. Doch bei allem Nutzen ist das weltweite Computernetz gleichzeitig auch Einfallstor für Malware, für Schädlinge aller Art. Neben «klassischer» Viren sind in letzter Zeit vermehrt sogenannte Verschlüsselungstrojaner unterwegs. Diese Art von Software verschlüsselt Dateien auf dem Computer, die erst gegen Bezahlung eines «Lösegeldes» – daher auch der Name « Ransomware» – wieder freigegeben werden. Sind die Daten erst einmal verschlüsselt, sind sie in den meisten Fällen unwiederbringlich verloren, wenn der Forderung der «Erpresser» nicht nachgegeben wird. Gemäss dem «Internet Security Threat Report 2016» von Symantec hat die Zahl derartiger Angriffe letztes Jahr um 35 Prozent zugenommen.

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Den PC vor Malware schützen

Die Melde- und Analysestelle Informationssicherung des Bundes (MELANI) hat letzte Woche anlässlich des «Ransomware Days» einige nützliche Tipps zusammengestellt, wie Sie Ihren Windows-Rechner vor Schädlingen schützen können und bei einem «Befall» wieder an Ihre Daten gelangen.

Die folgenden Tipps helfen, den Rechner nach bestmöglichem Wissen vor Angriffen zu schützen. Denn eine absolute Garantie gibt es nicht.

1. Erstellen Sie regelmässige Backups

Sichern Sie Ihre Daten regelmässig. Die Sicherung selbst sollte «offline» erfolgen, das heisst, nicht permanent über den Windows Explorer zugänglich sein. Wenn Sie fürs Backup eine externe Festplatte verwenden, trennen Sie sie nach der Sicherung vom Computer. Ansonsten besteht das Risiko, dass Malware auch die gesicherten Daten verschlüsselt. Weil Online-Speicher normalerweise ebenfalls zugänglich sind, sollten Sie für ein Cloud-Backup einen dedizierten Backup-Anbieter nutzen, bei dem die Daten nur über die Backup-Software zugänglich sind.

2. Halten Sie System und Software aktuell

Schädlinge nisten sich meist über Sicherheitslücken auf dem Computer ein. Sorgen Sie deshalb dafür, dass Windows, Antiviren-Software und Anwendungen stets aktualisiert werden. Das gilt insbesondere für den Webbrowser, für Java, den Adobe Readder und fürs Flash-Plugin. Dieses können Sie auch deaktivieren, entsprechende Anleitungen finden Sie für die gängigen Browser im Web.

3. Nutzen Sie Antiviren-Software und Firewall

Eine Antiviren-Software kann in vielen Fällen Malware erkennen und blockieren. Sie können den mit aktuellen Windows-Versionen mitgelieferten Windows Defender oder ein kostenpflichtiges Produkt verwenden. Wichtig ist, dass die Definitionen stets aktuell sind.

Zudem sollten Sie eine «Personal Firewall» einsetzen, die den ausgehenden Netzwerkverkehr kontrolliert und so Malware allenfalls blockieren kann. Auch hier können Sie entweder auf die hauseigene Windows-Firewall setzen oder auf das Produkt eines Drittanbieters.

Zusätzlich können Sie ein Tool installieren, dass gezielt Ransomware erkennt, beispielsweise dasjenige von Trend Micro.

4. Öffnen Sie keine verdächtigen Mail-Anhänge

Selbst ein E-Mail, das vorgeblich von einem bekannten Absender stammt, kann Viren enthalten. Wenn Sie unsicher sind, ob der Link oder ein Attachment echt ist, gehen Sie wie folgt vor:

  • Kopieren Sie den Link in den Windows-Editor. Wenn Ihnen die Adresse (URL) verdächtig vorkommt, löschen Sie das Mail.
  • Speichern Sie den Anhang auf dem Computer und scannen ihn mit der Antiviren-Software.
  • Im Zweifelsfall und wenn Ihnen der Absender des Mails bekannt ist, fragen Sie nach.

Was tun bei Malware-Befall?

Wenn Ihr Computer trotz aller Vorsichtsmassnahmen verseucht wird, unternehmen Sie folgende Schritte, eventuell zusammen mit Ihrem IT-Dienstleister:

  1. Trennen Sie den Computer vom Internet, um eine weitere Verbreitung der Malware zu verhindern. Schalten Sie den Computer aus.
  2. Installieren Sie den Computer neu.
  3. Ändern Sie die Passwörter.
  4. Stellen Sie die Daten aus dem Backup wieder her.
  5. Bezahlen Sie kein Lösegeld bei Ransomware! MELANI empfiehlt, den Vorfall der Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (KOBIK) zu melden und Anzeige zu erstatten.

 

Wir wünschen Ihnen virenfreies Arbeiten!

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