Lohnt sich Heimarbeit?

5 Fragen, die Sie sich zum Thema Home Office stellen sollten

Am 15. Mai 2014 ist zum fünften Mal Home Office Day. An diesem Tag rufen die Initianten auf, vermehrt im Home Office oder von unterwegs zu arbeiten. Für wen lohnt sich aber ein Home Office wirklich?

Nicht alle Jobs eigenen sich für das Home Office. Aber auch bei den Jobs die sich eignen, müssen einige Fragen beantwortet sein, wenn Sie regelmässig zuhause arbeiten möchten.

Ist die Firma an Board?

Die wichtigste Voraussetzung ist natürlich, dass Ihr Unternehmen hinter der Idee Home Office steht, flexible Arbeitszeiten schätzt und selbständige Mitarbeitende unterstützt. Ansonsten können Misstrauen, übermässige Kontrolle und negative Äusserungen das Arbeiten zuhause torpedieren. Klären Sie mit Ihren Mitarbeitern, in welcher Form und Regelmässigkeit Home Office in Frage kommt. Idealerweise profitieren beide davon, die Firma und der Arbeitnehmer.

Erfüllen Sie die technischen Voraussetzungen?

Bedingung ist, dass Sie zuhause auf Ihre Unterlagen und Daten zugreifen können. So sollten Sie über einen firmeneigenen Laptop oder einen Zugang über VPN verfügen. Über die Cloud können Dokumente ganz einfach und von überall aus mit Mitarbeitern und Partnern geteilt werden.

Bin ich für Home Office gemacht?

Auch zuhause lauern viele Ablenkungen. Kann ich mich für einige Stunden ins Büro denken und den Alltag, die Wäsche, die anderen privaten Arbeiten zur Seite legen? Wichtig ist, dass Sie sich einteilen und fokussieren können. Am besten legen Sie bereits am Abend vorher fest, wie Sie Ihren Arbeitstag zuhause gestalten. Wenn für Sie der soziale Kontakt sehr wichtig ist, sollten Sie auf einen ausgewogenen Rhythmus achten. Für viele funktioniert die 80/20 Regel (80% der Arbeitszeit im Büro, 20 % der Arbeitszeit zu Hause) sehr gut. Wenn Sie sich entschieden haben, machen Sie am besten regelmässig einen Home Office Day. So gewöhnen Sie sich an die Situation und werden laufend produktiver.

Was sind die Vorteile des Home Office?

Es fallen einige negative Eigenschaften von Grossraumbüros weg. So stört Sie niemand im Arbeitsfluss. Sie können Pausen selbstbestimmt legen und unproduktive Sitzungen fallen bis auf Telefonkonferenzen weg. Sie haben Zeit, sich einer Arbeit wirklich zu widmen. Alles Kreative hat dadurch mehr Raum und Platz. Aufgaben wie Planen, Schreiben und Konzeptionieren gehen daheim oft einfacher von der Hand. In den Pausen kann man zum Beispiel den eigenen Balkon geniessen oder kurz das Lieblingskaffee um die Ecke besuchen. Zuhause fühlen wir uns wohl. Dinge, die sich positiv auf die Stimmung auswirken, machen uns auch leistungsfähiger, glücklicher und zufriedener. Das merken Sie dann auch an den «normalen» Arbeitstagen in der Firma.

Und was ist mit dem Arbeitsweg?

Am Morgen müssen Sie nicht in den überfüllten Zug steigen und sich einen Sitzplatz erkämpfen. Stunden im Stau verbringen ist total unproduktiv. Der Arbeitsweg ins Büro zuhause dauert gefühlte 5 Sekunden. Man verbraucht kein CO2, muss nicht hetzen (oder sich hetzen lassen) und kann die Zeit, die sonst im Stau vergeht, produktiv am Arbeitstisch nutzen.  Das ist ein ganz klares Plus und Sie gewinnen Zeit zum Arbeiten. Ein effektiver Arbeitstag im Home Office ist meist länger als in der Firma.

Fazit

Ob, wie viel und wie oft sich der Tag im Home Office für Sie lohnt ist ganz individuell. Es hängt von vielen Faktoren ab. Aber probieren Sie es aus! Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter. Zeigen Sie die positiven Seiten des Home Office Day auf. Zum Beispiel am diesjährigen offiziellen Home Office Day am 15.5.2014.

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