StartUp Challenge

Silicon Valley, das harte Paradies

Das Tal südlich von San Francisco gilt als Paradies für Start-ups. Fast alle bekannten IT-Unternehmen haben hier ihre Wurzeln. Doch das Silicon Valley ist kein neuer Goldrausch.

Der chronisch verstopfte Highway 101. (Bild: Flickr/Richard Masoner/CC)

 

Das Silicon Valley, die Gegend zwischen San Francisco im Norden und San José im Süden, gilt als Paradies für Start-ups aus der Technologiebranche. Hier stand die berühmte Garage von HP, und hier bauten Steve Jobs und Steve Wozniak den ersten Apple-Rechner zusammen. Viele der berühmten Namen aus der ICT-Branche haben hier ihren Hauptsitz. Wer von San Francisco aus auf dem chronisch verstopften Highway 101 südlich fährt, kommt unter anderem an Salesforce, Oracle, Google, Adobe oder eben HP und Apple vorbei.

 

Die Kultur beflügelt

Heute noch ist die Anziehungskraft des «Valleys» für Tech-Start-ups ungebrochen. Hier herrscht, wie der Tech-Guru Robert Scoble anlässlich der Silicon-Valley-Reise der fünf Gewinner der Swisscom StartUp Challenge erläuterte, echte Start-up-Kultur. Das liegt nicht nur daran, dass hier eine Kultur herrscht, die an die Möglichkeit des Erfolgs glaubt. Sondern auch daran, dass hier die ganze umgebende Industrie für Start-ups nur einen Block entfernt liegt: Marketingspezialisten, Anwälte und natürlich Investoren. Dieser Geist, so Scoble, vereinfacht es, globale Start-ups aus dem derzeit trockenen Boden zu stampfen – wie beispielsweise den umstrittenen Taxi-Konkurrenten Uber.

 

Konkurrenz ist gross

Das Silicon Valley ist also der Raum, auf dem Grosses gedeihen kann. Dies auch deshalb, weil wohl nirgends auf dieser Welt so viel Risikokapital in Start-ups fliesst wie auf diesem dicht besiedelten Landstrich. Das innovationsgetriebene Ökosystem aus Start-ups und Technologiegiganten, die einst selbst Start-ups waren, zieht eben auch Investoren an. So charakterisiert zumindest Evangelos Simoudis, selbst Investor, die Kultur.

Doch das Silicon Valley ist nicht «Goldrausch 2.0». Das Startkapital liegt nicht auf der Strasse, sondern will hart erkämpft werden in Pitches vor potenziellen Geldgebern und im Umfeld einer harten Konkurrenz. Natürlich sind die Investitionsvolumen hier grösser. Doch die effektive Zahl der Investitionen ist verhältnismässig bescheiden. So studiert laut Simoudis ein grosser Investor pro Jahr vielleicht 1000 bis 1200 Businesspläne. Diese enden aber schliesslich gerade mal in etwa zehn Investitionen. Wer im Valley dazu gehören will, braucht also nicht Glück wie beim Goldschürfen, sondern eine überzeugende Geschäftsidee.

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