Vernetzung im Silicon Valley

«Speed Dating» für Start-ups

Bei vielen Fragen rund um die Unternehmensführung sind gerade Start-ups auf externe Spezialisten angewiesen. Im Silicon Valley existieren eigentliche Ökosysteme, die Fachwissen aus verschiedenen Bereichen zusammenbringen. Mit BootUp World lud eine dieser Anlaufstellen die Schweizer Start-ups zum «Speed Dating» mit Experten.

Wer im Gedränge des Silicon Valley Erfolg haben will, muss gut vernetzt sein. Strassenszene in San Francisco.

 

Start-ups sind auf das Wissen externer Experten in vielen Bereichen angewiesen. Oft sind die Gründer zwar Spezialisten auf ihrem Gebiet. Aber bei der Firmengründung – und für einen erfolgreichen Start – stellen sich viele Fragen ausserhalb des Kerngebietes. Ob es nun um den Social-Media-Auftritt geht, eine Firmengründung in den USA inklusive der Personalrekrutierung oder den Schutz des geistigen Eigentums. Es stellen sich viele Fragen, die nur mit der Hilfe von Spezialisten passend beantwortet werden können.

 

Ein «Ökosystem» als Anlaufstelle

Eine solche Anlaufstelle im Silicon Valley ist BootUp in Menlo Park. Das Unternehmen, eigentlich selbst ein Start-up, versteht sich als Ökosystem, das Jungunternehmer mit Experten, Investoren und potenziellen Kunden in Form etablierter Unternehmen vernetzt. Laut Ellie Rubin, Executive Director und bei BootUp fürs Marketing zuständig, zeichnet sich ihr Unternehmen vor allem durch ein hochwertiges Netzwerk aus. Zudem seien sie alle Unternehmer und würden deshalb die Bedürfnisse und Sorgen von Start-ups aus eigener Erfahrung kennen.

BootUp lud nun die fünf Gewinner der Swisscom StartUp Challenge zu einem «Speed Dating». Hierbei hatten die Teilnehmer Gelegenheit, in kurzen Sessions ihre brennenden Fragen Experten aus den Gebieten Social Media, geistiges Eigentum und Recht, HR und Venture Capital zu stellen.

An Fragen mangelte es nicht. Denn welches Schweizer Start-up hat schon den kompletten Durchblick durch das amerikanische Patentrecht? Und auf welche rechtlichen Vorgaben gilt es zu achten, wenn man in den USA Personal anstellt? Und worauf gilt es bei der Wahl der Investoren zu achten?

 

Wege, nicht Lösungen

Auf viele Fragen fanden sich Antworten. So lässt sich etwa die Personalrekrutierung an spezialisierte Unternehmen outsourcen, die sich dann um die rechtlichen Belange kümmert. Und bei Investoren ist es wichtig, dass sie nicht nur finanzielle Unterstützung bieten, sondern auch übers richtige Netzwerk verfügen. So können Start-ups Kontakte zu anderen wichtigen Exponenten der Branche aufbauen und auch die eigene Glaubwürdigkeit aufgrund des guten Rufs eines Investors stärken.

Allerdings: Welches dann der beste Weg ist, diese Frage müssen die Start-ups für sich selbst beantworten. Der Besuch in diesem kalifornischen Ökosystem hat also weniger Fragen beantwortet, als vor allem Denkanstösse geliefert.

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