«Bring Your Own Device»

Private Geräte im Büro?

KMU-Berater Gregor Dossenbach beantwortet regelmässig Fragen zur Informations- und Kommunikationstechnologie. Heute: «Bring Your Own Device».

Ich leite eine 30-köpfige Kommunikationsagentur. Einige Mitarbeitende haben den Wunsch geäussert, ihren privaten Laptop als Arbeitsgerät einzusetzen. Auf was muss ich als Arbeitgeber dabei achten?

Dieses Bedürfnis wird aktuell in vielen Unternehmen zum Thema und ist Ausdruck davon, dass Mitarbeitende ihr Arbeitsumfeld so flexibel wie möglich gestalten möchten. Vom mobilen Büro bis zum Einsatz privater Geräte ist alles erwünscht. Arbeiten soll von überall her und mit verschiedenen Geräten möglich sein. Der fixe Arbeitsort wird so je länger desto mehr durch ein mobiles Büro ersetzt und die Grenzen zwischen Berufsleben und Freizeit vermischen sich.

Aus zwei mach eins

Diese Vermischung spiegelt sich auch bei den Arbeitsgeräten wieder. «Bring your own Device» oder kurz BYOD umschreibt genau diese Tatsache, dass Mitarbeitende private, mobile Geräte auch im Berufsalltag nutzen können. Für Mitarbeitende bedeutet dies eine grössere Wahlfreiheit und mehr Flexibilität, da für private und geschäftliche Zwecke nur ein Gerät gebraucht wird. Auf die Geschäftsdaten oder das Intranet kann per Fernzugriff zugegriffen werden. Aus Sicht der Unternehmen bringt BYOD technische, konzeptionelle und juristische Fragen mit sich. Insbesondere IT-Verantwortliche werden vor die Herausforderung gestellt, das sichere Zusammenspiel der bestehenden Infrastrukturen mit den privaten Geräten zu gewährleisten. Denn die Vermischung von privaten und geschäftlichen Daten birgt auch gewisse Risiken. Die eigene IT-Infrastruktur muss gezielt auf die neuen Herausforderungen ausgerichtet werden.

Sicherheit beachten

Sogenannte Mobile-Security-Lösungen von Providern können dabei helfen, den Spagat zwischen den Sicherheitsansprüchen der Unternehmen und dem Einsatz von mobilen Geräten zu schaffen. Diese Lösungen regeln das einfache Gerätemanagement, den sicheren Zugang und die Datensicherheit. Wenn ein Mitarbeitender sein Gerät verliert oder er das Unternehmen verlässt, können die Geschäftsdaten per Knopfdruck gezielt gelöscht oder das Firmenlogin gesperrt werden. Damit ist BYOD nicht nur mobil und flexibel, sondern auch sicher.

Der Wunsch, das private Endgerät auch als Arbeitsgerät zu verwenden, ist keine Modeerscheinung, sondern ein ernstzunehmendes Bedürfnis vieler Mitarbeitender. Wir raten Unternehmen deshalb, sich frühzeitig mit den sich verändernden Arbeitsvorstellungen auseinander zu setzen und falls nötig Anpassungen vorzunehmen.  Dies beschert den Unternehmen nicht nur eine zeitgemässe Infrastruktur, sondern häufig auch motiviertere Mitarbeitende.

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